Artikel von Claudius Weise

Giorgio Agamben:Das Geheimnis des Bösen – Benedikt XVI. und das Ende der Zeiten

Das letzte K

Hundert Jahre Sykes-Picot – Teil I

Die politischen Probleme des Nahen Ostens sind bis heute von einem Abkommen geprägt, das am 16. Mai 1916 zwischen Großbritannien und Frankreich geschlossen wurde und die Neuordnung dieser Region regeln sollte. Benannt nach... [mehr]

Die politischen Probleme des Nahen Ostens sind bis heute von einem Abkommen geprägt, das am 16. Mai 1916 zwischen Großbritannien und Frankreich geschlossen wurde und die Neuordnung dieser Region regeln sollte. Benannt nach den beiden Verhandlungsführern Mark Sykes und François Georges-Picot, machte es die Hoffnungen auf ein unabhängiges arabisches Reich zunichte und schuf stattdessen staatliche Gebilde, die ausschließlich an den Interessen der Siegermächte ausgerichtet waren.

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»Das verkrampfte Verhältnis zur Spiritualität in der Hochschulbildung überwinden«

Claudius Weise im Gespräch mit Marcelo da Veiga

Für die Frage der Vereinbarkeit von Anthroposophie und akademischer Wissenschaft ist die Alanus Hochschule gegenwärtig ein wichtiges Beispiel. 1973 als freie anthroposophische Kunststudienstätte gegründet, strebte die... [mehr]

Für die Frage der Vereinbarkeit von Anthroposophie und akademischer Wissenschaft ist die Alanus Hochschule gegenwärtig ein wichtiges Beispiel. 1973 als freie anthroposophische Kunststudienstätte gegründet, strebte die Alanus-Hochschule seit den späten 90er Jahren die staatliche Anerkennung an, die 2002 von Marcelo da Veiga verhandelt und erreicht wurde. Von diesem Jahr an prägte da Veiga den weiteren Entwicklungsprozess, der 2010 mit der Erstakkreditierung als Hochschule durch den Wissenschaftsrat und die Verleihung eines beschränkten Promotionsrechts einen Meilenstein verzeichnete. Nach 15 Jahren legte er im April 2017 sein Amt als Rektor nieder. Im Gespräch mit ›die Drei‹ zieht er Bilanz und blickt nach vorne.

Der Dichter als Vorsitzender

Zwei neue Bücher von und über Albert Steffen

Es mag übertrieben sein, von Albert Steffen als einem Unbekannten innerhalb der anthroposophischen Bewegung zu sprechen. Doch angesichts der Tatsache, dass Steffen nicht nur ein enger Mitarbeiter Rudolf Steiners war, sondern... [mehr]

Es mag übertrieben sein, von Albert Steffen als einem Unbekannten innerhalb der anthroposophischen Bewegung zu sprechen. Doch angesichts der Tatsache, dass Steffen nicht nur ein enger Mitarbeiter Rudolf Steiners war, sondern nach dessen Tod fast vierzig Jahre lang als Erster Vorsitzender die Anthroposophische Gesellschaft prägte, ist es eine höchst eigentümliche Tatsache, dass erst jetzt eine umfassende biografische Darstellung in Angriff genommen wird. Und auch sonst ist die Literatur dünn gesät. Seit 1984, als Steffens 100. Geburtstag mit mehreren Publikationen begangen wurde, sind ihm ganze drei Bücher gewidmet worden, von denen zwei sich mit den ›Kleinen Mythen‹ beschäftigen. Peter Selgs Studie: ›Albert Steffen – Begegnung mit Rudolf Steiner‹ (Dornach 2009) greift immerhin jenen Aspekt in Steffens Leben und Werk heraus, den dieser wohl auch selbst als zentral bezeichnet hätte.

Der große Vorsitzende

Innenansichten der Regierung Trump

Von allen Rivalen Donald Trumps im republikanischen Vorwahlkampf galt John Kasich, seines Zeichens Gouverneur des Bundesstaates Ohio, allgemein als der ernsthafteste und vernünftigste. Wenige Wochen nachdem er Anfang Mai... [mehr]

Von allen Rivalen Donald Trumps im republikanischen Vorwahlkampf galt John Kasich, seines Zeichens Gouverneur des Bundesstaates Ohio, allgemein als der ernsthafteste und vernünftigste. Wenige Wochen nachdem er Anfang Mai 2016 als letzter aus dem Rennen ausgeschieden war und damit Trump der Weg zur Nominierung offenstand, erhielt einer seiner Berater angeblich einen Anruf von Trumps ältestem Sohn: Ob Kasich daran interessiert sei, der mächtigste Vizepräsident aller Zeiten zu werden? Auf die Frage, wie das denn aussehen solle, habe Donald Trump jr. erklärt, dass der Vizepräsident für die Aussen- und Innenpolitik verantwortlich sein solle. Und wofür sei Trump dann verantwortlich? Worauf die lässige Antwort erfolgt sei: »Make America great again.«

Die Brutstätte

Hundert Jahre Sykes-Picot – Teil III

Nach dem Abschluss des Sykes-Picot-Abkommens im Mai 1916 hatte sich Großbritannien bemüht, dessen Bestimmungen durch eine Unterstützung des zionistischen Projekts in Palästina sowie der arabischen Unabhängigkeitsbewegung... [mehr]

Nach dem Abschluss des Sykes-Picot-Abkommens im Mai 1916 hatte sich Großbritannien bemüht, dessen Bestimmungen durch eine Unterstützung des zionistischen Projekts in Palästina sowie der arabischen Unabhängigkeitsbewegung in Syrien zu unterlaufen. Eine völkerrechtlich verbindliche Neuordnung des Nahen Ostens sollte allerdings erst durch die offiziellen Friedensverhandlungen in Paris erreicht werden. Das Ergebnis war insbesondere für die Araber eine herbe Enttäuschung.

