Artikel von Renatus Derbidge

Columban in den Wellen

Westliche Spiritualität und die Sinneswelt

Es wird berichtet, dass der Hl. Columban von Iona (521-597) immer wieder Orte in der Natur aufsuchte, wo er sich in Einklang mit Gott bringen konnte. Der Kontakt zu sich selbst und zu spirituellen Quellen wurde im frühen... [mehr]

Es wird berichtet, dass der Hl. Columban von Iona (521-597) immer wieder Orte in der Natur aufsuchte, wo er sich in Einklang mit Gott bringen konnte. Der Kontakt zu sich selbst und zu spirituellen Quellen wurde im frühen irisch-keltischen Christentum gerne im Freien, draussen in der Natur gesucht. Auch in der ›Vita Columbani‹, der Biografie Columbans des Jüngeren (Columban von Luxeuil, 540-615) oder in der Biografie des Hl. Gallus (550-640) heisst es, dass sich die iro-schottischen Mönche öfters für längere Zeiten in HoÅNhlen oder Wald-Einöden zurückzogen, um dort Kraft zu sammeln, sich und Gott in der Meditation zu finden und erneut inneren Anschluss an ihre Mission zu erfahren. Schon vor der Strömung des iro-schottischen Christentums im 5. bis 8. Jahrhundert, in der druidischen Kultur der Kelten, war diese Haltung selbstverständlich, aber noch weniger an Innerlichkeit gebunden. Der Geist war draussen in der Natur, in den Elementen gegenwärtig und wurde auch dort in den druidischen Gottesdiensten verehrt.

Der Iona-Impuls

Rudolf Steiner und die westlichen Mysterien

Rudolf Steiners Auseinandersetzung mit den westlichen Mysterien begann erst spät und wurde wesentlich durch seine Aufenthalte in Großbritannien 1922-24 inspiriert. Der folgende Beitrag zeichnet diese Begegnung nach und... [mehr]

Rudolf Steiners Auseinandersetzung mit den westlichen Mysterien begann erst spät und wurde wesentlich durch seine Aufenthalte in Großbritannien 1922-24 inspiriert. Der folgende Beitrag zeichnet diese Begegnung nach und zeigt Wege auf, die sich von dort in eine zukünftige, christliche Naturwissenschaft öffnen.

Impulse aus den Elementen

Die Initiative ›Summer School Iona and Isle of Mull‹

Es begann mit einer Intuition, vor Ort, bei einem Besuch der west-schottischen Insel Iona vor einigen Jahren: Hier muss anthroposophisch etwas passieren! Bald entwickelte sich der Gedanke weiter. Was passt zu diesem Ort?... [mehr]

Es begann mit einer Intuition, vor Ort, bei einem Besuch der west-schottischen Insel Iona vor einigen Jahren: Hier muss anthroposophisch etwas passieren! Bald entwickelte sich der Gedanke weiter. Was passt zu diesem Ort? Wie soll gearbeitet werden? Ganz konkret: im Geiste des iro-schottischen Christentums und – im weiteren Sinne – gemäß des westlichen Mysterienstromes, welcher in der Natur den Geist sucht, und diese durch den Menschen vergeistigen möchte. Das wurde zum Programm: Eine Woche Geistesschulung in der Natur aus der Wahrnehmung des Gegebenen. Denn Iona ist ein Welt-Ort dieser Geisteshaltung, nicht nur historisch gesehen, sondern – so erleben es immer wieder Menschen – auch heute noch. Es gesellten sich in der Genese des ›Summer Camps‹ – wie die Tagung gerne genannt wird, denn »Camp« betont noch mehr das Abenteuer und die Naturnähe – weitere Mitstreiter dem Vorhaben hinzu, genauso wie weitere inhaltliche Ideale: Es sollte ganz kosmopolitisch offen sein, ohne Einschränkungen, und als Gruppenprozess stattfinden.

Was ist Spirituelle Ökologie?

»In die Lage kommen muss der Mensch, hinzuschauen auf den Baum, auf den Fels, auf dieQuelle, auf den Berg, auf die Sterne, in die Lage kommen muss er, hinzuschauen und in derErkraftung seiner eigenen Seelenkräfte,... [mehr]

»In die Lage kommen muss der Mensch, hinzuschauen auf den Baum, auf den Fels, auf die
Quelle, auf den Berg, auf die Sterne, in die Lage kommen muss er, hinzuschauen und in der
Erkraftung seiner eigenen Seelenkräfte, in der Verstärkung seiner eigenen Seelenkräfte es
dazu zu bringen, dass ihm erscheint aus jeglichem physischen Dinge die dahinterstehende
geistige Tatsache oder geistige Wesenheit.«