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Fenster zur Ewigkeit

Die Esoterik der moralischen Phantasie und das historische Bewusstsein

Für die zweite Auflage (1918) hat Rudolf Steiner sein Buch Die Philosophie der Freiheit wesentlich ergänzt und erweitert. Durch die vertiefte Darstellung des intuitiven Denkens wurde Die Philosophie der Freiheit... [mehr]

Für die zweite Auflage (1918) hat Rudolf Steiner sein Buch Die Philosophie der Freiheit wesentlich ergänzt und erweitert. Durch die vertiefte Darstellung des intuitiven Denkens wurde Die Philosophie der Freiheit in Einklang mit dem anthroposophischen Erkenntnisweg gebracht. Der zweite Teil des Buches ist gekennzeichnet durch die beiden Zentralbegriffe »moralische Intuition« und »moralische Phantasie«. Durch letztere ist der handelnde Mensch unmittelbar an die mitmenschliche und natürliche Welt angeschlossen, die Freiheitsphilosophie ist als weltfähig nachgewiesen. Steiner hat zwischen 1895 und 1924 immer wieder auf die Bedeutung der moralischen Phantasie aufmerksam gemacht, zuletzt im zehnten Kapitel seiner Autobiografie Mein Lebensgang. Die auf moralischer Phantasie beruhenden Taten haben stets aktuellen Situationsbezug, sie sind historisch bedingt.

Asymmetrie zwischen gedachter und wirklicher Existenz

Hadrien France-Lanord zur Begegnung zwischen Paul Celan und Martin Heidegger

Heidegger und der Antisemitismus

Die Herausgabe der Schwarzen Hefte Martin Heideggers im Frankfurter Klostermann Verlag hat eine heftige Debatte ausgelöst.1 Sie geht weit über diejenigen hinaus, in denen bereits früher um die nationalsozialistische Vergangenheit... [mehr]

Die Herausgabe der Schwarzen Hefte Martin Heideggers im Frankfurter Klostermann Verlag hat eine heftige Debatte ausgelöst.1 Sie geht weit über diejenigen hinaus, in denen bereits früher um die nationalsozialistische Vergangenheit des Großphilosophen gerungen wurde. Sie enthalten Passagen mit eindeutig antisemitischem Inhalt. Das ist neu und bestürzend. Heidegger galt als Wegbegleiter der Nazis, nicht aber als Antisemit. Mit dem Bekanntwerden dieser Textstellen in den bisher nicht publizierten Aufzeichnungen – sie erscheinen nach Heideg­gers eigenem Willen erst jetzt zum Abschluss der Gesamtausgabe – lädt sich die Heideggerdebatte mit zusätzlicher Dramatik auf. Die Frage, ob überhaupt noch etwas vom Beitrag dieses Denkens zu retten sei, ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Bleibt fortan nicht nur der Mensch Heidegger, sondern auch sein Philosophieren als Ganzes diskreditiert? Muss Heideg­ger aus der Ehrenliste der großen abendländischen Philosophen gestrichen werden?

Die Frage nach Seele und Geist im Psychologiestudium