Heft 5, 2014

Schwerpunkt: Soziale Landwirtschaft

Landwirtschaftsbetriebe werden zu Trägern von Aufgaben im ländlichen Raum, schaffen Arbeit und Beschäftigung für sozial Benachteiligte und Menschen mit Behinderung und übernehmen Bildungsaufgaben … Soziale Landwirtschaft ist mehr: Zusätzlich zu den bei Green Care im Vordergrund stehenden Aspekten von Therapie, Pflege und »grüner Umgebung« besteht ein Fokus auf Sozialer Arbeit, die zudem meist den Anspruch erhebt, sinnerfüllt und produktiv zu sein.

Inhalt

Editorial:

Leserforum:

Licht und Wärme in der Aufmerksamkeit

Zu Ralf Matti Jäger: Steiners Denkweg und die Fähigkeiten des Fühlens, die Drei 2/2014, S. 23

Ökologische Inklusion

Soziale Landwirtschaft für Mensch und Natur

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft feiert 2014 ihr 90-jähriges Bestehen. Kurz nach dem Landwirtschaftlichen Kurs zu Pfingsten 1924 hielt Rudolf Steiner seinen Heilpädagogischen Kurs und viele biologisch-dynamisch... [mehr]

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft feiert 2014 ihr 90-jähriges Bestehen. Kurz nach dem Landwirtschaftlichen Kurs zu Pfingsten 1924 hielt Rudolf Steiner seinen Heilpädagogischen Kurs und viele biologisch-dynamisch wirtschaftende Höfe bezogen von Anfang an in ihre Landbewirtschaftung soziale und pädagogische Arbeit mit ein. Inzwischen werden europaweit »Soziale Landwirtschaft« und Green Care als Potenziale einer multifunktionalen Landwirtschaft entdeckt. Darin ist mehr veranlagt als neue Einkommensmöglichkeiten für Bauernhöfe oder die Nutzung der Landwirtschaft als »Setting« für Soziale Arbeit. Parallel zur Inklusion von Menschen mit Hilfebedarf ergibt sich die Perspektive einer »sozialeren« Landwirtschaft, die die Naturgrundlage nicht nur zu therapeutischen Zwecken nutzt, sondern bewusst die Frage nach Entwicklungsperspektiven der Naturreiche stellt. Ihnen verdankt der Mensch seine Entwicklungsmöglichkeiten auf der Erde. Was ansteht ist eine Umkehr der Blickrichtung vom Nutzen, Benutzen und Ausnutzen, vom Nehmen zum Geben: Wie kann die Natur auf einen Entwicklungsweg mitgenommen werden?

Die Ruhefaktoren Arbeit, Kapital und Boden im volkswirtschaftlichen Prozess. Zur Komposition des »Nationalökonomischen Kurses (10)

1. Betrachtung zum 7. Vortrag

Im äußeren Leben stoßen die Menschen mit ihren Interessen oft aneinander. Dabei setzt sich auch im heutigen demokratischen Rechtsstaat zumeist der Stärkere gegen den Schwächeren durch. Stephan Eisenhut zeigt in seiner... [mehr]

Im äußeren Leben stoßen die Menschen mit ihren Interessen oft aneinander. Dabei setzt sich auch im heutigen demokratischen Rechtsstaat zumeist der Stärkere gegen den Schwächeren durch. Stephan Eisenhut zeigt in seiner Betrachtung zum siebten Vortrag des Nationalökonomischen Kurses von Rudolf Steiner, wie dies eine Folge davon ist, dass ein egoistisches Geistesleben sich des staatlichen Machtmonopols bemächtigen konnte, um das Recht nach seinen Interessen zu gestalten. Ein Geistesleben, welches sich bloß den äußeren Erscheinungen zuwendet, kann weder den Egoismus überwinden noch Begriffe bilden, durch die sich die sozialen Verhältnisse sinnvoll gestalten lassen. 

Les facteurs de sérénité : travail, capital et sol dans le processus d’économie politique

Theodoras prophetische Offenbarung

Rudolf Steiners Kunst der offenen Esoterik, Teil II

David W. Wood bleibt auch im zweiten Teil dieses Essays auf der Spur der Seherin Theodora, einer wichtigen Figur in Rudolf Steiners Mysteriendramen. Im Folgenden untersucht er in detaillierter Weise Theodoras Beziehung zum esoterischen... [mehr]
David W. Wood bleibt auch im zweiten Teil dieses Essays auf der Spur der Seherin Theodora, einer wichtigen Figur in Rudolf Steiners Mysteriendramen. Im Folgenden untersucht er in detaillierter Weise Theodoras Beziehung zum esoterischen Christentum und das Geheimnis ihres Namens. Er überlässt aber dem Leser selbst die Entscheidung, ob Theodoras Identität im realen Leben tatsächlich verborgen oder doch ein offenbares Geheimnis im Goetheschen Sinne ist.

