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Damian Dombrowski (Hg.) und Jochen Griesbach (Hg.):Augen & Blicke. Das Sehen in der bildenden Kunst von Alt-Ägypten bis zur Moderne

Blicke sagen mehr als Worte

Charles Lewinsky:Andersen. Roman

Simulation und Karikatur der Reinkarnation

Werner Ruf:Islamischer Staat & Co. Profit, Religion und globalisierter Terror

Syrischer Bürgerkrieg und Islamischer Staat

Fritz Edlinger (Hg.):Der Nahe Osten brennt. Zwischen syrischem Bürgerkrieg und Weltkrieg

Syrischer Bürgerkrieg und Islamischer Staat

Volker Leppin:Die fremde Reformation. Luthers mystische Wurzeln

Martin Luther als Ketzer und Mystiker

Volker Reinhardt:Luther der Ketzer. Rom und die Reformation

Martin Luther als Ketzer und Mystiker

Kurz notiert

Geld und der Wille der Zukunft

Zur bildungsART 2017

Reden über Geld und bewusst damit umzugehen, ist eine Fähigkeit, die gelernt sein will, denn es gibt kaum ein anderes Medium, das gleichzeitig so viel ermöglichen und so viel zerstören kann. Reden über Macht ist wesentlich,... [mehr]

Reden über Geld und bewusst damit umzugehen, ist eine Fähigkeit, die gelernt sein will, denn es gibt kaum ein anderes Medium, das gleichzeitig so viel ermöglichen und so viel zerstören kann. Reden über Macht ist wesentlich, um sich der Verantwortung bewusst zu werden, die wir tragen, sowohl wenn wir Macht ausüben als auch, wenn wir sie zusprechen. Reden über Freiheit und der Versuch, jeden Augenblick unabhängig zu sein, setzt voraus, dass wir zutiefst ehrlich mit uns selber werden.

Die Dinosaurier des Inneren

Eine Tagung zu ›Meditation und Selbsterkenntnis‹ in Stuttgart

Wer immer sich bemüht, einen inneren Weg zugehen, sich dem Höheren zu öffnen, sich mehr auf die Welt einzulassen oder überhaupt in irgendeiner Weise an sich zu arbeiten, merkt schnell, dass gute Vorsätze allein nicht... [mehr]

Wer immer sich bemüht, einen inneren Weg zugehen, sich dem Höheren zu öffnen, sich mehr auf die Welt einzulassen oder überhaupt in irgendeiner Weise an sich zu arbeiten, merkt schnell, dass gute Vorsätze allein nicht ausreichen. Wenn man sich bemüht, sich zu ändern, tauchen die Dinosaurier des Inneren auf: Muster, Gewohnheiten und Reaktionsweisen, von denen man manchmal meint, man durchschaue sie schon seit ewigen Zeiten. Aber da sind sie wieder – und überwunden hat man sie trotz aller Reflexionsfähigkeit noch immer nicht!

Im Dienste der Mit-Teilung

Zur Bedeutung von Bibliotheken für das Geistesleben

Kurz vor 19 Uhr kam noch Herr B., ein Lehrer aus der benachbarten Waldorfschule, durch die Bibliothekstür und brachte »fällige« Bücher zurück. Dann fragte er, ob ich einen knappen, handlichen Text wüsste, der erläutert,... [mehr]

