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Zwerge in Riesenheim

Ein paar Thesen vorweg: Die Erde ruft heute nach einem bewussten Dialog mit ihren Bewohnern. Die Zeit ist reif für eine spirituelle Ökologie – eine Ökologie der Wahrhaftigkeit (im Zeitalter medialer Manipulation)... [mehr]

Ein paar Thesen vorweg: Die Erde ruft heute nach einem bewussten Dialog mit ihren Bewohnern. Die Zeit ist reif für eine spirituelle Ökologie – eine Ökologie der Wahrhaftigkeit (im Zeitalter medialer Manipulation) und des Gewahrseins (im Zeitalter virtueller »Realitäten«). Sie soll konkret und persönlich sein, erwachsend aus einer »Ökologie der Sinneswahrnehmungen«, einem Erfassen des Wechselspiels zwischen Kräften und Wesen. Den Resonanzboden hierfür schaffen wir durch die seelische Beobachtung der Natur, d.h. durch Aufmerksamkeitsschulung im Inneren und am Äußeren. Dies übt man überall da, wo es (Jahres-)Zeit gibt: Sie öffnet sich dadurch zum Raum. Ein ideales Feld für diese Kunst bietet uns die elementarkräftige norwegische Natur mit ihrer menschenbezogenen Lichtoffenheit.

Michel Schweizer:Zur Qualität der stenographischen Mitschriften von Rudolf Steiners Vorträgen (Archivmagazin Nr. 6)

Neue Einblicke in eine entbehrungsreiche Tätigkeit

Zum Verständnis der Hybernischen Mysterien

Versuch einer Rekonstruktion und zugleich ein Beitrag zum »Lesen« Rudolf Steiners – Teil I

Rudolf Steiners Schilderungen der verschiedenen Mysterienstätten und Einweihungspraktiken, insbesondere die der sehr rätselhaften Hybernischen Mysterien, stellen für den heutigen, von den Naturwissenschaften geprägten... [mehr]

Rudolf Steiners Schilderungen der verschiedenen Mysterienstätten und Einweihungspraktiken, insbesondere die der sehr rätselhaften Hybernischen Mysterien, stellen für den heutigen, von den Naturwissenschaften geprägten Menschen eine enorme Herausforderung dar. Es handelt sich dabei zunächst einmal um Beschreibungen, ja um Erzählungen. Wie soll man sich zu ihnen stellen? Sie aufnehmen wie ein Märchen? Auf sich wirken lassen? Damit leben und schauen, was sich ergibt? Wörtlich nehmen? Und, insofern es historische Dokumente gibt, wie soll man Steiners Beschreibungen im Vergleich dazu bewerten?

Zum Beispiel: Rumänien

Ein Land auf der Kulturscheide Europas

Auf der Leipziger Buchmesse im März spielte Rumänien die Rolle des Gastlandes. Ein Wort, das die gegenwärtige rumänische Literatur wie die sozialen Netzwerke dieses Landes durchzieht, ist »rezist« – zu deutsch: widerstehen.... [mehr]

Auf der Leipziger Buchmesse im März spielte Rumänien die Rolle des Gastlandes. Ein Wort, das die gegenwärtige rumänische Literatur wie die sozialen Netzwerke dieses Landes durchzieht, ist »rezist« – zu deutsch: widerstehen. Damit ist vor allem der Widerstand gegen die korrupte politische Klasse Rumäniens gemeint, der immer wieder in großen Demonstrationen zum Ausdruck kommt. Die folgende Darstellung möchte einen Beitrag zum Verständnis dieses Landes leisten, dessen Probleme aus seiner besonderen Lage heraus erklärt werden können.

Rudolf Steiner Nachlassverwaltung (Hg.):Zum Abschluss der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (Archivmagazin Nr. 5)

Neue Einblicke in eine entbehrungsreiche Tätigkeit

Zu diesem Heft

Von den vorchristlichen Mysterien Hybernias bis zum Italien der Renaissance führt die Reise in diesem Heft, die zugleich den Zusammenhang von Ich-Entwicklung und Christus-Impuls andeutet. Zunächst nähert sich Renatus Derbidge... [mehr]