Feuilleton: Philosophie

Heidegger und der Antisemitismus

Die Herausgabe der Schwarzen Hefte Martin Heideggers im Frankfurter Klostermann Verlag hat eine heftige Debatte ausgelöst.1 Sie geht weit über diejenigen hinaus, in denen bereits früher um die nationalsozialistische Vergangenheit... [mehr]

Die Herausgabe der Schwarzen Hefte Martin Heideggers im Frankfurter Klostermann Verlag hat eine heftige Debatte ausgelöst.1 Sie geht weit über diejenigen hinaus, in denen bereits früher um die nationalsozialistische Vergangenheit des Großphilosophen gerungen wurde. Sie enthalten Passagen mit eindeutig antisemitischem Inhalt. Das ist neu und bestürzend. Heidegger galt als Wegbegleiter der Nazis, nicht aber als Antisemit. Mit dem Bekanntwerden dieser Textstellen in den bisher nicht publizierten Aufzeichnungen – sie erscheinen nach Heideg­gers eigenem Willen erst jetzt zum Abschluss der Gesamtausgabe – lädt sich die Heideggerdebatte mit zusätzlicher Dramatik auf. Die Frage, ob überhaupt noch etwas vom Beitrag dieses Denkens zu retten sei, ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Bleibt fortan nicht nur der Mensch Heidegger, sondern auch sein Philosophieren als Ganzes diskreditiert? Muss Heideg­ger aus der Ehrenliste der großen abendländischen Philosophen gestrichen werden?

Asymmetrie zwischen gedachter und wirklicher Existenz

Hadrien France-Lanord zur Begegnung zwischen Paul Celan und Martin Heidegger

Feuilleton: Kunst

Innen-Landschaft

Zur Emil Nolde-Ausstellung in Frankfurt

Es ist die erste Gesamtschau seit 25 Jahren, die im Frankfurter Städel Museum gezeigt wird: »Emil Nolde. Retrospektive«, vom 5. März bis 15. Juni 2014. Die Ausstellung gibt einen Überblick über sämtliche Schaffensphasen... [mehr]
Es ist die erste Gesamtschau seit 25 Jahren, die im Frankfurter Städel Museum gezeigt wird: »Emil Nolde. Retrospektive«, vom 5. März bis 15. Juni 2014. Die Ausstellung gibt einen Überblick über sämtliche Schaffensphasen Noldes, sie gliedert sich in zwölf Kapitel in chronologischer Reihenfolge. Einige der rund 140 Arbeiten werden erstmals öffentlich gezeigt. Besondere Aufmerksamkeit kommt hier dem weniger bekannten Früh- und Spätwerk Noldes zu.

Feuilleton: Tagungsbericht

Beziehungsnetze in Garten und Gesellschaft

Eindrücke von der Tagung »Die Farbe der Forschung II«

Feuilleton:

»Macht eure Sache gut!«

Ein Nachruf auf Benediktus Hardorp

Serie: Kunst

Die ordnenden Kräfte des Tierkreises II – Stier

Serie:

Fundstück V: Die Notizbücher: Aus Rudolf Steiners Denkwerkstatt

Forum Anthroposophie: Entwicklung

Aristoteles und das Zeitkreuz

Causa efficiens und Wille zum Dasein

Dieser Beitrag zur Debatte um das Buch Evolution im Doppelstrom der Zeit von Christoph Hueck (vgl. auch die Drei 5,6,11/2013 und 1/2014) leuchtet die vier Ursachen des Aristoteles und ihre möglichen Beziehungen zu den Bereichen... [mehr]

Dieser Beitrag zur Debatte um das Buch Evolution im Doppelstrom der Zeit von Christoph Hueck (vgl. auch die Drei 5,6,11/2013 und 1/2014) leuchtet die vier Ursachen des Aristoteles und ihre möglichen Beziehungen zu den Bereichen Erkenntnis, menschlicher Organismus und Schicksal weiter aus. Im Vorfeld wurde von Martin Basfeld die Frage aufgeworfen, inwieweit sich das darauf bezugnehmende sogenannte »Zeitkreuz« Rudolf Steiners (vgl. Psychosophie (GA 115)) auf die Evolution von Mensch und Natur übertragen lässt.

Seite: 73

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Kurz notiert:

Seite: 77

Buchbesprechungen:

Irene Diet:Ist die »Rudolf Steiner Gesamtausgabe« das Werk Rudolf Steiners?

Vormoderne Kritik

Andrew Blum:Kabelsalat. Wie ich einem kaputten Kabel folgte und das Innere des Internets entdeckte

Der physische Leib des Internets

Thomas Bonk (Hg.):Lexikon der Erkenntnistheorie

Erkenntnistheorie

Rudolf Steiner Nachlassverwaltung (Hg.):Archivmagazin – Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe, Nr. 2

Biografie eines Augenblicks

Rudolf Steiner:Erkenntnis und Unsterblickeit (GA 69b)

Heinz Grill:Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung

Die geistige Bedeutung der Nahrung

Christiane Feuerstack:Kleingarten, Kompost, Karma