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Zum Abschluss der Stuttgarter Christian Morgenstern-Gesamtausgabe

Als 1987 die ersten beiden Bände der Stuttgarter Ausgabe von Christian Morgensterns Werken und Briefen erschienen, sprach die Verlagswerbung etwas vollmundig von der »ersten authentischen« Edition – was den jetzt hier... [mehr]

Als 1987 die ersten beiden Bände der Stuttgarter Ausgabe von Christian Morgensterns Werken und Briefen erschienen, sprach die Verlagswerbung etwas vollmundig von der »ersten authentischen« Edition – was den jetzt hier wieder schreibenden Rezensenten in damals jugendlichem Übermut u.a. zu spöttischer Kritik provoziert hatte, wie wenn Morgenstern selbst keine authentischen Texte veröffentlicht hätte. Jetzt, über dreißig Jahre später, muss mit dem Erscheinen des letzten Bandes (›Briefwechsel 1909-1914‹) und dem Abschluss der neunbändigen Stuttgarter Ausgabe deutlich gesagt werden, dass dieses von Reinhart Habel (1928–2014) initiierte und fast bis zum Schluss geführte Unternehmen ein wahrer Glücksfall ist – für Morgenstern und alle seine Leser.

Meisterhafte Gesellschaftskritik

Zu Hartmut Rosa: ›Unverfügbarkeit‹

Hartmut Rosa muss spätestens seit seinem Opus magnum ›Resonanz‹als der gegenwärtig wohl meistgelesene und einflussreichste deutsche Soziologe gelten, der nicht ohne Grund Direktor des ›Max-Weber-Kollegs‹ in Erfurt... [mehr]

Hartmut Rosa muss spätestens seit seinem Opus magnum ›Resonanz‹als der gegenwärtig wohl meistgelesene und einflussreichste deutsche Soziologe gelten, der nicht ohne Grund Direktor des ›Max-Weber-Kollegs‹ in Erfurt ist. In seinem neuen, auf zwei in Graz im Frühjahr 2018 gehaltenen Vorlesungen beruhenden Buch verdichtet er seine Weltsicht und Gesellschaftskritik im Hinblick auf sein Resonanzkonzept und macht uns dieses – auch im anthroposophischen Sinne – noch interessanter.

Kurz notiert

Inge Thöns und Herbert Blank:Librairie Au Pont de l’Europe – Die erste Exilbuchhandlung in Paris

Einzigartiges Zeitdokument

Natascha Wodin:Irgendwo in diesem Dunkel

Verderbliches Schweigen

Olivier Guez:Das Verschwinden des Josef Mengele

Das Verschwinden als Motiv

Usama Al Shamani:In der Fremde sprechen die Bäume arabisch

Das Verschwinden als Motiv

Durchaus nicht sachgemäß?

Zu ›Geldalterung und Kapitallenkung‹ von Stephan Eisenhut in die Drei 11/2018

Zu diesem Heft

Die anthroposophische Meditation und insbesondere der Lichtseelenprozess stehen im Mittelpunkt dieses Heftes, dessen Titel ›Die Seele atmet im Licht‹ der gleichnamigen, thematisch eng verwandten Tagung entlehnt ist, die... [mehr]

Die anthroposophische Meditation und insbesondere der Lichtseelenprozess stehen im Mittelpunkt dieses Heftes, dessen Titel ›Die Seele atmet im Licht‹ der gleichnamigen, thematisch eng verwandten Tagung entlehnt ist, die im März 2019 in Stuttgart stattfinden wird. Die schlichte Frage: »Warum meditieren?« bildet dabei den Ausgangspunkt des einleitenden Beitrags von Wolfgang Tomaschitz über die Freiheitsgestalt der anthroposophischen Meditation. Danach zeigt Christoph Hueck anhand eines bestimmten Mantrams, wie Erfahrungen an der Grenze zum leibfreien Bewusstsein gemacht werden können. Von Anna-Katharina Dehmelt folgt sodann eine als grundlegende Einführung geeignete Darstellung des Lichtseelenprozesses und seiner Bedeutung im Werk Rudolf Steiners. Gunhild von Kries und Andreas Heertsch greifen anschließend in jeweils kürzeren Beiträgen einzelne Aspekte heraus, bevor Yeshayahu ben Aharon noch einmal – gefasst als »Kognitives Yoga« – zum Lichtseelenprozess grundsätzlich wird und weite Perspektiven eröffnet.

Auf dem Weg in die Hölle

Eine Zwischenbilanz zum Brexit

In normalen Zeiten hätte Großbritannien nach den Ereignissen der letzten Wochen und Monate eine neue Regierung und die Premierministerin Theresa May wäre schon längst nicht mehr im Amt. Wie weit die üblichen Regeln der... [mehr]

In normalen Zeiten hätte Großbritannien nach den Ereignissen der letzten Wochen und Monate eine neue Regierung und die Premierministerin Theresa May wäre schon längst nicht mehr im Amt. Wie weit die üblichen Regeln der Politik in diesem Land nicht mehr greifen, oder anders ausgedrückt: Wie sehr seine politische Kultur verkommen ist, zeigt sich daran, dass May trotz einer verheerenden Niederlage im Parlament für ihren Brexit-Plan stur mit einer Politik fortfahren kann, die – wäre dieses Land eine Person – einem Akt der Selbstverletzung gleichkäme. Oder, wie es der EU-Ratspräsident Donald Tusk – offensichtlich am Ende seiner Geduld – Anfang Februar ausdrückte: »Ich habe mich gefragt, wie der besondere Platz in der Hölle für diejenigen aussieht, die den Brexit vorangetrieben haben, ohne auch nur einen Schimmer von einem Plan zu haben, ihn sicher durchzuführen.« Der irische Premierminister Leo Varadkar drückte eine ähnliche Meinung aus – worauf mancher, nur halb im Scherz, meinte, dass wir Briten schon wissen, wie es in der Hölle aussieht, denn das ganze Land werde gerade dorthin geschleppt.

Vom richtigen Anfang

Überlegungen zur Freiheitsgestalt der anthroposophischen Meditation

Warum meditieren? – Ich möchte mit den folgenden .berlegungen dazu anregen, dieser Frage nachzugehen, und dafür argumentieren, dass sie hinsichtlich unserer Selbsterkenntnis ergiebig und hinsichtlich der Frage, wie frei... [mehr]

Warum meditieren? – Ich möchte mit den folgenden .berlegungen dazu anregen, dieser Frage nachzugehen, und dafür argumentieren, dass sie hinsichtlich unserer Selbsterkenntnis ergiebig und hinsichtlich der Frage, wie frei wir uns in unseren meditativen Versuchen oder »auf dem Schulungsweg« bewegen, unumgänglich ist. Etwas überspitzt könnte man sagen: Ein Mensch, der sich Anleitungen zur Meditation holt, ist in seiner Freiheit akut gefährdet oder hat zumindest einen erh.hten Bedarf, diese zu verteidigen. Die Anthroposophische Meditation, die Rudolf Steiner in unterschiedlichen Formen und immer neuen Anläufen in die Kulturwelt der europäischen Moderne gestellt hat, versucht dieser Gefahr nicht nur zu begegnen, sondern explizit die Möglichkeit einer freien Aneignung meditativer Wege zu eröffnen. Meditation bleibt allerdings eine Praxis, eine Kunst. Sie muss nicht zwangsläufig gelingen und ist auch nicht zwangsläufig frei, d.h. durchschaut, individualisiert und den eingeholten Erfahrungen gewachsen.