Von den vorchristlichen Mysterien Hybernias bis zum Italien der Renaissance führt die Reise in diesem Heft, die zugleich den Zusammenhang von Ich-Entwicklung und Christus-Impuls andeutet. Zunächst nähert sich Renatus Derbidge den rätselhaften Bildern, die Rudolf Steiner von den hybernischen Mysterien gegeben hat, und versucht, zu ihrem Erlebniskern vorzudringen. Danach umkreist Steffen Hartmann in abwägender Auseinandersetzung mit früheren Deutungsversuchen die auch christologisch bedeutsame Frage: ›Wer ist Widar?‹ In geistreicher Weise vergleicht sodann Salvatore Lavecchia den frühchristlichen keltischen Asketen Pelagius mit dem Renaissance-Philosophen Pico della Mirandola. Und schließlich skizziert Sharon Karnieli anhand des Vaterunsers noch einmal explizit den Weg der Menschheit vom Aufgehobensein in der göttlich-geistigen Heimat zur freien Individualität.

Zu diesem Heft

Dass im Titel des vorliegenden Heftes von »Forschungsgebieten« die Rede ist, hat mehrere Gründe. Zum einen sind damit – wie bei Ulrich Kaisers lang erwarteter Fortsetzung seiner Studie zu ›Rudolf Steiner als Erzähler‹... [mehr]

Dass im Titel des vorliegenden Heftes von »Forschungsgebieten« die Rede ist, hat mehrere Gründe. Zum einen sind damit – wie bei Ulrich Kaisers lang erwarteter Fortsetzung seiner Studie zu ›Rudolf Steiner als Erzähler‹ oder bei Stephan Stockmars kulturgeschichtlicher Betrachtung des Granatapfels – Beiträge gemeint, die aus derzeit laufenden Forschungsprojekten hervorgegangen sind. Zum anderen geht es um Aufsätze, welche daran erinnern, dass die im Titel ebenfalls genannten »Lebensfelder« ihre Fruchtbarkeit geisteswissenschaftlicher Bearbeitung verdanken. Dabei wendet sich Christoph Hueck einem unterschätzten Aspekt der Waldorfpädagogik zu und Alain Morau der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

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Weite historische Bögen werden in diesem Heft geschlagen – oder vielmehr angedeutet, denn unsere drei Hauptartikel gehören jeweils zu mehrteiligen Serien. Im Fall von Stephan Eisenhuts ›Geldverwaltung und Assoziationsbildung‹... [mehr]

Weite historische Bögen werden in diesem Heft geschlagen – oder vielmehr angedeutet, denn unsere drei Hauptartikel gehören jeweils zu mehrteiligen Serien. Im Fall von Stephan Eisenhuts ›Geldverwaltung und Assoziationsbildung‹ handelt es sich um seine bereits seit mehreren Jahren laufende Artikelfolge über Rudolf Steiners ›Nationalökonomischen Kurs‹. Eisenhut geht von der italienischen Komplementärwährung ›Sardex‹ aus, erläutert dann die historische Entstehung des Geldes aus zwei verschiedenen Strömen, dem Warengeld und dem Verrechnungsgeld, und schließt mit einem Ausblick auf ein dezentral organisiertes Geldwesen.

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Etüden sind Übungen, die der Heranbildung bestimmter Fertigkeiten dienen. Musikalische Etüden widmen sich einem technischen Problem, das in mehreren Variationen durchgespielt wird. Was Musikschülern derart zur Qual gereicht,... [mehr]

Etüden sind Übungen, die der Heranbildung bestimmter Fertigkeiten dienen. Musikalische Etüden widmen sich einem technischen Problem, das in mehreren Variationen durchgespielt wird. Was Musikschülern derart zur Qual gereicht, dient Virtuosen als Bravourstück. Bei Komponisten wie Frédéric Chopin, Franz Liszt oder Claude Debussy, die selbst ein Instrument meisterhaft beherrschten, ist die Etüde vollends zum Kunstwerk veredelt. In diesem Sinne ist auch der Begriff der Philosophischen Etüde zu verstehen: als geistige Fingerübung höchster Ordnung, die das Denken in entschiedene Bewegung bringt und einmal andere Pfade wandeln lässt als die gewohnte Bahn.

