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Das Grundeinkommen als Silicon Valley-Strategie

Das Grundeinkommen – Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung III

Es gibt einen Zwang zur Arbeit, der in der Natur des Menschen begründet ist. Wie kann dieser von der Gemeinschaft so getragen werden, dass er keinen Widerspruch zur Freiheit darstellt? Was bedeutet es, wenn der »freie Geistesarbeiter«... [mehr]

Es gibt einen Zwang zur Arbeit, der in der Natur des Menschen begründet ist. Wie kann dieser von der Gemeinschaft so getragen werden, dass er keinen Widerspruch zur Freiheit darstellt? Was bedeutet es, wenn der »freie Geistesarbeiter« nicht mehr nach den Bedingungen seines Einkommens fragen muss? Die beiden ersten Teile der Serie haben gezeigt, dass eine Vereinigung von Wirtschaft und Freiheit nur möglich ist, wenn die vorhandene Gesamtarbeitszeit so geteilt wird, dass jeder neben der Arbeit noch seinen geistigen Impulsen folgen kann. Teil III der Serie verdeutlicht, warum dies nicht im Interesse vieler Kapitaleigentümer liegt. Sie benötigen die Spaltung der Gesellschaft in Arbeitslose und Arbeitende für den eigenen Machterhalt – und treiben gerade deshalb die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens voran.

Das Grundeinkommen kommt mit seinen Fragen

Das Grundeinkommen: Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung II

Im 1. Teil dieser Serie (vgl. die Drei 1-2/2018) wurde begründet, warum ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht auf die Annahme gestützt werden kann, Maschinen würden Menschen von der Arbeit freistellen. Der Zwang zur... [mehr]

Im 1. Teil dieser Serie (vgl. die Drei 1-2/2018) wurde begründet, warum ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht auf die Annahme gestützt werden kann, Maschinen würden Menschen von der Arbeit freistellen. Der Zwang zur Arbeit ist in der Natur der arbeitsteiligen Weltwirtschaft begründet und kann daher nicht abgeschüttelt werden. Daneben gibt es Abhängigkeiten von Rechtsformen, die bewirken, dass der »Mehrwert« der voranschreitenden Arbeitsteilung zunehmend einer kleinen Personengruppe zufließt. Die Grundeinkommensbewegung möchte eigentlich diese Einkommen umverteilen, verliert dabei aber die Bedeutung der materiellen Arbeit aus dem Blick. Der II. Teil zeigt auf, wie falsch gestellte Fragen in eine Ökonomisierung des Geisteslebens hineinführen, anstatt die Klärung des Verhältnisses von Geistesleben und Wirtschaftsleben als Dreh- und Angelpunkt der zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklung zu begreifen.

Die Abhängigkeit des Einkommens von der menschlichen Arbeit

Das Grundeinkommen: Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung I

Verhältnisse, durch die der Mensch genötigt ist, Motiv, Inhalt und Umfang seiner Arbeit an einem »Preis« zu orientieren, den er für seine Arbeit auf einem »Arbeitsmarkt« erzielen kann, bringen ihn unter seine Menschenwürde... [mehr]

Verhältnisse, durch die der Mensch genötigt ist, Motiv, Inhalt und Umfang seiner Arbeit an einem »Preis« zu orientieren, den er für seine Arbeit auf einem »Arbeitsmarkt« erzielen kann, bringen ihn unter seine Menschenwürde herunter. Die Aussicht auf Einkommen, bzw. die schiere Überlebensangst definieren dann nämlich, wie er sich in die Gesellschaft eingliedert. Indem sie die Arbeit mittels Einkommen erpresst, beraubt sich die Gesellschaft des Zuflusses wirklich motivierter, sinnvoller Arbeit. Diejenigen Werte, die ein Mensch aufgrund seiner individuellen Fähigkeiten in Freiheit hervorbringen würde, werden der Gemeinschaft entzogen. Daraus folgt: Ein Einkommen erzielen und für die Gemeinschaft arbeiten – das müssen zwei vollkommen getrennte Vorgänge sein.

Auf dem Weg zu einem neuen Arbeitsbegriff

Zu ›Soziale Zukunft: Das Bedingungslose Grundeinkommen‹

»Wie wollen wir künftig miteinander leben und arbeiten?« – so regt ein neuer Sammelband aus dem Verlag Freies Geistesleben auf seinem Buchrücken den Leser zu einer vertieften Betrachtung der Thematik des Bedingungslosen... [mehr]

»Wie wollen wir künftig miteinander leben und arbeiten?« – so regt ein neuer Sammelband aus dem Verlag Freies Geistesleben auf seinem Buchrücken den Leser zu einer vertieften Betrachtung der Thematik des Bedingungslosen Grundeinkommens an. Der Herausgeber Philip Kovce spricht in seinem kurzen Vorwort davon, dass die Debatte Åtüberraschende Übereinstimmungen ebenso bereithält wie ärgerliche Missverständnisse«. Ersteres kann jeder Leser nachvollziehen, doch worin die »ärgerlichen Missverständnisse« bestehen bleibt leider ungewiss, zumal auch die Befürworter in vieler Hinsicht verschiedene Modelle und Positionen vertreten. In alphabetischer Reihenfolge sind 30 Plädoyers von Autorinnen und Autoren veröffentlicht, 21 von Befürwortern und 9 von Kritikern des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE).

Wenn Gedanken handgreiflich werden

Fünf Anmerkungen zum ›Manifest zum Grundeinkommen‹

Wenn ich etwas unbedingt will, wirkt es gewollt. Wenn ich nicht so genau weiß, was ich will, nicht einmal, ob ich leben will, dann tauge ich nicht für das Grundeinkommen. In der Ehe wirkt die Liebe gewollt – wenn ich... [mehr]

Wenn ich etwas unbedingt will, wirkt es gewollt. Wenn ich nicht so genau weiß, was ich will, nicht einmal, ob ich leben will, dann tauge ich nicht für das Grundeinkommen. In der Ehe wirkt die Liebe gewollt – wenn ich nicht weiß, ob ich meinen momentanen Partner ein Leben lang an meiner Seite haben will, tauge ich nicht für die Ehe. Obwohl es beim Grundeinkommen und in Ehen natürlich weniger um die Tauglichkeit eines Menschen geht als um die Tauglichkeit eines gemeinsamen Entschlusses. Oder eigne ich mich, wenn ich nicht weiß, was ich will, für das Grundeinkommen gerade besonders gut? Denn seine Quelle wie sein Ziel ist die Freiheit, und die ist auch die Freiheit des Anderswollenden oder gar des nichts Wollenden. Freiheit ist auch die Freiheit, unbedingt das tun zu wollen, was ich nicht will. Es ist die Freiheit, sowohl das Leben eines Taugenichts zu führen als auch das Leben eines Workaholics. »Der Wille des Menschen ist unantastbar.« (Häni & Kovce, 70. These: ›Grundgesetz‹.)