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Die neue Redaktion stellt sich vor: Claudius Weise

Ein höherer Geist?

Anmerkungen zum Putschversuch in der Türkei

Ungefähr eine Dreiviertelstunde per Fähre von Istanbul entfernt liegen die idyllischen Prinzeninseln, deren Name daher rührt, dass die Sultane des Osmanischen Reiches dorthin ihre jüngeren Brüder verbannten. Bereits... [mehr]

Ungefähr eine Dreiviertelstunde per Fähre von Istanbul entfernt liegen die idyllischen Prinzeninseln, deren Name daher rührt, dass die Sultane des Osmanischen Reiches dorthin ihre jüngeren Brüder verbannten. Bereits im Mittelalter diente Büyükada, die größte der Inseln, fünf verschiedenen byzantinischen Kaiserinnen als Exil und im 20. Jahrhundert fand der abtrünnige Kommunist Leo Trotzki hier zeitweilig Zuflucht. Die internationalen Sicherheitsexperten, die sich am 15. Juli 2016 im ›Splendid Palace Hotel‹ auf Büyükada zusammenfanden, um über die Außenpolitik des Iran zu diskutieren, dürften sich also auf ein ruhiges Wochenende in angenehmer Umgebung gefreut haben. Bekanntlich wurde daraus nichts.

Es riecht nach Aufklärung

Zum Heft ›Abrahams Kinder‹, die Drei 8-9/2016

Ihrem Heft ›Abrahams Kinder‹ mangelt leider ein Sinn für Religion, ein geisteswissenschaftlicher Blick auf Religion.

Fundstück XVIII: Brief des Vaters von Jiddu Krishnamurti an Rudolf Steiner

Identitäre Anthroposophie

Was in der Anthroposophischen Bewegung leider vorgeht

Innerhalb der anthroposophischen Presse­landschaft nimmt das von der Initiative ›Ent­wicklungsrichtung Anthroposophie‹ herausge­gebene ›Ein Nachrichtenblatt‹ eine eigentüm­liche... [mehr]
Innerhalb der anthroposophischen Presse­landschaft nimmt das von der Initiative ›Ent­wicklungsrichtung Anthroposophie‹ herausge­gebene ›Ein Nachrichtenblatt‹ eine eigentüm­liche Stellung ein. Die als elektronische Datei verschickte Zeitschrift wurde 2011 ins Leben ge­rufen, nachdem die Herausgeber der Wochen­schrift ›Das Goetheanum‹ verkündet hatten, dass die Nachrichten für Mitglieder – bekannt als: ›Was in der Anthroposophischen Gesell­schaft vorgeht‹ – nicht mehr als wöchentliche Beilage erscheinen, sondern in den öffentlichen Teil integriert werden sollten. Damit war nach
Auffassung der Initiatoren eine spezifische Kor­respondenz für Mitglieder, wie sie von Rudolf Steiner angeregt worden war, nicht mehr gege­ben. Dass die Wochenschrift überwiegend von Mitgliedern gelesen wird und umgekehrt ›Ein
Nachrichtenblatt‹ auch von Nichtmitgliedern bezogen werden kann, hielt die Initiatoren nicht davon ab, zu erklären: »Wir setzen mit der da­mit gekennzeichneten Veröffentlichungsform ›spezifisch für Mitglieder‹ [...] an einer Arbeits­
richtung an, welche durch eine offizielle Mit­gliederbeilage – gemeint ist die wöchentliche, nun in die Wochenschrift hin
einfusionierte – nicht mehr betreut wird. Es ist nicht möglich, etwas zu konkurrenzieren, was nicht existiert.« Führt man sich überdies vor Augen, dass alle deutschsprachigen Landesgesellschaften eigene Mitteilungsblätter herausgeben und regelmäßig ›Anthroposophie weltweit‹ als internationales Nachrichtenblatt für Mitglieder der Wochenschrift beiliegt, drängt sich der Eindruck auf, hier werde weniger eine Lücke gefüllt als Haar­spalterei betrieben.

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›Mad Men‹ und der schöne Tod des Fernsehens

Bei schwer kranken Menschen tritt oft eine scheinbare Besserung ein, bevor es mit ihnen zu Ende geht. Während sie selbst und ihre Angehörigen sich einer trügerischen Hoffnung hingeben, erkennen Pfleger und Ärzte darin... [mehr]

Bei schwer kranken Menschen tritt oft eine scheinbare Besserung ein, bevor es mit ihnen zu Ende geht. Während sie selbst und ihre Angehörigen sich einer trügerischen Hoffnung hingeben, erkennen Pfleger und Ärzte darin schon ein Zeichen des nahenden Todes. Es ist, als ob die Lebenskräfte den hinfälligen Leib noch einmal ganz durchdringen wollten, bevor sie ihn endgültig verlassen.