Artikel 25 - 36 von 12796
Anzeigen:Alle Artikel

Bernd Horn:Mein Weg zur Freiheit. Deutsch-deutsche Erlebnisse

Ein Freiheitssucher

Eva Johanna Schauer:Prinzessin Antonia von Württemberg und ihr Heilsweg auf der Teinacher Lehrtafel

Christlich-kabbalistische Keime der Anthroposophie

Kurz notiert

Umkehr des Willens

Zum VI. Forschungskolloquium Meditationswissenschaft

Unter dem Titel ›Die Erweckung der inneren Wahrnehmungskraft – Aktivierung des Denkens und Umkehr des Willens‹ fand am 12. Mai 2017 im Rudolf Steiner-Haus Stuttgart das VI. Forschungskolloquium Meditationswissenschaft... [mehr]

Unter dem Titel ›Die Erweckung der inneren Wahrnehmungskraft – Aktivierung des Denkens und Umkehr des Willens‹ fand am 12. Mai 2017 im Rudolf Steiner-Haus Stuttgart das VI. Forschungskolloquium Meditationswissenschaft der Akanthos-Akademie statt. Es gab fünf Beiträge und mehrere Gesprächsrunden mit den rund 30 Teilnehmern des Kolloquiums, das jährlich zweimal stattfindet.

Zum Einssein von Erscheinen und Erschauen

Zu Mark Rothkos Gemälde ›Rot, Orange‹ (1968)

Wie sich die Musik ans Ohr wendet, so wendet sich die Malerei ans Auge. Der Maler malt Bilder, damit sie angeschaut werden. Ist die Dauer des Musik-Hörens jedoch an den Ablauf des Musikstückes gebunden, so ist der zeitliche... [mehr]

Wie sich die Musik ans Ohr wendet, so wendet sich die Malerei ans Auge. Der Maler malt Bilder, damit sie angeschaut werden. Ist die Dauer des Musik-Hörens jedoch an den Ablauf des Musikstückes gebunden, so ist der zeitliche Rahmen, in dem ein Gemälde betrachtet wird, nicht vorgegeben. Der Maler kann daher bloß hoffen, dass der Betrachter sich die Zeit nimmt, das Bild so lange anzuschauen, dass möglichst viele der Gestaltungskomponenten in ihm »erklingen« können. Denn die Wirklichkeit des Bildes offenbart sich erst dann, wenn die künstlerische Gestalt des Werkes innerlich tätig nachempfunden wird.

Luther als Spiegel unserer selbst

Zur Nationalen Sonderausstellung auf der Wartburg zu Eisenach

Ein strahlend schöner Maitag, voll ungewohnter Wärme! Den Weg nach Eisenach bin ich schon oft gefahren. Jedes Mal die Freude: Da ist sie, die Wartburg, Burg aller deutschen Burgen! Vor einigen Jahren besuchte ich sie anlässlich... [mehr]

Ein strahlend schöner Maitag, voll ungewohnter Wärme! Den Weg nach Eisenach bin ich schon oft gefahren. Jedes Mal die Freude: Da ist sie, die Wartburg, Burg aller deutschen Burgen! Vor einigen Jahren besuchte ich sie anlässlich eines Symposiums über Luther, ausgerichtet von der Luther-Gesellschaft im Rahmen der Lutherdekade. Es ging um den freien Willen. Damals war die Burg eingerüstet, in Vorbereitung auf die 950-Jahr-Feier, die im Luthergedenkjahr 2017 (500 Jahre Thesenanschlag und Beginn der Reformation) stattfinden würde. Also zwei Gründe, die Wartburg zu besuchen: die Nationale Sonderausstellung ›Luther und die Deutschen‹ und die fast tausend Jahre alte Burg selbst. Aber noch ein Drittes kommt hinzu: Das Wartburgfest feiert seinen 200. Geburtstag!

Lesen als subjektiver Weltgewinn

Versuch einer Selbstrecherche

In meinem thüringisch-dörflichen Elternhaus gab es keine nennenswerten Bücher. Eingeprägt hat sich mir lediglich ein alpiner BildTextband von Luis Trenker, vor allem wegen seiner Schwarz-Weiß-Fotos. Dieses Buch habe... [mehr]

In meinem thüringisch-dörflichen Elternhaus gab es keine nennenswerten Bücher. Eingeprägt hat sich mir lediglich ein alpiner BildTextband von Luis Trenker, vor allem wegen seiner Schwarz-Weiß-Fotos. Dieses Buch habe ich immer wieder durchblättert, allein und auch mit Frau Dornis, einer Nachbarin, zu der ich manchmal hinüberging, wenn ich allein war. Sie richtete meine Aufmerksamkeit auf die abgebildeten Bergdörfer, genauer gesagt auf die Kirchlein, die niemals fehlten. Immer wieder spornte sie mich an, sie zu suchen. Ich muss offen lassen, was das in meinem Unterbewusstsein bewirkt hat.

By Heart – ein Tribut an den Geist

»Wenn ich zum stillen Rat in meiner Brust / Entbiete die Erinn’rung alter Tage ...« Wenn man auf die Bühne geht, um ein Gedicht auswendig zu lernen, kann dabei nur ein Geschenk rauskommen: Ein Geschenk an die Menschen,... [mehr]

»Wenn ich zum stillen Rat in meiner Brust / Entbiete die Erinn’rung alter Tage ...« Wenn man auf die Bühne geht, um ein Gedicht auswendig zu lernen, kann dabei nur ein Geschenk rauskommen: Ein Geschenk an die Menschen, das aus der Hochachtung für den Geist selbst stammt. Zu diesem Experiment lud der portugiesische Regisseur, Schauspieler und Leiter des ›Theatro National D. Maria II‹ Tiago Rodrigues im Rahmen des Weimarer Kunstfestes 2016 zehn Menschen ein. 

