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Abenteuer der Erkenntnis. Zu dem Film von Rüdiger Sünner: »Anthroposophie. Rudolf Steiner und seine Wirkung«

Abenteuer des Lichtes. Zur Ausstellung »Carl Gustav Carus, Natur und Idee«

Afrikanissimo – Starke Stimmen und neue Geschichten. Nachlese zu den afrikanischen Literaturtagen in Frankfurt

Aktuelle Lebensformen

Wie verfilmt man das Leben einer Philosophin? Es ist ja wesentlich durch Geistestaten charakterisiert. Eine ähnliche Problemlage wie die filmische Biographie von Hannah Arendt lässt sich jetzt besichtigen: ›Lou Andreas-Salomé‹... [mehr]

Wie verfilmt man das Leben einer Philosophin? Es ist ja wesentlich durch Geistestaten charakterisiert. Eine ähnliche Problemlage wie die filmische Biographie von Hannah Arendt lässt sich jetzt besichtigen: ›Lou Andreas-Salomé‹ unter der Regie von Cordula Kablitz-Post. Das macht den Film vorab bemerkenswert. Ein zweiter Aspekt ist die Motivlage: Während Hannah Arendt durchaus eine Renaissance erfuhr, und dies nicht nur durch den baden-württembergischen Ministerpräsidenten, der sie gern zitiert, ist Lou Andreas-Salomé, eine große Unbekannte, höchstens noch in sehr gut sortierten bürgerlichen Bildungshaushalten präsent.

Alexander der Große und die Öffnung der Welt. Eine Ausstellung in Mannheim

Am Scheideweg: Islamkritik und interkultureller Dialog

Zum Erscheinen einer korankritischen Streitschrift des deutsch-ägyptischen Politologen Hamed Abdel-Samad

Hamed Abdel-Samad ist einem breiteren Publikum durch seine zahlreichen Bücher und Auftritte in TV-Diskussionsrunden bekannt, in denen er seine kritische Haltung zum politischen Islam verteidigt. Als Sohn eines streng gläubigen... [mehr]

Hamed Abdel-Samad ist einem breiteren Publikum durch seine zahlreichen Bücher und Auftritte in TV-Diskussionsrunden bekannt, in denen er seine kritische Haltung zum politischen Islam verteidigt. Als Sohn eines streng gläubigen sunnitischen Imams in Ägypten aufgewachsen, kam er Mitte der 1990er Jahre zum Studium nach Deutschland und absolvierte hier innerhalb weniger Jahre eine Konversion vom überzeugten Muslim, den die Freizügigkeit westlicher Gesellschaften zutiefst verunsicherte und in schwere Sinnkrisen stürzte, zu einem der profundesten Kritiker der islamischen Religion.

Amerika – ein Heimatfilm

Zu ›First Reformed‹ von Paul Schrader

Das Münchner Filmfest ist das südliche Pendant zur weltbekannten Berlinale. Ein höchst merkwürdiges Werk feierte während dessen 36. Auflage im vergangenen Juli seine Deutschlandpremiere: ›First Reformed‹ von Paul... [mehr]

Das Münchner Filmfest ist das südliche Pendant zur weltbekannten Berlinale. Ein höchst merkwürdiges Werk feierte während dessen 36. Auflage im vergangenen Juli seine Deutschlandpremiere: ›First Reformed‹ von Paul Schrader, gezeigt jeweils einmal zu Beginn und zum Ende des einwöchigen Festivals – wie ein Rahmen zur großen Gegenwartsfrage: Was ist bloß los in Amerika?

An der Grenze zum verbotenen Land

Zu Peter Handkes 75. Geburtstag

Peter Handke wird 75 Jahre alt. Wie kann das sein? Ist jemand mit 75 nicht schon sehr alt? Nicht Peter Handke. Er bleibt jung in seinen Werken, und wenn man ab und zu ein Bild von ihm sieht, in immer vorgeschritteneren Jahren,... [mehr]

Peter Handke wird 75 Jahre alt. Wie kann das sein? Ist jemand mit 75 nicht schon sehr alt? Nicht Peter Handke. Er bleibt jung in seinen Werken, und wenn man ab und zu ein Bild von ihm sieht, in immer vorgeschritteneren Jahren, darf einen das nicht stören.

