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Ein Tor zum Eigentlichen

Zur Skalierbarkeit von Imagination, Inspiration und Intuition

Die höheren Erkenntnisstufen sind nicht nur für Eingeweihte erreichbar. Die damit verbundenen Erfahrungen können unter bestimmten Bedingungen schon im alltäglichen Leben eintreten, nur werden sie dort oft nicht bemerkt,... [mehr]

Die höheren Erkenntnisstufen sind nicht nur für Eingeweihte erreichbar. Die damit verbundenen Erfahrungen können unter bestimmten Bedingungen schon im alltäglichen Leben eintreten, nur werden sie dort oft nicht bemerkt, weil sie sehr unscheinbarer Natur sind. Man muss gewissermaßen seine Denkaktivität auf die richtige Größenordnung einstellen, um sie zu bemerken. Anders gesagt: Die Begriffe Imagination, Inspiration und Intuition lassen sich skalieren.

Lebendiges Wissen als Organ der Wahrnehmung

Über das Verhältnis von Wissen, Wahrnehmung und Handlung vom Gesichtspunkt der Waldorfpädagogik

In der Rezeption der Waldorfpädagogik spielen deren charakteristische Methoden, die Verwendung spezifischer Materialien und wohl auch die Haltung der Pädagogen eine überragende Rolle. Dies gilt nicht minder für die −... [mehr]

In der Rezeption der Waldorfpädagogik spielen deren charakteristische Methoden, die Verwendung spezifischer Materialien und wohl auch die Haltung der Pädagogen eine überragende Rolle. Dies gilt nicht minder für die − von Rudolf Steiner als Vertiefung der Pädagogik verstandene – Heilpädagogik. Die anthropologischen Grundlagen bleiben in der Rezeption demgegenüber zurück. Dennoch konstatieren waldorfpädagogisch orientierte Forscher und Praktiker seit langem, dass nicht nur zahlreiche Praxiselemente der WaldorfpaÅNdagogik ins allgemeine Schulsystem übernommen werden, sondern sich auch genuine und grundlegende Gedanken der anthroposophischen ›Menschenkunde‹ in zeitgenössischen Konzepten wiederfinden, welche zudem durch empirische Ergebnisse bestärkt werden.

Rudolf Steiner zur kantischen Maximenethik

Eine Korrektur

Rudolf Steiner gibt im II. Teil seiner ›Philosophie der Freiheit‹ – auf der Grundlage der vor allem erkenntnistheoretischen Überlegungen des I. Teils, die zur Einsicht in den universellen Charakter des reinen Denkens1... [mehr]

Rudolf Steiner gibt im II. Teil seiner ›Philosophie der Freiheit‹ – auf der Grundlage der vor allem erkenntnistheoretischen Überlegungen des I. Teils, die zur Einsicht in den universellen Charakter des reinen Denkens1 und zum zentralen Begriff der Intuition führen – eine Beschreibung dessen, was ihm als menschen- und zeitgemäße Ethik vorschwebt. Er nennt sie den »Ethischen Individualismus«. Steiner hielt seine ›Philosophie der Freiheit‹ für so grundlegend und bedeutsam, nicht zuletzt als Fundament der Anthroposophie, dass er sein Leben lang an ihr festhielt. Deshalb ließ er 25 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen auch eine zweite Auflage folgen und bereits 1921 noch eine dritte. Und deshalb hat Steiner in seinem Gesamtwerk auch mehr als 200-mal auf die ›Philosophie der Freiheit‹ verwiesen, was die Bedeutung, die er ihr beimaß, eindrücklich unterstreicht.

Meditative Diagnostik

Bausteine zu einer anthroposophisch inspirierten Psychotherapie

Juni 2013 erschien in der anthroposophischen Zeitschrift ›Merkurstab‹ ein Artikel von mir zu Wegen für Psychotherapeuten, die eine meditativ orientierte Vertiefung ihrer therapeutischen Arbeit im Sinne des gegenwärtig... [mehr]

Juni 2013 erschien in der anthroposophischen Zeitschrift ›Merkurstab‹ ein Artikel von mir zu Wegen für Psychotherapeuten, die eine meditativ orientierte Vertiefung ihrer therapeutischen Arbeit im Sinne des gegenwärtig wirkenden Christuswesens suchen wollen. Während ich in diesem Artikel umfassend und grundsätzlich auf Meditation als Therapieinstrument zu schauen versuchte, stelle ich hier eine Form meditativ orientierter Diagnostik vor. Sie ist von mir zwar ursprünglich für psychotherapeutische Klienten angewandt worden, kann aber, so denke ich, auch anderen Therapeuten hilfreich sein, die helfend und heilend mit der Beziehung der menschlichen Seele zwischen Körper und Geist umgehen.

