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›Mad Men‹ und der schöne Tod des Fernsehens

Bei schwer kranken Menschen tritt oft eine scheinbare Besserung ein, bevor es mit ihnen zu Ende geht. Während sie selbst und ihre Angehörigen sich einer trügerischen Hoffnung hingeben, erkennen Pfleger und Ärzte darin... [mehr]

Bei schwer kranken Menschen tritt oft eine scheinbare Besserung ein, bevor es mit ihnen zu Ende geht. Während sie selbst und ihre Angehörigen sich einer trügerischen Hoffnung hingeben, erkennen Pfleger und Ärzte darin schon ein Zeichen des nahenden Todes. Es ist, als ob die Lebenskräfte den hinfälligen Leib noch einmal ganz durchdringen wollten, bevor sie ihn endgültig verlassen.

Lichtbericht

Zwischen Schein und Sein in Weimar

Die wesentliche Erfahrung von Licht im irdischen Raum ist seine Brechung. Licht muss auf Widerstand treffen, um sich zu zeigen, es entreisst sich seiner eigenen Unsichtbarkeit in der Reflexion. Draußen in seiner kosmischen... [mehr]

Die wesentliche Erfahrung von Licht im irdischen Raum ist seine Brechung. Licht muss auf Widerstand treffen, um sich zu zeigen, es entreisst sich seiner eigenen Unsichtbarkeit in der Reflexion. Draußen in seiner kosmischen Realität, Lichtjahre von der Erde im Weltraum entfernt, da müsste es vor lauter Sternen eigentlich hell sein, wie das Olberssche Paradoxon besagt. Doch bekanntlich ist es dort stockdunkel, noch schwärzer als schwarz. Dies spricht für die Einbildungskraft des Lichtes als höheres Gesetz seiner Natur, für sein Schwingungsvermögen als Begegnungskraft. Wo es auftrifft, erzeugt es sichtbare Form und veraÅNndert energetische Gegebenheit, es kann durchleuchten, umhüllen, schattieren, konturieren, temperieren ...

»Lebe wohl und denke mein«

Christiane von Goethe geb. Vulpius zum 200. Todestag

Knietief im Geiste

Wohin es führt, einen sonderlichen Satz von Joseph Beuys verstehen zu wollen

Am Anfang stand ein Erlebnis auf der ›documenta 5‹ in Kassel. All das, was ich dort von dem Mann mit Hut zu sehen und zu hören bekam, hat mich ziemlich beeindruckt. Fortan verfolgte ich mit loser Aufmerksamkeit, wie... [mehr]

Am Anfang stand ein Erlebnis auf der ›documenta 5‹ in Kassel. All das, was ich dort von dem Mann mit Hut zu sehen und zu hören bekam, hat mich ziemlich beeindruckt. Fortan verfolgte ich mit loser Aufmerksamkeit, wie er sein Werk inszenierte und die Öffentlichkeit polarisierte. Jahre später stand ich erstmals vor seiner Installation ›Zeige deine Wunde‹. Wenn möglich, nutze ich Aufenthalte in München, um im Lehnbachhaus den ›Wundenraum‹ zu besuchen. Was immer ich danach von ihm sah, sprach in mir etwas an, das ich aber kaum benennen konnte. Es war ganz einfach da. Ende der achtziger Jahre, als ich mich der Anthroposophie über ihre sozialen Arbeitsfelder näherte, bemerkte wer, ob ich denn wüsste, dass Beuys vom »Steiner-Virus« befallen war, nur sei das bislang kaum bekannt. Nein, weder wusste ich das, noch fand ich es damals bedeutsam.

»Jede Schöpfung ist ein Wagnis«

Das ›Christian-Morgenstern-Literaturmuseum‹ in Werder (Havel)

Der hier als Titel vorangestellte Aphorismus gilt natürlich auch für den kühnen Entschluss, auf dem bekannten Galgenberg im Havelstädtchen Werder das erste – und immer noch einzige – Museum für Christian Morgenstern... [mehr]

Der hier als Titel vorangestellte Aphorismus gilt natürlich auch für den kühnen Entschluss, auf dem bekannten Galgenberg im Havelstädtchen Werder das erste – und immer noch einzige – Museum für Christian Morgenstern zu schaffen. Achim Risch, der rastlose Schöpfer dieser Einrichtung, hat mir am 31. März 2016, dem 102. Todestag des Dichters, symbolisch den Schlüssel überreicht – und nun liegt es an mir, diese »Kulturtat« meines Vorgängers behutsam, aber auch mutig weiter zu gestalten.

Inspiration – fühlendes Schauen jenseits der Schwelle

Ein Forschungskolloquium

Im Prozess des Anschauens

Zu William Turners ›Schneesturm im Meer‹

Als William Turner 1803 sein Seestück ›Pier in Calais‹ ausstellte, erntete er reichlich Lob, vor allem wegen der realistischen und detaillierten Ausführung. Und dennoch musste sich Turner auch Kritik gefallen lassen... [mehr]

Als William Turner 1803 sein Seestück ›Pier in Calais‹ ausstellte, erntete er reichlich Lob, vor allem wegen der realistischen und detaillierten Ausführung. Und dennoch musste sich Turner auch Kritik gefallen lassen – Kritik, die nicht völlig von der Hand zu weisen ist: Es wurde behauptet, das Wasser sei wie aus Stein und gleiche den Adern einer Marmorplatte. Hatte Turner also doch nicht exakt genug beobachtet? Oder macht sich hier ein anderes, ein grundsätzliches Problem bemerkbar? Besteht nicht stets ein Widerspruch zwischen einem zeitlich verlaufenden Geschehen und dem faktischen Stillstand des Bildes? Ist eine gemalte Welle nicht immer statisch? Kann eine bildliche Darstellung überhaupt etwas anderes vermitteln als einen angehaltenen, quasi zu Stein erstarrten Augenblick?

Ich, Nicht-Ich und die Rolle des Denkens

Die Tagung ›Meditation in Ost und West‹ in Stuttgart

»Ich grenz noch an ein Wort...«

Drei Motive in Leben und Werk Ingeborg Bachmanns

ICH 4.0 – Atmen mit den Sinnen

Impulse der bildungsART 2016

Geist – Netz – Haut

Gärten als Orte der Inspiration

Mitten im Rieterpark, einem wunderschönen Landschaftsgarten, dessen Wurzeln bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts reichen, liegt das Museum Rietberg mit seinen reichen Sammlungen zu den Kulturen der Welt. Doch das Regenwetter... [mehr]

Mitten im Rieterpark, einem wunderschönen Landschaftsgarten, dessen Wurzeln bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts reichen, liegt das Museum Rietberg mit seinen reichen Sammlungen zu den Kulturen der Welt. Doch das Regenwetter lädt mich heute dort nicht zum Verweilen ein. So steige ich gleich in das unterirdisch liegende Museum hinab. Im zweiten Tiefgeschoss ist dort ein »Hortus conclusus« im wahrsten Sinne des Wortes inszeniert: Auf labyrinthischen Wegen kann man dort bis zum 9. Oktober durch die ›Gärten der Welt‹ wandeln, von den Anfängen der Gartenkunst im alten Ägypten über die persischen Gärten, die Gartengestaltungen des Fernen Ostens sowie Europas vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert und schließlich zu den Gartenvisionen der Künstler der klassischen Moderne.