Artikel von Werner Csech

Christologische Relevanz in der Geistes-Wissenschaft?

Das Wasser-Element als biografische Chiffre

»Es ist ein Gott in uns, […] der lenkt, wie Wasserbäche,
das Schiksaal, und alle Dinge sind sein Element.«
Friedrich Hölderlin
Aus: ›Hyperion‹

Die Eiskapelle am Watzmann

Eine fotografische Annäherung auf anthroposophischer Grundlage

Der Königssee ist ein fjordartiger Gebirgssee am östlichen Fuß des Watzmanns, dem zentralen Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen. Der Großteil des Sees liegt im Nationalpark Berchtesgaden.... [mehr]

Der Königssee ist ein fjordartiger Gebirgssee am östlichen Fuß des Watzmanns, dem zentralen Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen. Der Großteil des Sees liegt im Nationalpark Berchtesgaden. Die Gegend um den Königssee ist zwar touristisch überrannt, bietet aber ein hervorragendes Arbeitsfeld für die Landschaftsfotografie. Eines der lohnendsten Motive ist das Phänomen der sogenannten »Eiskapelle«. Im Folgenden beschreibe ich, wie ich mich dieser Eiskapelle fotografisch angenähert habe. Dabei erhebe ich den Anspruch, jenseits rein dokumentarischer Reproduktion objektiv-seelische Landschaftsqualitäten zu vermitteln. Als Anthroposoph sieht man sich dabei mit der Frage konfrontiert, wie dieser Anspruch, ein Unsichtbares zur Sichtbarkeit zu verdichten, grundsätzlich einzulösen ist. In diesem Zusammenhang sei zunächst ein orientierender Blick auf Rudolf Steiners Beziehung zur Fotografie geworfen.

»Im Anfang war das Wort ...«

Zur dialogischen Konstitution des Menschseins anhand eines Gedichtes von Friedrich Hölderlin

»Im Anfang war das Wort« – der Logos, sagt Johannes zu Beginn seines Evangeliums. Die Anfänglichkeit und die Wortung – oder besser partizipial formuliert: das Wortende – werden damit auf eine gleichermaßen exponierte ... [mehr]

»Im Anfang war das Wort« – der Logos, sagt Johannes zu Beginn seines Evangeliums. Die Anfänglichkeit und die Wortung – oder besser partizipial formuliert: das Wortende – werden damit auf eine gleichermaßen exponierte  Seinshöhe gestellt. Sie müssen folglich auch eine innerliche Nahbeziehung, ja eine Wesensverwandtschaft aufweisen. Im Anfang kann nichts anderes gewesen sein als das Wort. Der Zusammenhang zwischen beiden ist nichts Akzidentielles und  Kontingentes. Er muss in ihnen selbst begründet liegen. Doch wie sind Anfänglichkeit und das Wortende (als Ursprung von Sprache) miteinander wesenhaft verbunden? Inwiefern waltet in jedem Worte ein Anfängliches? Auf welche Weise  ist in jeder Anfänglichkeit ein Wortendes zugegen? Und wie sind diese beiden Vorgänge miteinander erstursprünglich verbunden? Worin liegen deren gemeinsame Herkunft und Wurzel?

Mitte der Welt

Das Drama des inneren Tempelbaus

Vorüberlegung 1:Der Mensch sucht nach Orientierung. Er sehnt sich nach Sinn. Er möchte seine Position in der Welt ausfindig machen, sie verstehen und bewerten. Gibt es hierfür einen zentralen Punkt, einen ausgezeichneten... [mehr]

Vorüberlegung 1:
Der Mensch sucht nach Orientierung. Er sehnt sich nach Sinn. Er möchte seine Position in der Welt ausfindig machen, sie verstehen und bewerten. Gibt es hierfür einen zentralen Punkt, einen ausgezeichneten Mittel- oder Schwerepunkt, aus dem heraus sich der Mensch in der unüberschaubaren Größe und Weite der Welt selbst bestimmen kann? Kann in der Vielfalt der Erscheinungen ein klärendes Ordnungsprinzip gefunden werden? Gibt es einen festen Ankerpunkt in der schwindelerregenden Unendlichkeit des Alls? Wenn ja, müsste er diesen festen Punkt zum tragenden Fundament für den Grundstein seines innersten Heiligtums wählen …

Vom Sinn des Fragens

Ein Beitrag zur Morphologie der Frage-Antwort-Korrelation

An einem sonnig-kalten Samstagmorgen fand ich auf Facebook folgendes Zitat von Susan Sontagin der Timeline: »Die einzigen interessanten Antworten sind solche, welche die Frage zerstören.« Ich bewertete das Posting als... [mehr]

An einem sonnig-kalten Samstagmorgen fand ich auf Facebook folgendes Zitat von Susan Sontagin der Timeline: »Die einzigen interessanten Antworten sind solche, welche die Frage zerstören.« Ich bewertete das Posting als einen interessanten Gedanken, fügte meinem Kommentar jedoch hinzu, dass zu überlegen wäre, auf welche Weise Antworten die dazugehörige Frage zerstören können. Denn gesetzt den Fall, aufrichtig gesuchte und errungene Antworten dienen der Wahrheitsfindung – weshalb sollten diese Antworten zerstörerisch wirken? Von einer Facebook-Teilnehmerin erhielt ich zur Antwort, dass diese Zerstörung »mit Hirnschmalz« zu erfolgen habe. Eine Aussage, gegen welche grundsätzlich nichts einzuwenden ist, denn der Einsatz von Hirnschmalz ist sicherlich wertvoll. Aber, so fragte ich mich weiter, was geschieht bei einer entsprechend generierten Antwort mit der zugrundeliegenden Frage-Intention strukturell? Beinhaltet nicht jede Frage notwendig auch einen Sinn-Vorentwurf? Was geschieht in diesem? Und weshalb sollte diese Klasse von Antworten die einzig interessante sein?

Ziele nicht, so wirst du treffen"" Bewusstseinswandel auf dem Bogenweg