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Yuval Noah Harari:21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

Entzaubert!

Wolfgang Gädeke:Marie Steiner und die Christengemeinschaft. Eine tragische Beziehung

Erschwertes Miteinander

Peter Matthiessen (Hg.):Zur Bedeutung der Zeit in der Medizin. Für eine zeitliche Kultivierung der Patient-Arzt-Begegnung

Erst die Zeit ermöglicht Heilung

Kurz notiert

Selbstoptimierung oder Weltbezug?

Zum IV. Kongress ›Meditation und Wissenschaft‹

550 Teilnehmer waren am ersten Adventswochenende 2018 nach Berlin zum vierten Kongress ›Meditation und Wissenschaft‹ unter dem Titel: ›Meditation zwischen Abgrund und Nirvana‹ gekommen und diskutierten vor allem zwei... [mehr]

550 Teilnehmer waren am ersten Adventswochenende 2018 nach Berlin zum vierten Kongress ›Meditation und Wissenschaft‹ unter dem Titel: ›Meditation zwischen Abgrund und Nirvana‹ gekommen und diskutierten vor allem zwei Fragen: Wieweit lässt sich die Meditation – unter der in diesem Kontext grundsätzlich die buddhistisch inspirierte Achtsamkeits- oder die säkularisierte Zen-Meditation verstanden wird – zu Zwecken der Selbstoptimierung nutzen? Und: Wieweit wird das, was mit dieser Art der Meditation ursprünglich gesucht wurde, nämlich ein tieferes und wahres Verstehen der eigentlichen Natur der Welt und damit auch des eigenen Selbst, dadurch verraten, dass man Achtsamkeit im Sinne eines wirtschaftlichen und gesundheitlichen Effektivitätsdenkens instrumentalisiert? Der Kongress sollte mithin ein Statement gegen »Achtsamkeit light« sein.

Nachrichten der Phantasie oder: Die Schönheit der Welt

Zur Ausstellung ›Mykene – Die sagenhafte Welt des Agamemnon‹ im Badischen Landesmuseum Karlsruhe

Auch die Geschichtsschreibung ist Kunst. Wie der Einsatz von Phantasie tatsächlich Wirklichkeit zutage fördert, belegen eindrucksvoll die Grabungen Heinrich Schliemanns, der zunächst Troja und dann Mykene entdeckte –... [mehr]

Auch die Geschichtsschreibung ist Kunst. Wie der Einsatz von Phantasie tatsächlich Wirklichkeit zutage fördert, belegen eindrucksvoll die Grabungen Heinrich Schliemanns, der zunächst Troja und dann Mykene entdeckte – alles auf der Basis von Literatur, die der wissenschaftliche Laie als Information wörtlich nahm: die Reiseberichte des Pausanias, die vielfach überlieferten Mythen und allen voran ›Ilias‹ und ›Odyssee‹ von Homer: »Sobald ich sprechen gelernt, hatte mir mein Vater die grossen Thaten der Homerischen Helden erzählt. Ich liebte diese Erzählungen; sie entzückten mich, sie versetzten mich in hohe Begeisterung.«

Zur Entwicklung des Sehens

Michael Bockemühl und Raimer Jochims über Farbmalerei und »Identität«

Als Michael Bockemühl in einem Vortrag die Frage stellte, was eigentlich Farbe sei, konnte keiner der Zuhörer eine erhellende Antwort geben. Zum Teil waren die Antworten vom heutigen wissenschaftlichen Denkmodell geprägt,... [mehr]

Als Michael Bockemühl in einem Vortrag die Frage stellte, was eigentlich Farbe sei, konnte keiner der Zuhörer eine erhellende Antwort geben. Zum Teil waren die Antworten vom heutigen wissenschaftlichen Denkmodell geprägt, das die Farben als elektromagnetische Strahlung verschiedener Längenwellen definiert, die in unterschiedlicher Weise auf die Rezeptoren unserer Netzhaut wirken. Sehen können wir diese Wellen allerdings nicht, wenn wir auf ein bestimmtes Grün oder Blau schauen. Auch kann uns die Wissenschaft nicht erklären, wie aus den Reizen, die über die Nervenbahnen weitergeleitet werden, das Innenerlebnis wird, das wir beim Anblick einer Farbe empfinden. Bockemühl wählte hier, um sich verständlich zu machen, drastische Worte: Noch nie sei durch eine physiologische Untersuchung in der Gehirnmasse die Farbe entdeckt worden, die im Beschauer als konkret erlebte Qualität eines besonderen Farbtons wahrgenommen wird.

