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»Sogar weibliche Gottheiten waren im Spiel«

Ruth Renée Reif im Gespräch mit Peter Schäfer

»Die Erhöhung des Jesus von Nazareth als des Erstgeborenen vor aller Schöpfung, des menschgewordenen Gottes, des Sohnes Gottes, des Menschensohns, des Messias« – alle diese christlichen Vorstellungen einer göttlichen... [mehr]

»Die Erhöhung des Jesus von Nazareth als des Erstgeborenen vor aller Schöpfung, des menschgewordenen Gottes, des Sohnes Gottes, des Menschensohns, des Messias« – alle diese christlichen Vorstellungen einer göttlichen Zweisamkeit wurzeln im frühen Judentum, das ebenfalls viele Namen für einen zweiten Gott im Himmel hatte. Der Judaismus-Forscher Peter Schäfer stellt das Bild von einem jüdischen Monotheismus angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse infrage. In seinem Buch ›Zwei Götter im Himmel. Gottesvorstellungen in der jüdischen Antike‹ (C. H. Beck, München 2017) beschreibt er, wie sich das rabbinische Judentum, das sich nach der Zerstörung des Zweiten Tempels 70 nach unserer Zeitrechnung unter Federführung der Rabbinen herausbildete, angesichts des entstehenden Christentums wieder auf seine frühen Vorstellungen zweier Götter besann. Die Vorstellung eines zweiten Gottes im Himmel wurde von Rabbinen und jüdischen Mystikern über die Jahrhunderte weiterentwickelt.

In Wirklichkeit

Beobachtungen auf der ›documenta 14‹ in Athen

»Hiermit trete ich aus der Kunst aus.« Joseph Beuys – Hiermit schließe ich mich dem vorangestellten Aktionssatz an. Es ist Zeit, Stellung zu beziehen. Was soll man anfangen mit einer Kunstveranstaltung, die als Parallelwelt... [mehr]

»Hiermit trete ich aus der Kunst aus.« Joseph Beuys – Hiermit schließe ich mich dem vorangestellten Aktionssatz an. Es ist Zeit, Stellung zu beziehen. Was soll man anfangen mit einer Kunstveranstaltung, die als Parallelwelt fungiert – und keine Wärme, keine Zähmung, nichts an die wildfremde Wirklichkeit abgibt, dies aber zuvor ausdrücklich als ihr Anliegen formuliert: »In der Echtzeit, in der echten Welt zu agieren, in der wir leben wollen«? Die Rede ist von der ›documenta 14‹, deren erster Teil dieses Jahr in Athen stattfand. Ich war dort, ich kam, mich berühren zu lassen, denn: »Ich liebe Griechenland und Griechenland liebt mich«. Darum werde ich versuchen nicht mit einer Silbe abzuweichen in der Beschreibung dessen, was wirklich der Fall war.

Wahlfieber? Nein danke!

Eine Betrachtung zur Bundestagswahl und darüber hinaus

An anderer Stelle wurde schon erwähnt, wie oft in Schlagzeilen die Begriffe Fieber und Angst erscheinen und die Öffentlichkeit dadurch unterschwellig beeinflusst wird. Vor Wahlen wird durch eine... [mehr]

An anderer Stelle wurde schon erwähnt, wie oft in Schlagzeilen die Begriffe Fieber und Angst erscheinen und die Öffentlichkeit dadurch unterschwellig beeinflusst wird. Vor Wahlen wird durch eine starke Personalisierung, Massenkundgebunden, prägnante Slogans usw. tatsächlich eine Art »Fieber« erzeugt. Neue Versprechungen und (Schein-)Hoffnungen beleben dann die Politik. Andererseits kann das Pochen auf die Qualitäten des Gewohnten durchaus als ein Schüren von Angst verstanden werden. Schon auf Konrad Adenauers Wahlplakaten hieß es: »Keine Experimente«. Die Kanzlerin liegt mit ihrem »Weiter so« und der Behauptung »Deutschland geht es gut« auf der gleichen Linie. Allerdings kontrastiert der oft wiederholte Verweis auf ihre vermeintlichen Qualitäten mit den konkreten Ergebnissen ihrer Regierungszeit – wie Spreizung der Einkommen, Rechtspopulismus, eine gescheiterte Klimapolitik, die Kritik an Deutschlands Exportüberschüssen etc. Trotzden scheint die Kanzlerin auf viele Wähler immer noch überzeugend zu wirken. Wer sich die deutschen Wahlergebnisse der letzten 30 Jahre und deren Folgen anschaut, bemerkt aber auch, dass es fast bedeutungslos war, wer gewonnen hatte, denn alle mit der Regierung betrauten Parteien haben neoliberale Politik betrieben und dabei an Profil eingebüßt.

Zu diesem Heft

Philip Kovce:ICH SETZE ICH-SÄTZE. Egoismen

Levitation durch Ichsätze

Hannah Arendt und Günther Anders:Schreib doch mal hard facts über Dich. Briefe 1939 bis 1975

Wenig interessant

Juli Zeh:Unterleuten. Roman

Fallwild

Bernd Horn:Mein Weg zur Freiheit. Deutsch-deutsche Erlebnisse

Ein Freiheitssucher

Eva Johanna Schauer:Prinzessin Antonia von Württemberg und ihr Heilsweg auf der Teinacher Lehrtafel

Christlich-kabbalistische Keime der Anthroposophie

Kurz notiert

Umkehr des Willens

Zum VI. Forschungskolloquium Meditationswissenschaft

Unter dem Titel ›Die Erweckung der inneren Wahrnehmungskraft – Aktivierung des Denkens und Umkehr des Willens‹ fand am 12. Mai 2017 im Rudolf Steiner-Haus Stuttgart das VI. Forschungskolloquium Meditationswissenschaft... [mehr]

Unter dem Titel ›Die Erweckung der inneren Wahrnehmungskraft – Aktivierung des Denkens und Umkehr des Willens‹ fand am 12. Mai 2017 im Rudolf Steiner-Haus Stuttgart das VI. Forschungskolloquium Meditationswissenschaft der Akanthos-Akademie statt. Es gab fünf Beiträge und mehrere Gesprächsrunden mit den rund 30 Teilnehmern des Kolloquiums, das jährlich zweimal stattfindet.