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Erkennen statt Beruhigen

Zu ›Abschied von der Meister-Autorität‹ von Christoph Hueck in die Drei 3/2017

Josef Gelmi:Cusanus – Leben und Wirken des Universalgenies Nikolaus von Kues

Cusanus in Kürze

Beat Frei:Das Volksmärchen und die Entwicklung des Herzdenkens

Vielfältige Anregungen

Walter Weber:Der Druide von Aiona – Eine hybernische Einweihung

Erinnerungen an ein früheres Leben

Steffen Hartmann:Die Michael-Prophetie Rudolf Steiners und die Jahre 2012 bis 2033

Reales Schicksalsnetz

Kurz notiert

Wachsamkeit

Ich und Europa X

Wachsamkeit west als Gegenwart des Ich. In dieser Gegenwart knospet das Ich in jedem Augenblick als Freiheit von sich selbst und von anderem, jenseits von innen und außen: generative Leere eines bewussten Wollens, das in... [mehr]

Wachsamkeit west als Gegenwart des Ich. In dieser Gegenwart knospet das Ich in jedem Augenblick als Freiheit von sich selbst und von anderem, jenseits von innen und außen: generative Leere eines bewussten Wollens, das in der empfindsamen Begegnung mit jedem Augenblick, Ereignis oder Wesen zu einer konkreten Form der Freiheit blühen kann; empfindsame, wache und freie Begegnung, die – durch ein denkendes Tätigsein entstehend – den uneingeschränkt dialogischen Charakter der authentischen Natur des Denkens offenbart. Die Bildung und Pflege dieses wachsamen, warmen Wollens, dieses dialogischen, lichtvollen Denkens, d.h. eine Kultur der denkenden Wachsamkeit im Ich, will ich als eigenen Klang von Europas Schicksal wahrnehmen.

Netzwerk einer verkannten Stadt

Zur Ausstellung ›revonnaH. Kunst der Avantgarde in Hannover 1912-1933‹ im Sprengel Museum Hannover

Nach meiner ersten Besichtigung der Ausstellung habe ich mich gefragt: Welche Art der Darstellung war für dich am eindrücklichsten, welches Werk wirst du als Besonderheit in Erinnerung behalten? Das dunkle Ölgemälde mit... [mehr]

Nach meiner ersten Besichtigung der Ausstellung habe ich mich gefragt: Welche Art der Darstellung war für dich am eindrücklichsten, welches Werk wirst du als Besonderheit in Erinnerung behalten? Das dunkle Ölgemälde mit den ausdrucksstarken Gesichtern oder die archetypisch wirkende Maske? Die in Öl auf Sperrholz gemalte alte Frau im Bett oder der Frauenkopf aus rotem Stein? Die völlig abstrakte Komposition mit Holzrahmenfragment und Holzkugelsegment oder das Foto von einem dürren Bäumchen in karger Winterlandschaft? Das realitätsnahe Bild einer Menschenschlange vor dem Arbeitsamt oder das stark vereinfachte, von Farbflächen geprägte Plakat? Was muss das für eine gärende Zeit in Hannover gewesen sein, in der all diese unterschiedlichen Werke geschaffen oder ausgestellt wurden!

Das Färberlein als erster Filmregisseur

Zur Ausstellung ›Tintoretto – A Star Was Born‹ im Wallraf-Richartz-Museum Köln

Venedig war eine der bevölkerungsreichsten Großstädte Europas, als Jacopo Robusti 1518 oder 1519 geboren wurde – als Sohn eines Färbers, daher sein Künstlername »Tintoretto« (»Färberlein«). Bereits 1538, also... [mehr]

Venedig war eine der bevölkerungsreichsten Großstädte Europas, als Jacopo Robusti 1518 oder 1519 geboren wurde – als Sohn eines Färbers, daher sein Künstlername »Tintoretto« (»Färberlein«). Bereits 1538, also mit etwa 20 Jahren, war er ein ausgewiesener Meister mit eigener Werkstatt. Das war auch nötig, um sich gegen die allgegenwärtige Konkurrenz durchzusetzen, denn Venedig war ebenso eine der europäischen Hauptstädte der Kunst.

Die blauen Fenster

Zweite Betrachtung zu den Fenstermotiven im Großen Saal des Goetheanums

Wir lassen den Bereich der grünen Fenster hinter uns und öffnen uns dem Blau. Würde man sich mit dieser Farbe identifizieren, sagt Rudolf Steiner, »so würde man durch die Welt gehen, indem man das Bedürfnis empfindet,... [mehr]

Wir lassen den Bereich der grünen Fenster hinter uns und öffnen uns dem Blau. Würde man sich mit dieser Farbe identifizieren, sagt Rudolf Steiner, »so würde man durch die Welt gehen, indem man das Bedürfnis empfindet, mit dem Blau immer weiter und weiter fortzuschreiten, den Egoismus in sich zu überwinden, gleichsam makrokosmisch zu werden, Hingabe zu entwickeln. [...] Wie begnadet von göttlicher Barmherzigkeit würde man sich fühlen, wenn man also durch die Welt geht.« Derart gestimmt können wir in das innige, schöne und ausgewogene Blau – das durch Kobalt und Kupferoyxyde gefärbt wurde – eintauchen.

Das Wort von Herz zu Herz

Eine weihnachtliche Bildbetrachtung

In einer mittelalterlichen Miniatur gibt es ein Bild der Begegnung von Maria und Elisabeth, die beide ihr Kind unter dem Herzen tragen. Der Maler hat das Herz der Frauen jedoch geöffnet, so dass die Kinder selbst sichtbar... [mehr]

In einer mittelalterlichen Miniatur gibt es ein Bild der Begegnung von Maria und Elisabeth, die beide ihr Kind unter dem Herzen tragen. Der Maler hat das Herz der Frauen jedoch geöffnet, so dass die Kinder selbst sichtbar werden. Was er gemalt hat, ist nicht nur die Geschichte von Maria und Elisabeth, die sich begegnen und deren Kinder sich – in Wirklichkeit – im Bauch bewegen, sondern er hat ein eigentliches Herzbild gemalt. Er zeigt uns die Kraft und Fähigkeit des Herzens, und er führt uns mit diesem Bild in jenen Bereich, der einst in der Begegnung der beiden Frauen und ihrer Kinder sich öffnete und der (in der Zeit vor Weihnachten) immer wieder neu aufgesucht werden kann.