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Innere und äußere Aspekte der Sozialen Frage

Die Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus und die Problematik des »bürgerlichen Denkens«

Im Februar 1919 wendet sich Rudolf Steiner in Zürich mit seinen Ideen zur Sozialen Frage das erste Mal an eine breite Öffentlichkeit. Im Wechsel mit seinen öffentlichen Vorträgen spricht er zu Mitgliedern des Züricher... [mehr]

Im Februar 1919 wendet sich Rudolf Steiner in Zürich mit seinen Ideen zur Sozialen Frage das erste Mal an eine breite Öffentlichkeit. Im Wechsel mit seinen öffentlichen Vorträgen spricht er zu Mitgliedern des Züricher Zweiges der Anthroposophischen Gesellschaft. Die öffentlichen Vorträge finden sich im Zyklus ›Die Soziale Frage‹; die Mitgliedervorträge sind im Zyklus ›Der innere Aspekt des sozialen Rätsels‹ veröffentlicht. Das Stenogramm seiner Züricher öffentlichen Vorträge hat Rudolf Steiner der Ausarbeitung des im April 1919 erschienen Buches ›Die Kernpunkte der sozialen Frage‹ zugrunde gelegt. Im vorliegenden Beitrag wird versucht, die damals dargelegten inneren und die äußeren Aspekte der Dreigliederung zusammenzuschauen.

 

Aspects intérieurs et extérieurs de la question sociale

L’idée de la Dreigliederung de l’organisme social et la problématique de la «pensée bourgeoise»

Die Abhängigkeit des Einkommens von der menschlichen Arbeit

Das Grundeinkommen: Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung I

Verhältnisse, durch die der Mensch genötigt ist, Motiv, Inhalt und Umfang seiner Arbeit an einem »Preis« zu orientieren, den er für seine Arbeit auf einem »Arbeitsmarkt« erzielen kann, bringen ihn unter seine Menschenwürde... [mehr]

Verhältnisse, durch die der Mensch genötigt ist, Motiv, Inhalt und Umfang seiner Arbeit an einem »Preis« zu orientieren, den er für seine Arbeit auf einem »Arbeitsmarkt« erzielen kann, bringen ihn unter seine Menschenwürde herunter. Die Aussicht auf Einkommen, bzw. die schiere Überlebensangst definieren dann nämlich, wie er sich in die Gesellschaft eingliedert. Indem sie die Arbeit mittels Einkommen erpresst, beraubt sich die Gesellschaft des Zuflusses wirklich motivierter, sinnvoller Arbeit. Diejenigen Werte, die ein Mensch aufgrund seiner individuellen Fähigkeiten in Freiheit hervorbringen würde, werden der Gemeinschaft entzogen. Daraus folgt: Ein Einkommen erzielen und für die Gemeinschaft arbeiten – das müssen zwei vollkommen getrennte Vorgänge sein.

Das Grundeinkommen kommt mit seinen Fragen

Das Grundeinkommen: Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung II

Im 1. Teil dieser Serie (vgl. die Drei 1-2/2018) wurde begründet, warum ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht auf die Annahme gestützt werden kann, Maschinen würden Menschen von der Arbeit freistellen. Der Zwang zur... [mehr]

Im 1. Teil dieser Serie (vgl. die Drei 1-2/2018) wurde begründet, warum ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht auf die Annahme gestützt werden kann, Maschinen würden Menschen von der Arbeit freistellen. Der Zwang zur Arbeit ist in der Natur der arbeitsteiligen Weltwirtschaft begründet und kann daher nicht abgeschüttelt werden. Daneben gibt es Abhängigkeiten von Rechtsformen, die bewirken, dass der »Mehrwert« der voranschreitenden Arbeitsteilung zunehmend einer kleinen Personengruppe zufließt. Die Grundeinkommensbewegung möchte eigentlich diese Einkommen umverteilen, verliert dabei aber die Bedeutung der materiellen Arbeit aus dem Blick. Der II. Teil zeigt auf, wie falsch gestellte Fragen in eine Ökonomisierung des Geisteslebens hineinführen, anstatt die Klärung des Verhältnisses von Geistesleben und Wirtschaftsleben als Dreh- und Angelpunkt der zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklung zu begreifen.