Die ›Stufenleiter der Mönche‹

Die vier Stufen der christlich-mystischen Meditation

»Meditation« ist heute weltweit zu einem Schlagwort geworden, unter dem sich die meisten Menschen etwas vorstellen, das im östlichen Buddhismus seinen Ursprung hat. Dass es aber ebenso in der westlichen Tradition, insbesondere... [mehr]

»Meditation« ist heute weltweit zu einem Schlagwort geworden, unter dem sich die meisten Menschen etwas vorstellen, das im östlichen Buddhismus seinen Ursprung hat. Dass es aber ebenso in der westlichen Tradition, insbesondere im christlichen Mittelalter bereits sehr differenzierte Meditationsanweisungen und Methoden gegeben hat, ist nur wenigen Menschen bekannt. Der folgende Beitrag soll einen Einblick in eine sehr gut dokumentierte Meditationsweise geben, die in ihrem vierstufigen Aufbau eine deutliche Verwandtschaft zu den ›Stufen der höheren Erkenntnis‹ Rudolf Steiners zeigt.

Prometheus in München

Eine kurze Begegnung mit Rudolf Steiner

Je länger man lebt, desto mehr denkt man über seine Vergangenheit nach; immer mehr hat man das Bedürfnis, seine Erinnerungen, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Eric Kandel, Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger... [mehr]

Je länger man lebt, desto mehr denkt man über seine Vergangenheit nach; immer mehr hat man das Bedürfnis, seine Erinnerungen, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Eric Kandel, Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger für Medizin, schreibt: »Die Persönlichkeit ist die Erinnerung. Wir sind, was wir sind, auf Grund unserer Erinnerungen«. Und Erinnerungen müssen – das sollte man nicht vergessen – an kommende Generationen weitergegeben werden. Dies ist wichtig für die Kultur und Entwicklung der ganzen Menschheit, der einzelnen Nationen und des einzelnen Menschen.

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Lichtwerdung des Menschen

Das Transfigurative in der byzantinischen Spiritualität

Der 6. August ist der Tag, an dem die Transfiguration, die Verwandlung – metamórphôsis im Griechischen – Jesu Christi am Berg Tabor gefeiert wird. Immer wieder, wenn ich an dieses Ereignis denke, erlebe ich im Gedächtnis... [mehr]

Der 6. August ist der Tag, an dem die Transfiguration, die Verwandlung – metamórphôsis im Griechischen – Jesu Christi am Berg Tabor gefeiert wird. Immer wieder, wenn ich an dieses Ereignis denke, erlebe ich im Gedächtnis mein Gespräch mit dem 2010 unerwartet verstorbenen Pater Kosmas, das ungeplant während einer Exkursion in Kalabrien stattfand. Pater Kosmas war ein Mönch vom Berg Athos, der nach einem Auftrag seines spirituellen Lehrers – des in der orthodoxen Welt berühmten Pater Paisios – das halb verfallene byzantinische Kloster des Heiligen Johannes Theristís (des Schnitters bzw. Mähers) in Bivongi (Süd-Kalabrien) wieder beleben wollte. Während unseres Gesprächs sagte er, dass er diesen Schritt wagen wollte, damit Ost und West durch die Wirkung einer noch lebendigen Spiritualität sich wieder begegnen können. Das ionische Meer solle Europa nicht mehr trennen, sondern verbinden, so wie es jahrhundertelang durch die griechische Kultur geschah.

