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Auf den Spuren der Sachsen

Zur Ausstellung ›Saxones‹ in den Landesmuseen Hannover und Braunschweig

Eines der schlichtesten Stücke der in Hannover ausgestellten Funde ist ein »Langsax« aus Eisen vom 8./9. Jahrhundert aus einem Grab in Dörverden, Landkreis Verden an der Aller. Mit dem Begriff »Sax« wurden in den germanischen... [mehr]

Eines der schlichtesten Stücke der in Hannover ausgestellten Funde ist ein »Langsax« aus Eisen vom 8./9. Jahrhundert aus einem Grab in Dörverden, Landkreis Verden an der Aller. Mit dem Begriff »Sax« wurden in den germanischen Sprachen einschneidige kurze Schwerter oder Messer, später auch größere Schwerter bezeichnet. Es liegt nahe und wäre auch sprachlich korrekt, den Namen »Sachsen« daraus abzuleiten – die frühen Sachsen wären dann die »Messermenschen«, die in den ersten verlässlichen Quellen als arge Plünderer und Piraten beschrieben werden; Menschen, die den Sax als effektive Waffe anstelle der Spatha, des zweischneidigen Langschwertes, benutzten.

Die Meisterfrage bei Sergej O. Prokofieff

Zu Sergej O. Prokofieff: ›Rudolf Steiner und die Meister des esoterischen Christentums‹

Einundzwanzig Jahre vergingen von den ersten Anfängen des hier zu besprechenden Buches bis zu seiner Veröffentlichung zu Weihnachten 2018. In der Zwischenzeit verstarben 2005 die sehr mit Sergej O. Prokofieffs Werk verbundene... [mehr]

Einundzwanzig Jahre vergingen von den ersten Anfängen des hier zu besprechenden Buches bis zu seiner Veröffentlichung zu Weihnachten 2018. In der Zwischenzeit verstarben 2005 die sehr mit Sergej O. Prokofieffs Werk verbundene Übersetzerin Ursula Preuß und 2014 auch der Autor selbst. Es kam immer wieder zum Stillstand und zu Verzögerungen in der Arbeit an dem Buch, bis Ute E. Fischer sich Ende 2017 an die Übersetzung der von Preuß noch nicht übertragenen Teile machte. Dass Prokofieff selbst das Ganze der deutschen Fassung nicht mehr einer Endredaktion unterziehen konnte, möge der Leser bei der Lektüre berücksichtigen.

»Dass da Seele durch den Weltenraum dringt auf den Schwingen des Lichtes ...«

Über den »Lichtseelenatem« als Pendelschlag zwischen Wahrnehmen und Denken und eine Tagung in Stuttgart

Was ist Meditation? Herbert Witzenmann arbeitete in einer gleichnamigen Schrift die zwei »Grundformen« aller modernen, auf die menschliche Freiheit und Entwicklung der Individualität gegründeten Meditation (im Vergleich... [mehr]

Was ist Meditation? Herbert Witzenmann arbeitete in einer gleichnamigen Schrift die zwei »Grundformen« aller modernen, auf die menschliche Freiheit und Entwicklung der Individualität gegründeten Meditation (im Vergleich zu den östlichen Meditationsformen) heraus und kennzeichnete diese wie folgt: »Denn Meditation kann einerseits nichts anderes sein als das Erlangen der Einsicht, wie sich die geistige Welt mit der Sinnenwelt verbindet, – andererseits das Erlangen der Einsicht, wie wir uns selbst mit der geistigen Welt, wie wir diese mit uns verbinden.« Diese zeitgemäße Form der Meditation könne prinzipiell an jedem Gegenstand, in der Natur, aber auch ausgehend von geeigneten Kunstwerken oder Sinnbildern durchgeführt werden. Eine Hauptmethode der Meditation sei dabei – so Witzenmann mit Referenz auf Rudolf Steiners ›Philosophie der Freiheit‹ – »die Beobachtung der Wirklichkeitsentstehung durch unsere geistige Aktivität«

