Heft 5, 2016

Schwerpunkt: Licht/Gestalten

»Das Licht kann also als eine umfassende dynamische Einheit gesehen werden, bei der die elektromagnetischen Wellen und auch die Photonen dessen Ausgestaltungen unter bestimmten experimentellen Bedingungen sind. Ebenso gilt: Auch die geistige Welt kann nur als Unendlichkeit vorgestellt werden, als ein differenziertes und dynamisches Kontinuum, wie dies auch für ihr Werkzeug, das Licht gilt. Das Licht als ein Ganzes, als eine dynamische und gleichzeitig differenzierte Einheit anzuschauen, es naturwissenschaftlich und auch meditativ zu erforschen, kann ihm das ›geistige Band‹ zurückgeben, das ihm in der Neuzeit entzogen wurde.«

- Wolfgang Streit -
Inhalt

Editorial:

Zu diesem Heft

Schwerpunkt:

Über das Licht und die Lichtgestalt des Menschen

»Das Licht kommt nicht von außen; es ist in uns, selbst wenn wir keine Augen haben.« Jacques Lusseyran beschließt mit diesem Satz sein Werk ›Das wiedergefundene Licht‹ – die Autobiografie eines Menschen, den seine... [mehr]

»Das Licht kommt nicht von außen; es ist in uns, selbst wenn wir keine Augen haben.« Jacques Lusseyran beschließt mit diesem Satz sein Werk ›Das wiedergefundene Licht‹ – die Autobiografie eines Menschen, den seine Blindheit sehen lehrte. Sein Todestag jährt sich bald zum 45. Mal – er starb am 27. Juli 1971 bei einem Autounfall. Es war ihm vergönnt, trotz (oder gerade wegen) seiner vollständigen Erblindung ein inneres Licht zu erleben, und hierin eine Quelle von Kraft, Orientierung und Initiative zu finden. In der vorliegenden Skizze sei – auch in Erinnerung an Jacques Lusseyran – auf Fährten hingewiesen, das Licht in einem größeren Zusammenhang als dem der bloßen Beleuchtung zu sehen.

Lebendiges Erfassen der Welt

Eine einführende Betrachtung zur Kymatik

Der folgende Artikel geht von der Gestaltungskraft der Töne aus, die seit mehr als 200 Jahren erforscht wird. Er widmet sich insbesondere dem Maler, Arzt und Naturwissenschafter Hans Jenny (1904 -1972), der eine feine Beobachtungsgabe... [mehr]

Der folgende Artikel geht von der Gestaltungskraft der Töne aus, die seit mehr als 200 Jahren erforscht wird. Er widmet sich insbesondere dem Maler, Arzt und Naturwissenschafter Hans Jenny (1904 -1972), der eine feine Beobachtungsgabe für diese Gestaltungskraft in der Natur ausgebildet hatte und ein Phänomen entdeckte, welches er als ›triadisches Urphänomen‹ bezeichnete. Sowohl beim mechanisch als auch beim elektronisch und bei vom menschlichen Kehlkopf erzeugten Ton tritt immer eine Dreiheit von Gestalt, Rhythmik und Dynamik in Erscheinung. Diese Erscheinungen sind jedoch von ganz unterschiedlicher Qualität. Die von Hans Jenny begründete Wissenschaft der Kymatik erforscht diese Qualitäten. An dieser Forscherpersönlichkeit wird sichtbar, wie Wissenschaft und Kunst sich für ein lebendiges Erfassen der Welt gegenseitig befruchten können.

Das Pionier-Handbuch

Ein Weg mit der Übungsmethode von ›Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?‹

Mit 17 Jahren – 1976 – las ich zum ersten Mal Rudolf Steiners Buch ›Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?‹. Ich las es ganz langsam, oft draussen in der Natur, den umfangreichen inneren Sinn aufmerksam... [mehr]

Mit 17 Jahren – 1976 – las ich zum ersten Mal Rudolf Steiners Buch ›Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?‹. Ich las es ganz langsam, oft draussen in der Natur, den umfangreichen inneren Sinn aufmerksam durchtastend, die innerste Kraft aufnehmen wollend. Es wurde für Jahre zur Richtschnur meines Seelenlebens. Noch ohne Kenntnisse der inneranthroposophischen Leidensgeschichte war das deutliche Empfinden da: »Das darf jetzt nicht verpatzt werden – lerne es ganz und gar zu verstehen und übe es richtig!« Für meinen Freund Detlef Spahn (gestorben 2014) und mich schien klar, dass die Realisierung der feinjustierten Tugenden dieses Buches entscheidend für alles Gelingen des damals hoffnungsvoll vor Augen stehenden alternativen Wandels der Gesellschaft sein würde: Die Fähigkeiten, die die einzlenen Menschen ausbilden, würden bis ins Gesellschaftliche verändernd wirken.

Schwerpunkt:

Fercher von Steinwand und der deutsche Volksgeist

Der Dichter Fercher von Steinwand (1828 –1902) war dem deutschen Geist innig verbunden. Es ist, wie wenn er ihn selber in seinen Dichtungen sprechen lassen möchte, so wie ein Gesandter die Botschaft eines anderen überbringt.... [mehr]

Der Dichter Fercher von Steinwand (1828 –1902) war dem deutschen Geist innig verbunden. Es ist, wie wenn er ihn selber in seinen Dichtungen sprechen lassen möchte, so wie ein Gesandter die Botschaft eines anderen überbringt. Einmal sagt er das mit den Worten: »Gesandt bin ich als Rufer dieser Tage, / Dass meines Volks Propheten ich erfülle / Und wie der Flammenruf im Dornenhage, / Mein eifernd Mahnwort heute sich enthülle: / Wie hast du dich, mein Volk, verlassen schnöde! / Wie hast du in Verzweiflung dich vermessen! / Wie machte dich der Zeiten Ungunst blöde! / Wie hast du deinen Wert so ganz vergessen ...«

Die Brutstätte

Hundert Jahre Sykes-Picot – Teil III

Nach dem Abschluss des Sykes-Picot-Abkommens im Mai 1916 hatte sich Großbritannien bemüht, dessen Bestimmungen durch eine Unterstützung des zionistischen Projekts in Palästina sowie der arabischen Unabhängigkeitsbewegung... [mehr]

Nach dem Abschluss des Sykes-Picot-Abkommens im Mai 1916 hatte sich Großbritannien bemüht, dessen Bestimmungen durch eine Unterstützung des zionistischen Projekts in Palästina sowie der arabischen Unabhängigkeitsbewegung in Syrien zu unterlaufen. Eine völkerrechtlich verbindliche Neuordnung des Nahen Ostens sollte allerdings erst durch die offiziellen Friedensverhandlungen in Paris erreicht werden. Das Ergebnis war insbesondere für die Araber eine herbe Enttäuschung.

Seite: 49

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Feuilleton:

Der geheime Mensch

Im Gedenken an Imre Kertész

Seite: 61

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Der europäische Kaiser

Zum 700. Geburtstag Karls IV.

Faust II – Das Musical

Fenster zur Innenwelt

Zur Ausstellung ›Picasso – Fenster zur Welt‹

... und die Abtei ist wieder da

Zu zwei restaurierten Bildern von Caspar David Friedrich – Teil II

Fundstück XXV: Drei Anthroposophien

Ignaz Paul Vital Troxler – Robert Zimmermann – Rudolf Steiner

Wissenschaft – Spiritualität – Heilung

Der Kongress ›Psychologie, Bewusstseinsforschung und Heilung im Kontext westlicher Spiritualität‹ und die Tagung ›Meditation und Gesundheit‹ in Berlin

Ich, Nicht-Ich und die Rolle des Denkens

Die Tagung ›Meditation in Ost und West‹ in Stuttgart

Buchbesprechungen:

Marie Luise Knott (Hg.), Thomas Brovot (Hg.) und Ulrich Blumenbach (Hg.):Denn wir haben Deutsch. Luthers Sprache aus dem Geist der Übersetzung

Lebendiger Sprachfluss

Johannes Kiersch:In »okkulter Gefangenschaft«? Von der gewordenen zur werdenden Anthroposophie

Gediegene Gabe

Edwin Hübner:Medien und Pädagogik. Gesichtspunkte zum Verständnis der Medien, Grundlagen einer anthroposophisch-anthropologischen Medienpädagogik

Kluge Zusammenführung

Mathias Wais:Herrn Preindls Sterbe-Etüden: Eine Ermutigung

Beruhigend und beglückend

Nögges Nuggets:

Der goldene Humor