Das Grundeinkommen als Silicon Valley-Strategie

Das Grundeinkommen – Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung III

Es gibt einen Zwang zur Arbeit, der in der Natur des Menschen begründet ist. Wie kann dieser von der Gemeinschaft so getragen werden, dass er keinen Widerspruch zur Freiheit darstellt? Was bedeutet es, wenn der »freie Geistesarbeiter«... [mehr]

Es gibt einen Zwang zur Arbeit, der in der Natur des Menschen begründet ist. Wie kann dieser von der Gemeinschaft so getragen werden, dass er keinen Widerspruch zur Freiheit darstellt? Was bedeutet es, wenn der »freie Geistesarbeiter« nicht mehr nach den Bedingungen seines Einkommens fragen muss? Die beiden ersten Teile der Serie haben gezeigt, dass eine Vereinigung von Wirtschaft und Freiheit nur möglich ist, wenn die vorhandene Gesamtarbeitszeit so geteilt wird, dass jeder neben der Arbeit noch seinen geistigen Impulsen folgen kann. Teil III der Serie verdeutlicht, warum dies nicht im Interesse vieler Kapitaleigentümer liegt. Sie benötigen die Spaltung der Gesellschaft in Arbeitslose und Arbeitende für den eigenen Machterhalt – und treiben gerade deshalb die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens voran.

Einkommensbildung und Menschenrecht

Das Grundeinkommen: Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung IV

Durch die Verhältnisse der Gegenwart, so kann das Ergebnis der ersten drei Artikel dieser Serie zusammengefasst werden, wird der Mensch dem »Sinn« seiner Arbeit immer mehr entfremdet. Das Grundeinkommen wurde dabei als... [mehr]

Durch die Verhältnisse der Gegenwart, so kann das Ergebnis der ersten drei Artikel dieser Serie zusammengefasst werden, wird der Mensch dem »Sinn« seiner Arbeit immer mehr entfremdet. Das Grundeinkommen wurde dabei als die folgerichtige Fortsetzung dieser Fehlentwicklung kritisiert. Der vorliegende Teil zeigt nun, wie gegenwärtig durch den Handel mit gewissen Rechten die Aussagekraft der Preise so geschwächt wird, dass ein bewusstes Ergreifen der ökonomischen Prozesse kaum möglich scheint. Denn die Grundlage einer funktionierenden Wirtschaft ist eine saubere und transparente Preisbildung. Der Artikel zeigt auf, inwiefern die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens zu einer Entkoppelung von Warenpreis und Einkommen und damit zu einer Verstärkung der Intransparenz führen würde. Nicht eine instinktive Vermischung von Wirtschafts und Rechtsfragen führt zu einer menschenwürdigen Gesellschaft, sondern eine bewusste Klärung des gegenseitigen Verhältnisses beider Bereiche. In diesem Zusammenhang wird die These der Grundeinkommensbewegung diskutiert, wonach Einkommen ein »Menschenrecht« sei.

Die digitale Revolution und unsere Einkommen

Das Grundeinkommen: Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung V

Das bedingungslose Grundeinkommen versteht sich auch als ein Instrument zur Korrektur der gegenwärtigen Vermögensverhältnisse: Die zunehmend von Robotern generierten Einkommen sollen umverteilt werden. Die wachsende Unterstützung... [mehr]

Das bedingungslose Grundeinkommen versteht sich auch als ein Instrument zur Korrektur der gegenwärtigen Vermögensverhältnisse: Die zunehmend von Robotern generierten Einkommen sollen umverteilt werden. Die wachsende Unterstützung durch neoliberale Kräfte, auf die im Vorangegangenen schon hingedeutet wurde, dürfte daher viele BGE-Befürworter irritieren. Wer also verrechnet sich hier: die neoliberalen Förderer dieser Bewegung oder ihre begeisterten Anhänger? Im Folgenden soll der Effekt der »digitalen Revolution« auf die verschiedenen, in den Warenpreisen enthaltenen Einkommensarten genauer untersucht werden. Vor diesem Hintergrund soll die Frage aufgeworfen werden: Was ist dran an der populären Idee einer Umverteilung von Einkommen?

República Catalana?

Brief aus Brüssel

Aus belgischer Perspektive ist beim Thema Katalonien vorab zu denken an den Unabhängigkeitskrieg der Vereinigten Niederlande gegen Spanien im 16. Jahrhundert, an Herzog Alba vor allem und die Hinrichtungen der Grafen Egmond... [mehr]

Aus belgischer Perspektive ist beim Thema Katalonien vorab zu denken an den Unabhängigkeitskrieg der Vereinigten Niederlande gegen Spanien im 16. Jahrhundert, an Herzog Alba vor allem und die Hinrichtungen der Grafen Egmond und Hoorn. All diese Schrecken sind tief eingegraben ins kollektive Bewusstsein, nicht nur in Belgien. Ebenso wichtig ist es, an die Ausrufung der Spanischen Republik im Jahre 1931 durch Lluís Companys, den Ministerpräsidenten der katalanischen Landesregierung (Generalitat de Catalunya), seine Flucht nach Frankreich im Jahre 1939, die spätere Auslieferung durch die Nazis an Spanien sowie seine Hinrichtung durch das Franco-Regime zu erinnern. All die Grauen des Spanischen Bürgerkrieges, dieses Kreises der Hölle, werden wieder wach.

Wie kann der Sinn der Arbeit wiedergefunden werden?

