Heft 4, 2016

Schwerpunkt: Vom Geist des Westens

Ohne selbstlose Liebe und Geistesfreundschaft kommt man in inspirativen und intuitiven Forschungsbereichen erfahrungsgemäß nicht weit. Schon in der Inspirationserkenntnis beheimatet man sich in einer objektiven Du-Beziehung. In der Intuitionserkenntnis braucht es selbstlose Liebekräfte und/oder innige karmische Verwandtschaft um die notwendige Vereinigung mit dem Wesen des Angeschauten zu vollziehen. Je mehr wir in diese Beziehung-aufnehmende-Form von Wissenschaft eindringen und durch viele sich untereinander stützende übersinnliche Forschungserfahrungen zu Evidenz kommen, desto tiefer wird solcher Wissenschaftsvollzug zu dem ichhaften menschlichen Maß der Wesen würdigenden Begegnung kommen können.

- Dirk Kruse -
Inhalt

Editorial:

Zu diesem Heft

Schwerpunkt:

Was ist Spirituelle Ökologie?

»In die Lage kommen muss der Mensch, hinzuschauen auf den Baum, auf den Fels, auf dieQuelle, auf den Berg, auf die Sterne, in die Lage kommen muss er, hinzuschauen und in derErkraftung seiner eigenen Seelenkräfte,... [mehr]

»In die Lage kommen muss der Mensch, hinzuschauen auf den Baum, auf den Fels, auf die
Quelle, auf den Berg, auf die Sterne, in die Lage kommen muss er, hinzuschauen und in der
Erkraftung seiner eigenen Seelenkräfte, in der Verstärkung seiner eigenen Seelenkräfte es
dazu zu bringen, dass ihm erscheint aus jeglichem physischen Dinge die dahinterstehende
geistige Tatsache oder geistige Wesenheit.«

Der Saturnweg

Die Erneuerung der westlichen Mysterien durch die Michael-Kultur

Als »Saturnweg« kann der Weg zur Ausbildung der Erkenntnisse der höheren Weltenverstanden werden, der sich den äußeren Erscheinungen zuwendet. Es ist ein Weg, der inbesonderer Weise dem Wesen der westlichen Mysterien... [mehr]

Als »Saturnweg« kann der Weg zur Ausbildung der Erkenntnisse der höheren Welten
verstanden werden, der sich den äußeren Erscheinungen zuwendet. Es ist ein Weg, der in
besonderer Weise dem Wesen der westlichen Mysterien entspricht. Der vorliegende Artikel
beschreibt diesen Weg im Gegensatz zu dem »Mondenweg«, der mehr den östlichen
Mysterien entspricht. Der Autor arbeitet als besonderes Charakteristikums dieses Weges
heraus, dass er auf der Gemeinschaftsbildung beruht. Die Erlangung der Erkenntnisse der
geistigen Welten ist von dem Zusammenwirken der Menschen abhängig. Der Artikel ist
im Hinblick auf das bevorstehende ›Summercamp Iona and Isle of Mull‹1 und die dortige
Bearbeitung der westlichen Mysterien verfasst worden.

Die Empfindung beginnt zu sprechen

Von der Sinneswahrnehmung zur seelisch-geistigen Wahrnehmung

In dem Kapitel ›Die Vorbereitung‹ des Buches ›Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?‹ wird ein Übungsweg geschildert, der von der Sinneswahrnehmung ausgeht und zu seelisch-geistigen Eindrücken führt,... [mehr]

In dem Kapitel ›Die Vorbereitung‹ des Buches ›Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?‹ wird ein Übungsweg geschildert, der von der Sinneswahrnehmung ausgeht und zu seelisch-geistigen Eindrücken führt, die mit dem Wesen des Angeschauten verbunden sind. Insbesondere geht es um Eindrücke, die um das Werden und Vergehen in der Pflanzenwelt
kreisen. Durch die große Bandbreite der unterschiedlichen Sinnestätigkeiten ergeben sich für das Üben mannigfache Wege. Wie sehen nun Wege aus, die von den oberen bzw. mittleren Sinnestätigkeiten ausgehen? Wie können die unteren Sinne übend miteinbezogen werden und wie verwandelt sich dabei die Art ihrer Tätigkeit?

Verrat und Rosenöl

Hundert Jahre Sykes-Picot – Teil II

Das am 16. Mai 1916 geschlossene Sykes-Picot-Abkommen über die Neuordnung des Nahen Ostens hatte diese Region gemäß den Interessen Großbritanniens und Frankreichs in zwei Einflusszonen aufgeteilt. Weil über die Zugehörigkeit... [mehr]

Das am 16. Mai 1916 geschlossene Sykes-Picot-Abkommen über die Neuordnung des Nahen Ostens hatte diese Region gemäß den Interessen Großbritanniens und Frankreichs in zwei Einflusszonen aufgeteilt. Weil über die Zugehörigkeit Palästinas keine Einigung erzielt werden konnte, sollte es unter internationale Kontrolle gestellt werden. In den folgenden Monaten und Jahren versuchte insbesondere Großbritannien, das Abkommen in diesem Punkt zu unterlaufen. Außerdem gab es britische Bestrebungen, auch in Bezug auf Syrien die Franzosen auszuspielen.