›Moby Dick‹ als Mysterienroman

Zum 200. Geburtstag Herman Melvilles (1819–1891)

Herman Melvilles ›Moby Dick‹ (1851) wurde durch Diether Lauensteins Studie ›Das Geheimnis des Wals‹ (1973) überzeugend als »Mysterienroman« nachgewiesen. Lauenstein, ein gründlicherKenner der Mysterien von Eleusis,... [mehr]

Herman Melvilles ›Moby Dick‹ (1851) wurde durch Diether Lauensteins Studie ›Das Geheimnis des Wals‹ (1973) überzeugend als »Mysterienroman« nachgewiesen. Lauenstein, ein gründlicherKenner der Mysterien von Eleusis, empfahl ausdrücklich die Lektüre seiner Studie, ehe man sich auf die »Große Fahrt« dieses Romans begibt. Der Leser sei vor Melville gewarnt, der ihn mit seinem genial-weitschweifigen Stil auf skurrile Weltreisen mitnimmt. In einer Textprobe vom Ende des ersten Kapitels kommt einem bereits sein Sinn für Rhythmus und imaginative Sprache entgegen: »In Anbetracht dieser Gründe also war die Walfangreise willkommen; die großen Schleusentore der Wunderwelt schwangen auf, und in den wilden Wahngebilden, die mich neuen Vorhaben entgegenschwenkten, trieben sie Paar um Paar in meine innerste Seele, endlose Prozessionen des Wales, und in ihrer aller Mitten ein einzelnes großes vermummtes Phantom, gleich einem Schneeberg in den Lüften.« Wer war der Mensch, der solche Sätze prägte, wie kam er zu seinem Werk und wie – umgekehrt – prägte es ihn? Was kann ein »Mysterienroman« für uns heute bedeuten? Und was hat er insbesondere für Melvilles Heimat, die Vereinigten Staaten von Amerika für eine Bedeutung?

Die Schwelle im Menschen und zwischen den Menschen

Seelische Beobachtung zu Denken, Fühlen und Wollen

Man kann eine seelische Beobachtung an sich selbst und auch an anderen Menschen machen, durch die etwas Konstitutives und ganz Grundlegendes des Seelenlebens sehr vieler heutiger Menschen umrissen wird. Man blicke dabei auf... [mehr]

Man kann eine seelische Beobachtung an sich selbst und auch an anderen Menschen machen, durch die etwas Konstitutives und ganz Grundlegendes des Seelenlebens sehr vieler heutiger Menschen umrissen wird. Man blicke dabei auf folgende innere Situation: Man denkt einen Gedanken. Es entsteht eine Einsicht. Wenn es ein umfassender – z.B. ein geisteswissenschaftlicher – Gedanke ist, der durch den eigenen Denkprozess wirklich durchdrungen und aufgebaut wird, dann ist es umso besser. Diese Einsicht, diesen gedachten Gedanken kann man innerlich vor sich hinstellen und anschauen. Er schwebt, räumlich gesehen, im Bereich des Kopfes, kann aber auch darüber hinausgehen. Der Gedanke hat überdies eine Gestalt; diese variiert, je nachdem, um welchen Gedanken es sich handelt.

Sieht man Licht, dann schaut man Licht

Klar, Licht ist unsichtbar! Das ist der unumstößliche Ausgangspunkt. Aber: Was sieht man denn in den Fällen, in denen man sagt, man sähe Licht? Licht erzählt von seiner unsichtbaren Anwesenheit, indem es ein Sinnenfälliges... [mehr]

Klar, Licht ist unsichtbar! Das ist der unumstößliche Ausgangspunkt. Aber: Was sieht man denn in den Fällen, in denen man sagt, man sähe Licht? Licht erzählt von seiner unsichtbaren Anwesenheit, indem es ein Sinnenfälliges für das Auge sichtbar macht. Das unsichtbare Licht benötigt immer etwas, das in seiner Gegenwart zur sinnlichen Erscheinung kommt, um dem Sehenden von seiner – des Lichtes – Anwesenheit zu berichten.