Das Grundeinkommen: Pathologie und Wirkung einer sozialen Bewegung VI

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens kann so viele Menschen faszinieren, weil dessen ökonomische Wirkungen kaum durchschaut werden. Besonders in Teil V dieser Serie wurde aufgezeigt, wie dadurch das Wasser auf die... [mehr]

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens kann so viele Menschen faszinieren, weil dessen ökonomische Wirkungen kaum durchschaut werden. Besonders in Teil V dieser Serie wurde aufgezeigt, wie dadurch das Wasser auf die Mühlen derjenigen gelenkt wird, gegen die sich die Grundeinkommensbefürworter eigentlich wehren wollen. Der letzte Teil dieser Serie rückt nun das Hauptmotiv der Grundeinkommensbewegung in den Fokus: Das Vertrauen auf die »intrinsische« Motivation als vermeintliche Antithese zum Motiv »Arbeiten für Geld«. Ist dieses Innerlich-Menschliche jedoch richtig erfasst und kommt es durch ein Grundeinkommen wirklich zum Zug – oder muss dazu vielleicht etwas ganz anderes geschehen?

Projekt Südbaden

Ein Versuch zum Aufbau assoziativer Wirtschaftsstrukturen

Vor 100 Jahren startete Rudolf Steiner in Süddeutschland einen Versuch zum Aufbau assoziativer Wirtschaftsstrukturen. Ist heute die Zeit reif, um einen neuen Versuch zu wagen? Gegenwärtig formiert sich eine Initiative,... [mehr]

Vor 100 Jahren startete Rudolf Steiner in Süddeutschland einen Versuch zum Aufbau assoziativer Wirtschaftsstrukturen. Ist heute die Zeit reif, um einen neuen Versuch zu wagen? Gegenwärtig formiert sich eine Initiative, die zunächst in der Region Südbaden einen neuen Schritt in Richtung dieser Wirtschaftsform unternehmen will. Kernelement ist dabei ein moderiertes Verrechnungsgeldsystem, durch das möglichst viele kleine und mittlere Unternehmen erreicht werden sollen.

»Geld ist Buchhaltung« – Ist diese Idee heute reif für die Welt?

Zum Forschungskolloquium der ›Wirtschaftskonferenz‹ vom 29. Oktober 2018 am Goetheanum

England und Deutschland sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einen tragischen Gegensatz geraten. Die dadurch hervorgerufene Trennung hat beide Völker immer mehr von ihrer eigentlichen Menschheitsaufgabe abgebracht. Christopher... [mehr]

England und Deutschland sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einen tragischen Gegensatz geraten. Die dadurch hervorgerufene Trennung hat beide Völker immer mehr von ihrer eigentlichen Menschheitsaufgabe abgebracht. Christopher Houghton Budd, Wirtschaftshistoriker und Koordinator der Wirtschaftskonferenz, bezeichnet diese beiden Völker als Cousinen. Es stellt sich ihm die Frage, ob sie durch ein gemeinsames Verständnis des Wirtschaftslebens wieder zu einer der Menschheitsentwicklung dienenden Zusammenarbeit finden können. In gleicher Weise müsste es möglich sein, eine Brücke zwischen der akademischen Wirtschaftswissenschaft und der anthroposophischen Bewegung zu finden. Der Schlüssel hierzu ist für ihn die Idee »Geld ist Buchhaltung«. Denn diese Idee lebt heute sowohl in englischsprachigen wie auch in deutschsprachigen Zusammenhängen und ist zudem nicht nur in anthroposophischen, sondern auch in akademischen Kontexten zu finden.

Zur Frage der Kreditgeldschöpfung

In der gegenwärtigen Wirtschaftspraxis gilt es als selbstverständlich, dass Banken Geld schöpfen, wenn sie Kredite vergeben. Die Wirtschaftswissenschaft begleitet diese Praxis mit einer umfangreichen Theorie. Die Mainstream-Auffassungen... [mehr]

In der gegenwärtigen Wirtschaftspraxis gilt es als selbstverständlich, dass Banken Geld schöpfen, wenn sie Kredite vergeben. Die Wirtschaftswissenschaft begleitet diese Praxis mit einer umfangreichen Theorie. Die Mainstream-Auffassungen hierzu werden sehr gut in einem FAZ-Artikel von Christian Siedenbiedel: ›Wie kommt Geld in die Welt?‹ beschrieben. Wie aber betrachtete Rudolf Steiner die sogenannte »Kreditgeldschöpfung«? Ging er ebenfalls davon aus, dass das Geld, welches als Buchgeld nur in Form von Zahlen in der Buchhaltung der Banken existiert, durch Kredite der Geschäftsbanken in Umlauf gebracht werden soll? Ist damit in der heutigen Literatur ein Prozess beschrieben, auf den Steiner sich implizit ebenfalls bezieht, wenn er von Geld als Buchhaltung spricht?