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Eudämonistische Hindernisse

Zum Heft ›Konfliktzonen‹, die Drei 4/2017

Udo Wieczorek und Manfred Bomm:Seelenvermächtnis – Udo W.: Mein zweites Leben

Wegweisende Träume

Dorian Schmidt:Arbeitsmaterialien Bildekräfteforschung V – Themenheft Meditation und Berichte aus der aktuellen Arbeit // Das Schafgarben-Präparat

Bildekräftearbeit als Untersuchungsmethode

Peter Heusser:Anthroposophie und Wissenschaft. Eine Einführung // Anthroposophy and Science. An Introduction

Ein Standardwerk

Andreas Neider:Der Mensch und das Geheimnis der Zeit. Zum Verständnis der Zeit im Werk Rudolf Steiners

Korridor ins Neuland

Rudolf Steiner und Roland Halfen (Hg.):Architektur, Plastik und Malerei des ersten Goetheanum (GA 288)

Nachhaltige Anregung

Kurz notiert

Oberdiebach am Rhein

Ich und Europa IV

1. Ich bin am Mittelrhein Kind gewesen, geboren in Bingen in tiefem Winter. UNESCO-Kulturerbe, die heilige Hildegard und Stefan George. Als Jugendliche saßen wir an Sommerabenden am Rhein-Nahe-Eck, eine Flasche Riesling... [mehr]

1. Ich bin am Mittelrhein Kind gewesen, geboren in Bingen in tiefem Winter. UNESCO-Kulturerbe, die heilige Hildegard und Stefan George. Als Jugendliche saßen wir an Sommerabenden am Rhein-Nahe-Eck, eine Flasche Riesling kreiste und wir schauten schweigend auf den unheimlichen Mäuseturm und die Germania am anderen Flußufer. Die vielen Burgen haben mein Gemüt weniger ausschließlich mit Deutschland verbunden als genauso mit anderen europäischen Ländern, die ich aus Ritter- und Kostümfilmen kannte. Da meine Eltern finanziell eher arm waren, gab es in den Ferien nie Reisen nach Italien oder Spanien. Meine Eltern fuhren jedes Jahr nach Bad Münster am Stein, und ich blieb zu Hause. Mein Europa entstand als Bild in meiner Seele. Mein Europa hieß Oberdiebach am Rhein. So lautet der Name des Dorfes, in dem ich aufwuchs. Es liegt im sogenannten Viertälergebiet. Fährt man von Bingen aus mit dem Schiff stromabwärts Richtung Loreley, passiert man die linksrheinischen Seitentäler, deren Höhenzüge in den Hunsrück übergehen, wo Edgar Reitz ›Heimat‹ gedreht hat. Wenn man im Ortsteil Rheindiebach einbiegt ins Diebachtal, sieht man die schroff thronende Ruine Fürstenberg, eine ehemalige Raubritterburg.

»Meine Heimat ist die Weinlaube«

Ein Theaterprojekt mit Geflüchteten in der Berliner Ufa-Fabrik

Heimat – gibt es die noch? Was ist Heimat? »Das Thema Heimat geht uns alle an«, lesen wir in der Ankündigung zum Stück: »Die einen verlieren sie durch Flucht und Krieg, die anderen durch Entfremdung und Beschleunigung... [mehr]

Heimat – gibt es die noch? Was ist Heimat? »Das Thema Heimat geht uns alle an«, lesen wir in der Ankündigung zum Stück: »Die einen verlieren sie durch Flucht und Krieg, die anderen durch Entfremdung und Beschleunigung in einer globalisierten Welt.« Im Varieté-Salon der Berliner Ufafabrik erleben wir in dem Theaterprojekt ›Deine Heimat. Meine Heimat‹ jene, die ihre Heimat durch Flucht und Krieg verloren haben. Sie erinnern sich noch ganz unmittelbar, an früher wohl einfach hingenommene Qualitäten, die erst im Verlust den süßen Geschmack der Herkunft entfalten.»Ich vermisse im Schatten unter dem Feigenbaum zu sitzen.« – »Meine Heimat ist die Weinlaube. Die Heimat sind die Steine.« – »Ich vermisse den Sommer, die Wärme, dass alles braun ist.« – »Ich verspreche, dass ich mein Heimatland nie vergesse, ich werde immer über es schreiben!«

Wider die Trägheit des Herzens

Bisweilen stossen wir in unseren eigenen Bücherregalen auf ungehobene Schätze. So erging es mir neulich beim leidigen Staubwischen, als mir Hans Habes (1911-77) historischer Roman ›Die Mission‹ von 1965 in die Hände... [mehr]

Bisweilen stossen wir in unseren eigenen Bücherregalen auf ungehobene Schätze. So erging es mir neulich beim leidigen Staubwischen, als mir Hans Habes (1911-77) historischer Roman ›Die Mission‹ von 1965 in die Hände fiel – eine eher unscheinbare Taschenbuchausgabe aus dem Jahre 1982, erschienen im Heyne-Verlag, die, denke ich, aus dem Nachlass meiner lieben Schwiegermutter auf mich gekommen sein muss. Was ich auf dem Cover las, entschied die sofortige, atemlos-ungläubige Lektüre.

Fluchtlinien

Eine Lesung mit Bildern im Sprengel Museum Hannover

Das Sprengel Museum Hannover, eines der weltweit bedeutendsten Museen für moderne Kunst, hat vor zwei Jahren einen Erweiterungsbau erhalten, der seine Fläche um 5.300 qm vergrößert, davon 1.400 qm Ausstellungsfläche... [mehr]

Das Sprengel Museum Hannover, eines der weltweit bedeutendsten Museen für moderne Kunst, hat vor zwei Jahren einen Erweiterungsbau erhalten, der seine Fläche um 5.300 qm vergrößert, davon 1.400 qm Ausstellungsfläche – bei Kosten von 35,8 Mio. Euro. Da stellt sich die Frage: Was hat das allgemeine Publikum davon? Wie können die jetzt zusätzlich sichtbar gemachten Teile der Sammlung am besten vermittelt werden? In großem Stil geschieht das zur Zeit durch die Sonderausstellung ›130% Sprengel‹, die teilweise zur Dauerausstellung werden soll. Rund 800 Werke werden dabei im ganzen Haus präsentiert, und in den großzügigen Naturlichträumen des Erweiterungsbaus sind die Meisterwerke der Klassischen Moderne zu sehen. Sie unterstreichen den außerordentlichen Rang dieser Sammlung, deren Grundstock einst der Schokoladenfabrikant Bernhard Sprengel und seine Ehefrau Margit gelegt hatten – angeregt von einem Besuch der Nazi-Ausstellung über ›Entartete Kunst‹. Doch auch in kleinem Rahmen wird das Sprengel Museum seinem Bildungsauftrag gerecht. Davon möchte ich hier ein Beispiel geben.