Die offene Gesellschaft und ihre Anthroposophen

Von Verschwörungstheorien, dem »Kampf gegen Rechts« und anderen Unschärfen

Im Juli/August 2018 veröffentlichte das Magazin ›Info3‹ eine von acht prominenten Repräsentanten der Anthroposophie in Deutschland unterzeichnete und wenig später von den Zeitschriften ›Anthroposophie‹ und ›Anthroposophie... [mehr]

Im Juli/August 2018 veröffentlichte das Magazin ›Info3‹ eine von acht prominenten Repräsentanten der Anthroposophie in Deutschland unterzeichnete und wenig später von den Zeitschriften ›Anthroposophie‹ und ›Anthroposophie weltweit‹ nachgedruckte Erklärung, wonach Verschwörungstheorien mit liberalem respektive anthroposophischem Denken unvereinbar seien. Im Umfeld der Anthroposophie, so die Initiatoren, begegne man immer häufiger »Vertretern der krudesten Ideologien«: angefangen bei der »Holocaustleugnung« über »Theorien der Verschwörung durch Juden, Jesuiten, Bilderberger oder Freimaurer, spirituell verbrämte Deutschtümelei und Bekämpfung des längst überholten Vorwurfs der deutschen Alleinschuld für den Ersten Weltkrieg« bis hin zu »Mutmaßungen über von Geheimdiensten inszenierte Terroranschläge und Annahmen über die Manipulation des politischen Lebens sowie der Medien durch geheime Zirkel«. Der »gemeinsame Nenner« dieser auf den ersten Blick so unterschiedlichen Verschwörungsfabulate sei »die Fixierung auf ›das Böse‹ und sein Wirken in der Welt sowie die Auffassung des Weltgeschehens als einem von einer kleinen Gruppe manipulierten Marionettentheater.« Der Rekurs »auf das Wirken unheilvoller Mächte« und vermeintlicher Konspirationen, so die Erklärung weiter, bewirke eine »passive Zuschauerhaltung, die dem Entwicklungsimpuls der Anthroposophie« zuwiderlaufe.

Der Lebenszyklus der ätherischen Atmung

Aus einer Einführung ins Kognitive Yoga

»Wenn wir Wasser vor uns haben, so sieht man diesem Wasser nicht an, daß der Chemiker in die Lage kommt, dieses Wasser zu scheiden in Wasserstoff und Sauerstoff. Wasser ist flüssig, Wasser brennt nicht. Der Wasserstoff,... [mehr]

»Wenn wir Wasser vor uns haben, so sieht man diesem Wasser nicht an, daß der Chemiker in die Lage kommt, dieses Wasser zu scheiden in Wasserstoff und Sauerstoff. Wasser ist flüssig, Wasser brennt nicht. Der Wasserstoff, den der Chemiker abscheidet, ist ein Gas, er brennt, er ist etwas ganz anderes. Das ist dasjenige, was ich zum Vergleich heranziehen möchte für einen Vorgang des geistigen Lebens, den ich gleich erörtern will. Wenn wir den Menschen im gewöhnlichen Leben vor uns haben, so haben wir in ihm vereinigt das Geistig-Seelische und das Leiblich-Physische, wie wir im Wasser vereinigt haben den Wasserstoff und den Sauerstoff. In dem, was ich nennen möchte ›geistige Chemie‹, obliegt uns, das Geistig-Seelische abzutrennen von dem Leiblich-Physischen, wie auf physischem Gebiet der Chemiker abtrennt den Wasserstoff vom Wasser. Und es ist nur begreiflich, daß man ebensowenig aus der Betrachtung des gewöhnlichen Menschen eine Anschauung gewinnen kann über das Wesen des Geistig-Seelischen, wie man durch Anschauung des Wassers eine Ansicht gewinnen kann über das Wesen des Wasserstoffes.« – Rudolf Steiner

Kann die Sinneswelt Maja sein?

Ein altes theosophisches Vorurteil hält die Sinneswelt für Maja. Das ist deshalb ein Vorurteil, weil es der Erfahrung widerspricht. Da aber auch Rudolf Steiner von einer Maja spricht, gerät das Bewusstsein in einen Zwiespalt:... [mehr]

Ein altes theosophisches Vorurteil hält die Sinneswelt für Maja. Das ist deshalb ein Vorurteil, weil es der Erfahrung widerspricht. Da aber auch Rudolf Steiner von einer Maja spricht, gerät das Bewusstsein in einen Zwiespalt: Wider die eigene, unmittelbare Erfahrung, dass ich von der sinnlichen Wahrnehmung fraglos berührt werde, soll ich annehmen, dass das alles gar nicht wirklich sei. Nun wird mancher Kenner der philosophischen Ausführungen Rudolf Steiners (z.B. der ›Philosophie der Freiheit‹) einwenden, dass die Wirklichkeit erst durch das Verbinden der Wahrnehmung mit dem zugehörigen Begriff entstehe. Weiter Geschulte werden darauf hinweisen, dass ich ohne den zugehörigen Begriff überhaupt nichts wahrnehme.

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