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»Und wenn er sie beim Kragen hätte«

Zu ›Labortische zu Altären?‹ von Christoph Hueck in die Drei 7/2016

Johannes Greiner und Sivan Karnieli:Schau in dich – Schau um dich. Ein Buch zur Eurythmie

Ansporn und Stärkung

Kristin Helber:Verzerrte Sichtweisen – Syrer bei uns. Von Ängsten, Missverständnissen und einem veränderten Land

Umfassend und wertvoll

Wolfgang Hübner:Körper und Kosmos. Untersuchungen zur Ikonographie der zodiakalen Melothesie

Feinsinnig und kenntnisreich

Olaf Daecke:Kultur - Kunst – Wirtschaft. Portraits der baden-württembergischen Region Köngen und Wendlingen

In pädagogischer Provinz

Peter F. Tschudin:Megalithische Welten. Eine Spurensuche

Kartenhaus am Tellerrand

Dreigliederung und »Nervenfrage«

Eine Einladung zu einer Tagung in Belgien

1917 wird allgemein als ein geschichtliches Epochenjahr betrachtet. Die Russische Revolution, das Eingreifen Amerikas in den Ersten Weltkrieges, die Eroberung Jerusalems durch Großbritannien und die damit zusammenhängende... [mehr]

1917 wird allgemein als ein geschichtliches Epochenjahr betrachtet. Die Russische Revolution, das Eingreifen Amerikas in den Ersten Weltkrieges, die Eroberung Jerusalems durch Großbritannien und die damit zusammenhängende Balfour-Erklärung, die 32 Jahre später zur Gründung des Staates Israel führte – alles dieses ereignete sich in diesem Jahr. Es ist nicht schwer, in diesen Ereignissen die heutige Weltproblematik wie vorgebildet zu erkennen.

Das verschwundene Jesuskind

Die erzgebirgische Weihnachtspyramide kam mit der Post in einem grossen Paket: ein Familienerbstück, das nun in meinen Haushalt übergehen sollte. Vorsichtig zog ich die Einzelteile aus den überbordenden Mengen an Zeitungspapier... [mehr]

Die erzgebirgische Weihnachtspyramide kam mit der Post in einem grossen Paket: ein Familienerbstück, das nun in meinen Haushalt übergehen sollte. Vorsichtig zog ich die Einzelteile aus den überbordenden Mengen an Zeitungspapier und weichen Papierservietten heraus. Und da sich so große Haufen von altem Verpackungspapier ansammelten, entsorgte ich diese gleich in der Altpapiertonne draussen im winterlichen Dunkel des Voradventssamstagabends.

Fundstück XIX – Ein Freund nachdenklicher Stunden

In einem Regal, weit hinten in den Tiefen des Archivs hängt, zwischen vielen Portraits Rudolf Steiners und anderen Zeugnissen der Malerei, eine große gerahmte Radierung. Denkbar schlicht ist der mittelbraune Holzrahmen... [mehr]

In einem Regal, weit hinten in den Tiefen des Archivs hängt, zwischen vielen Portraits Rudolf Steiners und anderen Zeugnissen der Malerei, eine große gerahmte Radierung. Denkbar schlicht ist der mittelbraune Holzrahmen – an manchen Stellen angeschlagen, jedoch liebevoll ausgebessert. Das wellige, etwas grobe Papier zeigt Spuren, die wohl der Zahn der Zeit hinterlassen hat; sodass sich ein Gefühl der Erleichterung einstellt, es nunmehr hinter Glas gut aufgehoben zu sehen.

Der (Stief-)Vater des Vaterlandes

Zur bayerisch-tschechischen Landesausstellung 2016/17 über Karl IV.

Die große bayerisch-tschechische Landesausstellung, die am 15. Mai pünktlich zum 700. Geburtstag Karls IV. in Prag eröffnet wurde und nun bis zum 5. März 2017 in Nürnberg zu sehen ist, wird mit sparsamen Worten angekündigt:... [mehr]

Die große bayerisch-tschechische Landesausstellung, die am 15. Mai pünktlich zum 700. Geburtstag Karls IV. in Prag eröffnet wurde und nun bis zum 5. März 2017 in Nürnberg zu sehen ist, wird mit sparsamen Worten angekündigt: »1316 | *700 | 2016 | Karl IV. | Prag/Nürnberg«. Wer auf der Autobahn zwischen diesen Städten unterwegs ist, wird immer wieder auf die ›Via Carolina‹ hingewiesen, welche die enge Verbindung beider Orte im Leben und Wirken dieses spätmittelalterlichen Herrschers symbolisiert. Indessen wird gerade im Vergleich dieser Orte ein großer Unterschied deutlich, denn wer durch Prag geht, wird vielfach – und nicht nur an den einschlägigen tourist spots – mit dem bedeutenden Kaiser konfrontiert; doch einer wie geringen Zahl von Menschen bei uns in Deutschland ist Karl IV. geläufig! Am Ende der Ausstellung wird das sogar thematisiert: Ganz unterschiedliche Narrative sind hierzulande und in Tschechien mit seiner Person verbunden. Wäre es nicht – wenn es doch das Ziel sein muss, viele Menschen zu erreichen – sinnvoll gewesen, sich von vornherein etwas mehr Gedanken über eine angemessene, ja volkspädagogische Präsentation zu machen?

»Eine Plastik ist kein Objekt, sie ist eine Fragestellung«

Alberto Giacometti und Bruce Nauman – Zur Produktivität einer Konfrontation in der Frankfurter Schirn

Alberto Giacometti und Bruce Nauman in einer Ausstellung? Das schien mir etwas abwegig und wenig verlockend – bis ich sie gesehen und die kluge Einführung der Kuratorin Esther Schlicht gehört hatte. Sie machte zunächst... [mehr]

Alberto Giacometti und Bruce Nauman in einer Ausstellung? Das schien mir etwas abwegig und wenig verlockend – bis ich sie gesehen und die kluge Einführung der Kuratorin Esther Schlicht gehört hatte. Sie machte zunächst deutlich: Die beiden einzelgängerischen Künstler aus verschiedenen Generationen und Erdteilen – Giacometti lebte von 1901 bis 1966 (am 10. Oktober 2016 war sein 50. Todestag) im schweizerischen Bergell und in Paris, Nauman wurde 1941 in den USA geboren – sind sich nie begegnet und der jüngere hat sich auch nie auf den älteren bezogen.