»Das Essenzielle geht verloren«

Corinna Gleide im Gespräch mit Ulrike Wendt und Markus Buchmann

Nachdem wir mit dem diesjährigen Märzheft anlässlich der Meditationstagung in Stuttgart zur Thematik des Lichtseelenprozesses schon in das Thema Licht eingetaucht waren, war es für uns als Redaktion selbst überraschend,... [mehr]

Nachdem wir mit dem diesjährigen Märzheft anlässlich der Meditationstagung in Stuttgart zur Thematik des Lichtseelenprozesses schon in das Thema Licht eingetaucht waren, war es für uns als Redaktion selbst überraschend, nach so kurzer Zeit erneut auf das Thema Licht zu stoßen. Aber es ergab sich so, denn für die Bildekräfteforscher Ulrike Wendt und Markus Buchmann, die wir gern zu ihrer Arbeit interviewen wollten, steht das Licht seit längerem im Zentrum ihrer Arbeit.

Tag, Nacht und Dämmerung

Goetheanistische Betrachtungen aus Afrika III

Markus, bei dem ich zwei Wochen in einer kleinen Lodge im Orongo-Gebirge wohne, hat die Vorliebe, seine Gäste zum Sonnenuntergang auf einen Berg zu führen. Kein Afrika-Urlaub ohne spektakuläre Fotos von Sonnenuntergängen!... [mehr]

Markus, bei dem ich zwei Wochen in einer kleinen Lodge im Orongo-Gebirge wohne, hat die Vorliebe, seine Gäste zum Sonnenuntergang auf einen Berg zu führen. Kein Afrika-Urlaub ohne spektakuläre Fotos von Sonnenuntergängen! So komme ich in den Genuss, immer wieder den Farbenzauber des Abendhimmels zu bestaunen. Morgens verschlafe ich meist die Dämmerungsfarben, geht hier die Sonne doch früh auf. Allerdings geht sie auch früh wieder unter. Markus ruft Kimbra den Hund, schultert eine Kühltruhe, und wir laufen auf einen dieser langsam in der Gluthitze Afrikas abplatzenden runden Granithügel, von denen aus man die Savanne bis zum Horizont überblickt. Der Zauber beginnt schon, als wir ankommen: Aus dem Blau des Himmels neigt sich die blendende Kugel langsam hinab zu einem dunstigen Horizont, an dem es farbig zu werden beginnt. Dies ist ein Augenblick, der Sonne zu gedenken. Sie ist es letztlich, die hier alles beherrscht.

Zu diesem Heft

Das vorliegende Heft zeichnet sich dadurch aus, dass sein inhaltlicher Schwerpunkt – die sinnliche und die übersinnliche Seite des Lichtes – formal gesehen nicht im Zentrum steht, sondern auf die Peripherie verteilt... [mehr]

Das vorliegende Heft zeichnet sich dadurch aus, dass sein inhaltlicher Schwerpunkt – die sinnliche und die übersinnliche Seite des Lichtes – formal gesehen nicht im Zentrum steht, sondern auf die Peripherie verteilt ist. Denn Hans- Christian Zehnters konziser Aufsatz ›Sieht man Licht, dann schaut man Licht‹ ist der einzige Hauptartikel zu diesem Thema. Die anderen Beiträge sind auch weniger allgemein gehalten, sondern haben jeweils einen konkreten Bezugspunkt – weshalb es angebracht erscheint, von »Lichtberichten« zu sprechen.

Geistiger Determinismus?

Zu ›Am Widerstand gewinne!‹ von Christoph Hueck in die Drei 4/2019

Angelika Sandtmann:Die Dialog-Vision von David Bohm. Denkmustern auf den Grund gehen

Eine Dialogrezension über ein Dialogbuch