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Erhellende Exegese

Christoph Huecks Monografie ›Intuition - das Auge der Seele‹

»Ein richtig verfasstes anthroposophisches Buch«, so Rudolf Steiner 1924 in seiner Autobiografie ›Mein Lebensgang‹, »soll ein Aufwecker des Geistlebens im Leser sein, nicht eine Summe von Mitteilungen.« Diese Anforderung... [mehr]

»Ein richtig verfasstes anthroposophisches Buch«, so Rudolf Steiner 1924 in seiner Autobiografie ›Mein Lebensgang‹, »soll ein Aufwecker des Geistlebens im Leser sein, nicht eine Summe von Mitteilungen.« Diese Anforderung erfüllt in vollem Umfang Christoph Huecks Monografie über die ›Darstellung des intuitiven Erkennens im schriftlichen Werk Rudolf Steiners‹ – ein Buch, von dem man sich wünscht, es wäre fünfzig Jahre früher erschienen.

Abschied von der Meister-Autorität

Zu SKA Bd. 6: ›Theosophie – Anthroposophie‹

Christian Clement bleibt seinem Fahrplan treu. Ende 2016 legte er Band 6 der kritischen Ausgabe von Rudolf Steiners Schriften vor, der die ›Theosophie‹ und das Fragment ›Anthroposophie‹ aus dem Jahre 1910 enthält,... [mehr]

Christian Clement bleibt seinem Fahrplan treu. Ende 2016 legte er Band 6 der kritischen Ausgabe von Rudolf Steiners Schriften vor, der die ›Theosophie‹ und das Fragment ›Anthroposophie‹ aus dem Jahre 1910 enthält, wie immer mit sauber dokumentierter Textentwicklung, einer 126-seitigen Einleitung und ca. 100 Seiten Stellenkommentaren. Ein Vorwort des schwedischen Esoterik-Forschers Egil Asprem eröffnet die Ausgabe.

Große Freiheit

Zu ›Freiheit und Schicksal‹ von Renatus Ziegler

Wer an eine Philosophie der Wiederverkörperung den Anspruch eines Gottesbeweises stellt, der wird mit ihr ebenso scheitern wie mit einem solchen. Wer allerdings darauf aus ist, nicht diese oder jene Wiederverkörperung zu... [mehr]

Wer an eine Philosophie der Wiederverkörperung den Anspruch eines Gottesbeweises stellt, der wird mit ihr ebenso scheitern wie mit einem solchen. Wer allerdings darauf aus ist, nicht diese oder jene Wiederverkörperung zu beweisen, sondern aufzuzeigen, dass der Verkörperung Kräfte innewohnen, die auch eine Wiederverkörperung möglich erscheinen lassen, der ist auf ebenso fruchtbarem Weg wie jener, der nicht den Beweis Gottes anstrebt, sondern in der erschaffenen Welt Indizien der Schöpfungsfähigkeit aufspürt.

Auferstehung im Tode?

Zum Buch ›Auferstehung denken‹ von Matthias Remenyi

In die Drei 3/2016 findet sich eine ausführliche Besprechung des kurz vorher erschienenen dreibändigen Werkes ›Auferstehung. Die Auferstehung im Werk Rudolf Steiners‹ von Frank Linde. Wenige Monate später kam das Buch... [mehr]

In die Drei 3/2016 findet sich eine ausführliche Besprechung des kurz vorher erschienenen dreibändigen Werkes ›Auferstehung. Die Auferstehung im Werk Rudolf Steiners‹ von Frank Linde. Wenige Monate später kam das Buch ›Auferstehung denken‹ von Mathias Remenyi heraus. Für die Leserschaft dieser Zeitschrift stehen sich damit ein anthroposophisches und ein theologisches Werk zum selben Thema gegenüber, letzteres als Teil einer ausgedehnten Fachliteratur. Beide Bücher sind dem Themenkreis »Eschatologie« zuzurechnen.

Anthroposophische Gesellschaft und Hochschularbeit im 21. Jahrhundert

Chancen und Hemmnisse

Unter dem propädeutischen Motto: »Vorstudium der Geisteswissenschaft« beschäftigt sich ein Kreis Berliner Forscherinnen und Forscher seit über zwei Jahrzehnten mit der Frage, wie das heutige, an der Gegenstandswelt geschulte... [mehr]