Dass er jung bleibt, bedeutet nicht, dass er etwa immer derselbe bleibt. Nein, er ist immer ein anderer, und keines seiner Werke gleicht einem vorherigen. Mit jedem Werk betritt er ein Gebiet, das er noch nicht kennt. Sein Alter zeigt sich höchstens als Zunahme an Weisheit.

Er hat viel veröffentlicht, und kaum jemand wird alles gelesen haben. Das erste, was ich vor vielen Jahren von ihm entdeckte, war ›Die Geschichte des Bleistifts‹ (1982). Ich empfand sie wie eine Offenbarung aus der Literatur, die einerseits real zur Erde gehört, aber als Kunst sich ins Übersinnliche schwingt – eine bezaubernde Welt zwischen Himmel und Erde, aus der man jedes Mal reich beschenkt zurückkehrt.

Andenken und neue Blicke

Kulturtag auf dem Galgenberg am 31. März 2019

Der 105. Todestag Christian Morgensterns war Anlass für die ›Christian-Morgenstern-Gesellschaft e.V.‹, nach ihrer Jahreshauptversammlung in Werder (Havel) ein vielstimmiges kulturelles Programm zu gestalten. Dr. Andreas... [mehr]

Der 105. Todestag Christian Morgensterns war Anlass für die ›Christian-Morgenstern-Gesellschaft e.V.‹, nach ihrer Jahreshauptversammlung in Werder (Havel) ein vielstimmiges kulturelles Programm zu gestalten. Dr. Andreas Hüneke eröffnete die dem Buch ›Palmström als Flieger‹ gewidmete Ausstellung. Diese 1917 von dem Jagdflieger Hellmuth Emil v. Zastrow unter dem Pseudonym »Zarathustra« verfasste Adaption Morgensternscher Gedichte »aus den Säuglings- und Kindertagen der Fliegerei« erfuhr eine nicht unproblematische Neuausgabe durch Paul G. Ehrhardt, der das Buch – um einige Gedichte ergänzt und mit köstlichen Illustrationen von Wolfgang Götze versehen – »im Kriegsjahr 1942« wieder veröffentlichte. Eine Ausstellung, die zum Nachdenken aufruft.

Andreas Suchantke – ein Freund der Erde

27. Juli 1933 bis 9. November 2014

Angriff auf den Bienengeist

Animal Symbolicum

Zu Horst Bredekamp: ›Aby Warburg, der Indianer‹

Von 2015 bis 2018 gehörte der renommierte Kunsthistoriker Horst Bredekamp, gemeinsam mit Hermann Parzinger und Neil Mac Gregor, zur Gründungsintendanz des Berliner Humboldtforums, in dem ab Dezember 2019 zahlreiche außereuropäische... [mehr]

Von 2015 bis 2018 gehörte der renommierte Kunsthistoriker Horst Bredekamp, gemeinsam mit Hermann Parzinger und Neil Mac Gregor, zur Gründungsintendanz des Berliner Humboldtforums, in dem ab Dezember 2019 zahlreiche außereuropäische Weltkulturen vorgestellt werden sollen. Bredekamp, der seine Disziplin immer als Bildwissenschaft verstanden hat, kam wohl in diesem Triumvirat die Rolle des ausgewiesenen Symbolforschers zu. So lag es für ihn nahe, mit Aby Warburg einen berühmten Vorgänger zu porträtieren und in Verbindung mit den ethnologischen Beständen zu bringen, die im Humboldtforum gezeigt werden sollen.  So lag es für ihn nahe, mit Aby Warburg einen berühmten Vorgänger zu porträtieren und in Verbindung mit den ethnologischen Beständen zu bringen, die im Humboldtforum gezeigt werden sollen. Denn die Reisen, die Warburg 1895/1896 zu den Puebloindianern in New Mexiko unternahm, dienten nicht kunsthistorischen Untersuchungen, sondern waren Recherchen zum kultischen Ursprung des bildhaften Denkens, das lebenslang den Forschungsschwerpunkt dieses eigenwilligen Gelehrten bildete.