Erzählungen über Europa

Ich und Europa VI

Europa hört irgendwo hinter dem Ural auf: als verstumme es oder trockne allmählich aus. 1999 fuhr ich an den Stillen Ozean und übte die Langsamkeit und das Warten in einer Landschaft, die immer einsamer wurde. Aber ich... [mehr]

Europa hört irgendwo hinter dem Ural auf: als verstumme es oder trockne allmählich aus. 1999 fuhr ich an den Stillen Ozean und übte die Langsamkeit und das Warten in einer Landschaft, die immer einsamer wurde. Aber ich konnte keine genaue Stelle finden, wo Europa endet. In Wladiwostok fühlte ich mich sogar plötzlich wieder zuhause. Woran das lag, kann ich heute nicht mehr sagen. Aber ich glaube, Europa braucht Wasser und das Meer. 

Wort – Weg – Warte

Eine Liebeserklärung

Wenn die Welt Bühne wäre – ganz und gar? Ort der Erscheinung. So sehen sie vermutlich die zur Welt kommenden Kinder seit jeher. Neu ist jedoch die Tatsache, dass sich innerhalb der Welt dieselbe Wahrnehmung ergibt wie... [mehr]

Wenn die Welt Bühne wäre – ganz und gar? Ort der Erscheinung. So sehen sie vermutlich die zur Welt kommenden Kinder seit jeher. Neu ist jedoch die Tatsache, dass sich innerhalb der Welt dieselbe Wahrnehmung ergibt wie jenseits von ihr. Die selbstverständliche Erfahrungsweise ist inzwischen das Bild – nicht im Sinne der Analogie, der Abbildung oder der Trennung zwischen Sein und Schein, sondern als neue einheitliche Seinsqualität. Weltwirklichkeit als Bildwerdung – damit ist das Scheinbare nicht länger als Anschein zu verstehen. Weder vor dem Spiegel noch hinter dem Scheinwerfer ist die Quelle des Wirklichen aufzufinden. Den Schein nicht mehr als Ausdruck eines Ansich-Seienden zu erfahren, sondern darin den Entwurf eines Sich-Lichtenden zu sehen – so kommen wohl heute die Kinder zur Welt. Originalität lässt sich nicht mehr als Standbild auf unerschütterlichem Grund besichtigen. Nur im Prozess, in der Erscheinungssphäre, im vollen Licht öffentlicher Vorgänge kann sie geortet, bezogen, identifiziert werden.

Der Dichter als Vorsitzender

Zwei neue Bücher von und über Albert Steffen

Es mag übertrieben sein, von Albert Steffen als einem Unbekannten innerhalb der anthroposophischen Bewegung zu sprechen. Doch angesichts der Tatsache, dass Steffen nicht nur ein enger Mitarbeiter Rudolf Steiners war, sondern... [mehr]

Es mag übertrieben sein, von Albert Steffen als einem Unbekannten innerhalb der anthroposophischen Bewegung zu sprechen. Doch angesichts der Tatsache, dass Steffen nicht nur ein enger Mitarbeiter Rudolf Steiners war, sondern nach dessen Tod fast vierzig Jahre lang als Erster Vorsitzender die Anthroposophische Gesellschaft prägte, ist es eine höchst eigentümliche Tatsache, dass erst jetzt eine umfassende biografische Darstellung in Angriff genommen wird. Und auch sonst ist die Literatur dünn gesät. Seit 1984, als Steffens 100. Geburtstag mit mehreren Publikationen begangen wurde, sind ihm ganze drei Bücher gewidmet worden, von denen zwei sich mit den ›Kleinen Mythen‹ beschäftigen. Peter Selgs Studie: ›Albert Steffen – Begegnung mit Rudolf Steiner‹ (Dornach 2009) greift immerhin jenen Aspekt in Steffens Leben und Werk heraus, den dieser wohl auch selbst als zentral bezeichnet hätte.

Die Michael-Prophetie Rudolf Steiners

und das Zusammenwirken von Platonikern und Aristotelikern

Platonismus und Aristotelismus traten insbesondere in ihrer Wirkungsgeschichte als Polaritäten auf. Davon zeugt die Anknüpfung an die platonische Philosophie im frühen Mittelalter ebenso wie die Bezugnahme auf Aristoteles... [mehr]

Platonismus und Aristotelismus traten insbesondere in ihrer Wirkungsgeschichte als Polaritäten auf. Davon zeugt die Anknüpfung an die platonische Philosophie im frühen Mittelalter ebenso wie die Bezugnahme auf Aristoteles im Hochmittelalter. Auch Goethe beschreibt diesen Gegensatz in seiner ›Geschichte der Farbenlehre‹. Rudolf Steiner hingegen blickte immer wieder auf das Vermittelnde, ja auf die Zusammengehörigkeit der beiden Strömungen, was auch in seiner eigenen Biografie zum Ausdruck kam. Der Artikel wendet sich insbesondere der Frage nach der Michaelprophetie zu und kommt zu Beobachtungen, wie sich diese in der heutigen Zeit verwirklicht.