Verstoßene Brüder, verlorene Söhne

Israel von innen gesehen

Kaum ein anderes Land ist so heftig umstritten und ruft bei vielen Menschen derart reflexhafte Reaktionen hervor wie Israel. Und kaum ein Konflikt scheint so heillos verworren und von einer friedlichen Lösung so weit entfernt... [mehr]

Kaum ein anderes Land ist so heftig umstritten und ruft bei vielen Menschen derart reflexhafte Reaktionen hervor wie Israel. Und kaum ein Konflikt scheint so heillos verworren und von einer friedlichen Lösung so weit entfernt zu sein wie der zwischen Israelis und Palästinensern. Doch erst ein Verständnis der vielschichten Wirklichkeit Israels und der spirituellen Hintergründe dieses Konflikts kann dessen Lösung ermöglichen. Der folgende Beitrag versucht, Israel im doppelten Sinne des Wortes von »innen« heraus begreiflich zu machen: aus der Sicht eines Israelis und der eines Anthroposophen.

Der Müll, der Staat und die Religion

Zu einem Gedicht von Admiel Kosman

Admiel Kosman spricht nicht gerne über Politik. Öffentliche Kritik an der Regierungspolitik Israels? Wer sie angesichts der bedrohlich nach rechts rückenden Entwicklung von ihm erwartet, kann enttäuscht werden. Sie kommt... [mehr]

Admiel Kosman spricht nicht gerne über Politik. Öffentliche Kritik an der Regierungspolitik Israels? Wer sie angesichts der bedrohlich nach rechts rückenden Entwicklung von ihm erwartet, kann enttäuscht werden. Sie kommt wohl kaum aus seinem Mund – eher aus der Hand des Dichters. Mit Feder und Pinsel schafft er ein poetisches Gemälde, das – wie im nachfolgenden Gedicht – verhängnisvolle politische Entwicklungen reflektiert.

Das Wahrheitsgefühl

Ein Beitrag zum Verhältnis zwischen den Religionen

In diesem Beitrag wird versucht, die Aktualität, die Brisanz und das Potenzial eines Begriffs zumindest anfänglich herauszuarbeiten, der hinsichtlich unserer Urteilsbildung eine beträchtliche Relevanz beansprucht: das... [mehr]

In diesem Beitrag wird versucht, die Aktualität, die Brisanz und das Potenzial eines Begriffs zumindest anfänglich herauszuarbeiten, der hinsichtlich unserer Urteilsbildung eine beträchtliche Relevanz beansprucht: das Wahrheitsgefühl. Der Begriff kommt nicht allzu häufig und dezidiert im Werk Rudolf Steiners vor, und doch war dieser sich bewusst, dass die Rezeption der Anthroposophie auf ein »gesundes Wahrheitsgefühl« bzw. auf rückhaltloses, freies Wahrheitsgefühl« angewiesen sein würde und dass sie letztlich darauf setzt.

Im Namen des Propheten

Rudolf Steiner ging allem Anschein nach von der historischen Existenz des Propheten Mohammed aus.

Ein Koran ohne Mohammed?

Klaus J. Bracker im Gespräch mit Karl-Heinz Ohlig

Seit der Jahrtausendwende sind einige Publikationen historisch-kritischer Art zu den Anfängen des Islam erschienen, namentlich Christoph Luxenbergs Abhandlung ›Die syro-aramäische Lesart des Koran‹ (Schiler-Verlag,... [mehr]

Seit der Jahrtausendwende sind einige Publikationen historisch-kritischer Art zu den Anfängen des Islam erschienen, namentlich Christoph Luxenbergs Abhandlung ›Die syro-aramäische Lesart des Koran‹ (Schiler-Verlag, Berlin 2000). Seither wird öffentlich die These diskutiert, dass das heilige Buch des Islam ursprünglich nicht das Produkt einer wie auch immer gearteten Inspiration, sondern eine Sammlung frühchristlicher Texte gewesen sei, deren Entstehung sich über Jahrhunderte hingezogen habe. Diese auch in der Fachwelt sehr umstrittene These wird seit einigen Jahren von der ›Inârah‹-Forschungsgruppe – einem internationalen Zusammenschluss von Islamologen, Religionswissenschaftlern, Linguisten und Philologen – bearbeitet. Für die Drei sprach Klaus J. Bracker exklusiv mit Prof. Dr. Karl-Heinz Ohlig, einem der profiliertesten Vertreter dieser Gruppe.