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Gute Wortwahl?

Ein Kommentar zum ›Wort‹ und zum ›Unwort‹ des Jahres 2016

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) wählt seit 1977 regelmäßig das ›Wort des Jahres‹ bzw. die ›Wörter des Jahres‹. Auch für 2016 benannte die GfdS »jene zehn Wörter und Wendungen, die den öffentlichen... [mehr]

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) wählt seit 1977 regelmäßig das ›Wort des Jahres‹ bzw. die ›Wörter des Jahres‹. Auch für 2016 benannte die GfdS »jene zehn Wörter und Wendungen, die den öffentlichen Diskurs des Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben.« Diese Wörter sind: 1. Postfaktisch, 2. Brexit, 3. Silvesternacht, 4. Schmähkritik, 5. Trump-Effekt, 6. Social Bots, 7. schlechtes Blut, 8. Gruselclown, 9. Burkiniverbot, und – als ›Satz des Jahres‹ – : 10. Oh, wie schön ist Panama.

Manipulativer Journalismus

Zwei Bücher zur Medien-Krise

Im vergangen Jahr sind zwei Bücher erschienen, die auf seriöse, wissenschaftlich fundierte Art und Weise die Ursachen des zunehmenden Misstrauens untersuchen, das viele Menschen gegenüber den Mainstream-Medien empfinden:... [mehr]

Im vergangen Jahr sind zwei Bücher erschienen, die auf seriöse, wissenschaftlich fundierte Art und Weise die Ursachen des zunehmenden Misstrauens untersuchen, das viele Menschen gegenüber den Mainstream-Medien empfinden: ›Mainstream – Warum wir den Medien nicht mehr trauen‹ von Uwe Krüger und ›Lückenpresse – Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten‹ von Ulrich Teusch.*

Thanatos

Mein Biowarenhändler ist ein Zyniker. Das Attentat in Berlin kommentiert er mit den Worten: »Offenbar war einer von Merkels Gästen am Werk. Es wird geliefert wie bestellt.« Ich schweige. Was soll ich dazu sagen? In mir... [mehr]

Mein Biowarenhändler ist ein Zyniker. Das Attentat in Berlin kommentiert er mit den Worten: »Offenbar war einer von Merkels Gästen am Werk. Es wird geliefert wie bestellt.« Ich schweige. Was soll ich dazu sagen? In mir entsteht eine Frage: Wie mag es in der Seele eines Menschen aussehen, der töten will?

Und wieder ein Sommer ...

Beobachtungen aus Sibirien

Es sind die letzten Tage eines erfüllten, abenteuerlichen und arbeitsreichen Sommers in Sibirien, die ich noch einmal am Baikalsee auf Olchon verbringe, jener Insel im größten Süßwassersee der Welt, die einst von ihren... [mehr]

Es sind die letzten Tage eines erfüllten, abenteuerlichen und arbeitsreichen Sommers in Sibirien, die ich noch einmal am Baikalsee auf Olchon verbringe, jener Insel im größten Süßwassersee der Welt, die einst von ihren Bewohnern als »die Heiligste« verehrt wurde. Sie bietet eine zauberhafte landschaftliche Vielfalt. Doch seit die Insel 2005 Elektrizität erhalten hat, erobern ausländische – vornehmlich aus China – und russische Touristen sie zunehmend für sich.

Der große Vorsitzende

Innenansichten der Regierung Trump

Von allen Rivalen Donald Trumps im republikanischen Vorwahlkampf galt John Kasich, seines Zeichens Gouverneur des Bundesstaates Ohio, allgemein als der ernsthafteste und vernünftigste. Wenige Wochen nachdem er Anfang Mai... [mehr]

Von allen Rivalen Donald Trumps im republikanischen Vorwahlkampf galt John Kasich, seines Zeichens Gouverneur des Bundesstaates Ohio, allgemein als der ernsthafteste und vernünftigste. Wenige Wochen nachdem er Anfang Mai 2016 als letzter aus dem Rennen ausgeschieden war und damit Trump der Weg zur Nominierung offenstand, erhielt einer seiner Berater angeblich einen Anruf von Trumps ältestem Sohn: Ob Kasich daran interessiert sei, der mächtigste Vizepräsident aller Zeiten zu werden? Auf die Frage, wie das denn aussehen solle, habe Donald Trump jr. erklärt, dass der Vizepräsident für die Aussen- und Innenpolitik verantwortlich sein solle. Und wofür sei Trump dann verantwortlich? Worauf die lässige Antwort erfolgt sei: »Make America great again.«

Das Ende der westlichen Welt?

Donald Trump als Präsident

In dem angeblich schmutzigsten Wahlkampf der US-amerikanischen Geschichte hat entgegen allen Voraussagen ein milliardenschwerer politischer Aussenseiter und Quereinsteiger die Wahl zum Präsidentenamt gewonnen. Dieser Wahlsieg... [mehr]

In dem angeblich schmutzigsten Wahlkampf der US-amerikanischen Geschichte hat entgegen allen Voraussagen ein milliardenschwerer politischer Aussenseiter und Quereinsteiger die Wahl zum Präsidentenamt gewonnen. Dieser Wahlsieg dürfte weder alleine der populistischen Stimmungsmache Trumps noch manipulativer russischer Einmischung von außen zu verdanken sein. Dennoch gilt: Mit dem Versprechen, Amerika »wieder groß« zu machen und der operettenhaften Selbstinszenierung als Volkstribun im unermüdlichen Kampf gegen die moralische und politische Verkommenheit des Washingtoner Polit- und Medienestablishments konnte Trump Stimmen bei genau jenen Wählerschichten gewinnen, die einmal das klassische Klientel der Demokratischen Partei gewesen waren.