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Mehrere Themenstränge durchziehen dieses Heft. Wie eine Klammer steht das Thema des bedingungslosen Grundeinkommens an Anfang und Ende: einmal in Gestalt der Fortsetzung von Johannes Mosmanns Artikelserie, zum anderen in... [mehr]

Mehrere Themenstränge durchziehen dieses Heft. Wie eine Klammer steht das Thema des bedingungslosen Grundeinkommens an Anfang und Ende: einmal in Gestalt der Fortsetzung von Johannes Mosmanns Artikelserie, zum anderen in Gestalt des Leserforums, in dem wir zwei kritische Repliken auf deren ersten Teil im vorigen Heft wiedergeben. (Daneben gab es auch viel Zuspruch!) Zum Nahen Osten und der in ihm vorherrschenden Religion des Islam finden sich wiederum Beiträge im Feuilleton von Astrid Lütje und Stephan Stockmar, sowie Buchbesprechungen von Marcus Andries und Johannes Roth. Ruth Renée Reifs Interview mit dem französischen Historiker und Archäologen François-Xavier Fauvelle über das mittelalterliche Afrika schlägt von hier aus sozusagen die Brücke zu Maja Rehbeins Essay über Johann Joachim Winckelmann, der Archäologie und Kunstgeschichte wichtige Impulse gab.

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Als ich vor einiger Zeit Karl-Martin Dietz fragte, wann er denn endlich wieder etwas für uns schreiben werde, erwiderte er scherzhaft: »Wenn die Drei endlich mein letztes Buch bespricht!« Diese Schuld tragen wir nunmehr... [mehr]

Als ich vor einiger Zeit Karl-Martin Dietz fragte, wann er denn endlich wieder etwas für uns schreiben werde, erwiderte er scherzhaft: »Wenn die Drei endlich mein letztes Buch bespricht!« Diese Schuld tragen wir nunmehr ab, und zwar in einem Heft, für das der Titel dieses Buchs als alternatives Motto dienen könnte: ›Wie Menschen frei werden‹. So fragt Klaus Herbig, wie man als Psychotherapeut zu einer Wirksamkeit findet, die nicht von der Umsetzung überkommener Lehrmeinungen und bewährter Methoden, sondern von unverstellter Wahrnehmung des Klienten und den eigenen, schöpferischen Intuitionen geprägt ist. Martina Maria Sam zeigt in einem grundsätzlichen Beitrag, wie die innere Befreiung im Rahmen des anthroposophischen Schulungsweges erreicht werden kann: nämlich durch das selbstlose Einleben in ganz fremde, ja gegensätzliche Standpunkte, wie sie beispielhaft im Kreis der zwölf Weltanschauungen gegeben sind. Und Gunhild von Kries schildert anschließend, wie eine solche selbstlose Offenheit dazu befähigen kann, den umgekehrten Zeitstrom zu erleben und Zukunftskräfte in sich aufzunehmen.

Zu Besuch in Donetsk

Eine Reise durch den Osten Europas im Januar 2017 – Teil I

Am Grenzübergang Die russische Seite der Grenze zur Ost-Ukraine. Wir Passagiere unseres Busses sollen alle raus, alles mitnehmen, uns in einem Raum in Reih und Glied aufstellen, Gepäck auf den Boden vor... [mehr]

Am Grenzübergang Die russische Seite der Grenze zur Ost-Ukraine. Wir Passagiere unseres Busses sollen alle raus, alles mitnehmen, uns in einem Raum in Reih und Glied aufstellen, Gepäck auf den Boden vor uns. Ein Soldat mit Hund kommt herein und läuft die Reihe entlang. Der Hund schnüffelt und findet nichts. Wir dürfen weiter. Gepäck durchleuchten, Leibesvisite, Passkontrolle. Die Frau hinterm Glas schaut nicht einmal zu mir hoch, und doch fühle ich mich geprüft. Strenge Miene und das Gewicht der Macht auf ihren mit Abzeichen geschmückten Schultern. Der Busfahrer wollte mich in Rostow nicht mitnehmen, obwohl ich ein Ticket hatte: »Das gibt Probleme an der Grenze.« Da müsse er dann Stunden warten, bis er weiterkönne. Schließlich, mit schmollender Gebärde, ließ er mich doch hinein. Jetzt steht er auf der anderen Seite der Grenze und schaut nervös zu den Wartenden in der Schlange herüber. Die Frau prüft, wendet, scannt und scheint nicht weiterzukommen. Tippt in einen Computer, schaut, prüft, wendet. Dann geht sie zum Schalter nebenan, berät sich. Nun muss man auch dort lange warten, bis es weitergeht. Schließlich kommt sie zurück, macht einen Eintrag mit Kugelschreiber neben mein Russlandvisum und reicht mir den Pass, als ob alles wie immer sei – streng, normal, ordentlich.