Artikel von Thomas Hardtmuth

Julia Fischer:Affengesellschaft

Andreas Goyert:Anthroposophische Medizin und die Prozesse im Stoffwechselsystem

Wissenschaftliche Vollwertkost

Schad Wolfgang (Hg.):Die Doppelnatur des Ich – Der übersinnliche Mensch und seine Nervenorganisation

Johannes W. Rohen:Eine funktionelle und spirituelle Anthropologie

Im tropischen Regenwald Borneos. Ein Reisebericht

Ist ein Pferd ein Kunstwerk?

Über das Ästhetische in der Evolution

Junges Persien

Ein Reisebericht

Seit Beginn der Präsidentschaft von Hassan Rohani im Jahre 2013 und seinem moderatenpolitischen Kurs beginnt der Iran für die Europäer ein immer beliebteres Reiseland zuwerden – zu Recht, wie der folgende Reisebericht... [mehr]

Seit Beginn der Präsidentschaft von Hassan Rohani im Jahre 2013 und seinem moderaten
politischen Kurs beginnt der Iran für die Europäer ein immer beliebteres Reiseland zu
werden – zu Recht, wie der folgende Reisebericht zu zeigen versucht. Im Mai 2014 konnte
ich mit einer zehnköpfigen Gruppe eine 15-tägige Rundreise machen, die von Teheran zuerst
nach der heiligen Stadt Ghom, dann durch die Wüste Dascht-e Kavir nach Yazd, dem
Zentrum des iranischen Zoroastrismus führte. Von Shiras, dem »Garten des Iran«, ging
es durch das Zagrosgebirge nach Isfahan, nach einem persischen Sprichwort die »Hälfte
der Welt« und zweifellos ein Höhepunkt der Reise. Die wertvollsten Erfahrungen fanden
in den persönlichen Begegnungen und Gesprächen mit jungen iranischen Menschen statt.

Leibbildung zwischen Verinnerlichung und Soziabilität

Zur Krise der Immunsysteme

Unsere leiblichen Kontaktflächen zur Welt sind aus verschieden differenzierten, sensiblen Grenzmembranen gestaltet, über die wir einerseits die Welt in vertrauter Weise berühren und spüren, andererseits aber auch von... [mehr]

Unsere leiblichen Kontaktflächen zur Welt sind aus verschieden differenzierten, sensiblen Grenzmembranen gestaltet, über die wir einerseits die Welt in vertrauter Weise berühren und spüren, andererseits aber auch von der Welt in immer wieder neuer schmerzhafter Art überfremdet und verletzt werden. In der Überwindung des Fremden entwickeln sich in uns immer wieder neue Organe der Wahrnehmung – im steten Rhythmus von Schmerz und Reifung. Am Beispiel der modernen Krankheiten wie den Allergien, Asthma, Neurodermitis, aber auch der Karzinombildung soll gezeigt werden, dass die sensiblen Grenzmembranen des heutigen Menschen immer mehr »wund« werden und auf ihre Heilung durch eine neue Aufmerksamkeit, eine höhere Sinnlichkeit warten. Auf der leiblichen Ebene geht es um die Metamorphose vom Immun- zum Nervensystem, die es zu verstehen gilt.

Mensch und Affe aus neuroimmunologischer Sicht

Tiermast, Mikroorganismen und die Biologie der Moral

Auch in deutschen Krankenhäusern sterben immer mehr Menschen an Infektionen mit multiresistenten Keimen, gegen die Antibiotika wirkungslos sind. Als eine Hauptbrutstätte solch tödlicher Mikroben gilt inzwischen die Massentierhaltung.... [mehr]

Auch in deutschen Krankenhäusern sterben immer mehr Menschen an Infektionen mit multiresistenten Keimen, gegen die Antibiotika wirkungslos sind. Als eine Hauptbrutstätte solch tödlicher Mikroben gilt inzwischen die Massentierhaltung. Diese Situation nimmt der Chirurg Thomas Hardtmuth zum Anlass, das Bewustsein auf die unsichtbare, aber äußerst vitale  Welt der Mikroorganismen zu richten, ohne die menschliches Leben gar nicht möglich wäre. Die Gesamtheit der mit dem Menschen in Symbiose lebenden Mikroorganismen hat geradezu Organcharakter, spielt eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung des Immunsystems und ist auch für psychische Einflüsse empfänglich. Überall, wo das gesunde Maß verloren geht, entwickeln diese urtümlichen Lebewesen ihre heilsame Wirkung. Im Zusammenhang einer solchen Erweiterung des Gesundheitsbegriffes stellt sich dem Autor die Frage nach einer »Biologie der Moral«.

Henry Marsh:Um Leben und Tod: Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern

Kompetent und menschlich

Wenn die Wahrnehmung das Steuernde ist

Zur Aktualität der Nervenfrage

Gibt es motorische Nerven? Diese auf den ersten Blick akademische Frage erweist sich bei genauerem Hinsehen als eine Thematik von großer anthropologischer und vor allem sozialer Tragweite. Wohl selten ist Rudolf Steiner... [mehr]

Gibt es motorische Nerven? Diese auf den ersten Blick akademische Frage erweist sich bei genauerem Hinsehen als eine Thematik von großer anthropologischer und vor allem sozialer Tragweite. Wohl selten ist Rudolf Steiner so energisch gegen ein physiologisches Paradigma ins Feld gezogen und hat es zu einer bislang wenig bedachten Ursache einer kranken Arbeitswelt erklärt. Es gibt nur sensible Nerven, betonte er mit immer wieder neuem Nachdruck und hinterließ seinen Anhängern die nicht leichte Aufgabe, dieser Aussage im harten Gegenwind der etablierten Physiologie ein stabiles erkenntnistheoretisches Fundament zu geben. Das Faktum der efferenten Leitung stellt dabei ein Hauptproblem dar. Seitdem sind zahlreiche, z.T. kontroverse, z.T auch polemisch engagierte, aber durchweg gewichtige Beiträge geliefert worden, die einen Diskurs in Gang halten, dessen Bedeutung allgemein noch gar nicht ausreichend realisiert wird. – Anlässlich der Neuausgabe von Wolfgang Schads Die Doppelnatur des Ich – Der übersinnliche Mensch und seine Nervenorganisation soll hier ein Beitrag zum Thema gegeben und ein aktueller Überblick versucht werden.