Kurz vor 19 Uhr kam noch Herr B., ein Lehrer aus der benachbarten Waldorfschule, durch die Bibliothekstür und brachte »fällige« Bücher zurück. Dann fragte er, ob ich einen knappen, handlichen Text wüsste, der erläutert, was es mit dem »Gang der Menschheit« über die Schwelle auf sich habe. Warum vollzieht sich der unbewusst, und was heisst das eigentlich? Natürlich wusste er das – genauso wie ich – »irgendwie«. Augustin sagt über die »Zeit«, dass er wisse was Zeit ist, solange man ihn nicht danach frage, aber sobald er gefragt werde, wisse er es nicht mehr. Ähnlich ging es mir und vielleicht auch Herrn B. jetzt mit dem menschheitlichen Überschreiten der Schwelle. Das Thema »Schwelle« führt unmittelbar ins Herz der Anthroposophie und gehört doch sonst ganz und gar nicht zur Allgemeinbildung. Und deshalb ist es dann auch eine besondere Aufgabe, es einem andern zu erläutern, der nicht so tief in der Anthroposophie drinnen steckt. Da reicht es nicht, Inhalte des Informationsgedächtnisses auf dem Tisch auszubreiten wie: die Schwelle als die Grenze zwischen geistiger Welt und irdischer Welt, Trennung von Denken, Fühlen und Wollen, unbewusste Überschreiten im Unterschied zum bewussten Überschreiten etc. Es gilt das Thema zu greifen, es darzustellen. Die Wiederholung von Aussagen Steiners, herausgelöst aus deren besonderem Zusammenhang ist unbefriedigend. Gleichwohl aber bleiben diese Aussagen wichtige Bezugspunkte und Quellen. Im Bibliothekskatalog fand ich unter Eingabe der Sachwortkombination »Schwelle: unbewusst« schnell den Hinweis auf ein vielversprechendes Buch, aber Herr B. wollte etwas Kurzes. Mit dem zweiten Versuch, der Kombination »Schwelle: Menschheit« stellten sich dann auch mehrere Ergebnisse in Form von Zeitschriften-Aufsätzen ein, darunter ein Beitrag von Walter Johannes Stein mit dem Titel ›Die Menschheit geht über die Schwelle‹ aus dem ›Österreichischen Boten‹ von 1922. Aber auch Steiners Vortrag vom 11. April 1919 aus ›Vergangenheits- und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen‹ (GA 190) und weitere Bücher wurden von der Suchmaschine angeboten. Herr B. notierte sich den Vortrag, kopierte sich den Zeitschriften-Artikel von W. J. Stein und ging damit hinaus. Ich blieb etwas unbefriedigt zurück, da ich erwartet hatte, mehr zu finden, und wiederholte die Suche am nächsten Tag nochmal, aber nun mit etwas mehr  Ruhe in der Titel-Stichwort Zeile des Katalogs.

Arbeit am Mythos

Ich und Europa V

Ich bin im akademischen Jahr 2013/14 einer von 29 Kollegiaten des ›Studienkollegs zu Berlin‹ gewesen. Das Kolleg existierte von 2002 bis 2014, brachte zwölf Jahrgänge mit 407 Kollegiaten hervor – und endete mit meinem... [mehr]

Ich bin im akademischen Jahr 2013/14 einer von 29 Kollegiaten des ›Studienkollegs zu Berlin‹ gewesen. Das Kolleg existierte von 2002 bis 2014, brachte zwölf Jahrgänge mit 407 Kollegiaten hervor – und endete mit meinem Jahrgang. Es wurde als Initiative der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Kooperation mit dem Wissenschaftskolleg zu Berlin und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt. Wer die Website des Studienkollegs besucht, der findet dort – inzwischen in Vergangenheitsform – formuliert, was dessen Absicht gewesen ist: »Ziel des Studienkollegs zu Berlin war es, dem europäischen Führungsnachwuchs für seine künftigen Aufgaben in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und Verwaltung wichtige Kenntnisse über Ziele und Werte Europas mitzugeben. Es ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Europas Vielfalt im Kleinen zu erleben, und bot einen einzigartigen Raum, den eigenen Fragen an Europa nachzugehen – jenseits aller Fächer- und Ländergrenzen und Zwänge des universitären Betriebs.« Was wurde mir als »europäischem Führungsnachwuchs« über »Ziele und Werte Europas« mitgegeben? Und welchen »eigenen Fragen an Europa« bin ich nachgegangen?

Wie wir sind

Alle sind wir ein bisschen schräg drauf. Der eine kommt immer zu spät, der andere lacht so laut, dass die Nachbarn zusammenzucken. Einer gebraucht mit Genuss drastische Schimpfworte, ein anderer spricht immer so leise,... [mehr]

Alle sind wir ein bisschen schräg drauf. Der eine kommt immer zu spät, der andere lacht so laut, dass die Nachbarn zusammenzucken. Einer gebraucht mit Genuss drastische Schimpfworte, ein anderer spricht immer so leise, dass ihn drei Meter weiter keiner mehr versteht, und behält das auch nach der dritten Nachfrage unbeirrt bei. Der eine liebt förmliche Begrüssungen und gibt jedem die Hand, wenn er den Raum betritt, der andere schleicht zu seinem Stuhl, ohne die Augen vom Boden zu erheben, und noch ein anderer setzt sich so geräuschvoll hin, dass die Nachbarin, die in Meditation versunken zu sein scheint, irritiert die Augen öffnet.