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Biografie, Genie und Inspiration

Zur Diskussion um die Verfasserschaft William Shakespeares

Am 23. April 1616, also vor 400 Jahren, starb der Stratforder Getreide- und Immobilienhändler William Shakespeare, ehemals langjähriges Mitglied einer Theatertruppe in London und – vermeintlicher – Dramendichter. Anders... [mehr]

Am 23. April 1616, also vor 400 Jahren, starb der Stratforder Getreide- und Immobilienhändler William Shakespeare, ehemals langjähriges Mitglied einer Theatertruppe in London und – vermeintlicher – Dramendichter. Anders als bei zeitgenössischen Dichtern üblich, gab es zu diesem Anlass keine öffentliche Ehrung, keinen Nachruf und von ihm selber nur ein Testament, in dem einige alltägliche Dinge geregelt wurden. Wie von seinem Tod sind auch aus seinem Leben keine Hinweise auf einen Bezug zu dem ihm zugeschriebenen dramatischen Werk bzw. den Sonetten zu gewinnen – ein Mysterium, das von vielen mit leichter Hand beiseitegewischt wird, andere aber zu intensivem Forschen angeregt hat, was nicht ohne Erfolg blieb. In die Drei wurde bereits darüber berichtet und als vorrangiger Gegenkandidat für die Verfasserschaft Edward de Vere,17th Earl of Oxford, (1550-1604) genannt, der auch in diesem Beitrag im Mittelpunkt steht.1 An die damaligen Ausführungen schloss sich in den folgenden die Drei-Heften eine lebhafte Diskussion mit Argumenten und Gegenargumenten zu der geschilderten Sachlage an. Im Folgenden soll dies nicht aufgegriffen und die Faktenlage nicht weiter ausgeführt, sondern an die – in diesem Zusammenhang leider weitgehend über ehenen – Grundfragen nach den Quellen künstlerischen Schaffens erinnert werden. Deren Vertiefung führt im konkreten Fall auch näher an den Verfasser des shakespeareschen Werkes heran.

Der kopflose Reiter

›Die Legende von Sleepy Hollow‹ und die Evolution des Bewusstseins

Im Jahre 1820 veröffentlichte Washington Irving (1783-1859) ›Die Legende von Sleepy Hollow‹ und verwandelte damit – ähnlich wie die Gebrüder Grimm in Europa – ein volkstümliches Sagenmotiv in ein zentrales Werk... [mehr]

Im Jahre 1820 veröffentlichte Washington Irving (1783-1859) ›Die Legende von Sleepy Hollow‹ und verwandelte damit – ähnlich wie die Gebrüder Grimm in Europa – ein volkstümliches Sagenmotiv in ein zentrales Werk der frühen nordamerikanischen Literatur.1 Die ›Legende‹ steht in engem Zusammenhang mit dem in Nordamerika intensiv gepflegten ›Halloween‹-Fest. Im Folgenden wird der Inhalt der Legende kurz dargestellt, um anschließend die dreigegliederte Struktur der Handlung bzw. der handelnden Personen, sowie die dabei sichtbar werdenden verschiedenen Ebenen des Bewusstseins zu beleuchten.

Fremdkörper

Zu einem Roman von David Levithan

Forum Anthroposophie:

Zweimal Band 2 – Aspekte einer Edition

Feuilleton:

Präposition

Die Essenz der Dinge

Zur Ausstellung ›Eckersberg – Faszination Wirklichkeit. Das Goldene Zeitalter der dänischen Malerei‹

Der Mönch ist zurück

Zu zwei restaurierten Bildern von Caspar David Friedrich – Teil I

Fundstück XXIV: Ein Geschenk für Marie Steiner

Veranstaltungen:

Individualität und Wirksamkeit

23. Rudolf Steiner Forschungstage in Berlin

Zeit-Geist-Prüfung

Himmelfahrtstagung in Kassel 6. bis 8. Mai 2016

Buchbesprechungen:

Armin J. Husemann:Form, Leben und Bewusstsein. Einführung in die Menschenkunde der anthroposophischen Medizin

Weitreichende Inhalte

Rudolf Steiner und Johannes Mosmann (Hg.):Was ist eine »freie« Schule?

Ideelle Rückbesinnung

Alexander Krützfeld:Wir sind Cyborgs. Wie uns die Technik unter die Haut geht

Exotischer Reisebericht

Nögges Nuggets: