Eine theosophische Erzählung hat immer eine Wahrheitsverpflichtung, eine Sachausrichtung. Doch sie wird nie so weit gehen, dass sie sich in diesem Anspruch aufzehrt, weil sie sich an (scheinbaren) Informationen abarbeitet. Denn ihre »Wahrheiten« oder »Tatsachen« sind Erfahrungen, Prozesse oder Werke und Wesen, von denen wir vorher nichts wussten oder – wenn wir es wussten – keine Erfahrung hatten. Der Erzähler wird nicht nur so berichten, dass ihre Lebendigkeit nicht verloren geht, vielmehr wird er das so tun, dass sich ihre Lebendigkeit auch mitteilt.

- Ulrich Kaiser -

Heft 7/8, 2017

Schwerpunkt: An der Grenze des Sagbaren

  • Rudolf Steiner als Erzähler
  • Sprachgebrauch und Spracherneuerung
  • Die Michael-Prophetie Rudolf Steiners