Unter dem propädeutischen Motto: »Vorstudium der Geisteswissenschaft« beschäftigt sich ein Kreis Berliner Forscherinnen und Forscher seit über zwei Jahrzehnten mit der Frage, wie das heutige, an der Gegenstandswelt geschulte naturwissenschaftliche Bewusstsein in der Auseinandersetzung mit der Anthroposophie eine Steigerung und Fortbildung erfahren könnte, ohne dass wissenschaftsferne Verhaltensweisen – wie das Suchen nach religiöser Befriedigung auf Kosten des kritischen Erkenntnisstrebens, das politische Taktieren auf der Suche nach Mehrheiten und »Erfolg« oder das operationale Schielen nach Honorierung seitens der Vertreter des akademisch-universitären Mainstreams – diesen Anspruch überlagern oder sogar gänzlich zunichte machen. Die kürzlich erschienene Studie ›Zurüstungen‹ von Lutz Liesegang erwuchs aus der intimen Arbeit dieses Kreises, an der auch der Rezensent in bestimmten Abständen mitgewirkt hat. Im Folgenden sei dieses Buch ausführlicher besprochen, da es meiner Ansicht nach eine Reihe bedeutsamer Fragen im Hinblick auf das Selbstverständnis und die Zukunft einer Hochschule für Geisteswissenschaft (d.h. Anthroposophie) aufwirft.

Von der Schwierigkeit, eine wissenschaftliche Gesprächskultur zu entwickeln

Zum ›Kolloquium mit dem Herausgeber der Kritischen Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners‹ am 23. April im Rudolf Steiner Haus Stuttgart

Zweimal Band 2 – Aspekte einer Edition

Auferstehung Christi und des Menschen

Annäherung an ein Grundlagenwerk

Der Glaube an die leibliche Auferstehung Jesu Christi nach dem Tod am Kreuz ist der Ursprungsimpuls zur Entstehung des Christentums als heiliger Gemeinschaft. Der Auferstehungsglaube begründet sich aus den Erscheinungen... [mehr]

Der Glaube an die leibliche Auferstehung Jesu Christi nach dem Tod am Kreuz ist der Ursprungsimpuls zur Entstehung des Christentums als heiliger Gemeinschaft. Der Auferstehungsglaube begründet sich aus den Erscheinungen des Auferstandenen vor einer Reihe von Zeugen und aus dem Aufleben der Auferstehungskraft in Einzelnen oder in Gruppen im Laufe der Geschichte, schließlich aus dem Überzeugungspotenzial der christlichen Philosophie und Theologie. Die Wirkung dieser Glaubensbestätigungen ist in neuerer Zeit stark zurückgegangen.

Flüchtlingsschicksal – Menschheitsschicksal

Was ist gegenwärtige Michael-Kultur?

Die Jahrestagung der Anthroposophischen Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen am 7. November 2015 in Bochum wurde durch zwei Beiträge eingeleitet. Barbara Schiller von ›stART international‹ berichtete aus der Perspektive... [mehr]

Die Jahrestagung der Anthroposophischen Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen am 7. November 2015 in Bochum wurde durch zwei Beiträge eingeleitet. Barbara Schiller von ›stART international‹ berichtete aus der Perspektive der Notfallpädagogik sehr bewegend und lebendig von den Schicksalen und Problemen der Flüchtlinge, vor allem der verzweifelten Lage vieler Kinder. Demgegenüber sollte das hier folgende – für die Wiedergabe im Druck gekürzte und bearbeitete – Referat aus geisteswissenschaftlicher Sicht gedankliche Hilfen zum Verstehen und Einordnen der Ereignisse in größere Zusammenhänge geben.

Zur Symptomatologie unserer Zeit

Der ISIS-Terror und die göttliche Isis

Der Autor entwickelt im Zusammenhang mit dem Terror des ISIS eine Hypothese, die eine andere Sichtweise und ein anderes Verständnis dieses weltgeschichtlichen Rätsels des Terrors ermöglicht als die der Medienberichte.... [mehr]

Der Autor entwickelt im Zusammenhang mit dem Terror des ISIS eine Hypothese, die eine andere Sichtweise und ein anderes Verständnis dieses weltgeschichtlichen Rätsels des Terrors ermöglicht als die der Medienberichte. Er wendet sich dabei an die Aktivität der Leserinnen und Leser, indem er mit Intervallen arbeitet. Die Überbrückung der nicht ausgesprochenen, aber im ganzen Duktus angesprochenen Zwischenräume ist somit der Gestaltung der Mitdenkenden anvertraut. Er sieht in den Menschen, die sich diesem »heiligen Krieg« weihen, Opfer und Täter zugleich. Die Projektion, die das verängstigte Bewusstsein auf die Täter richtet, kann sich durch die Arbeitshypothese aus der Umklammerung der Angst und des Nicht-Verstehens lösen und in ein Anteil nehmendes geistig getragenes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Welt verwandeln.

Erkenntnisgrundlagen einer Spirituellen Psychologie

Herkunft oder Zukunft?

Gedanken und Fragen bei der Lektüre von Sergej O. Prokofieffs Buch Das Rätsel des Demetrius