Artikel von Maja Rehbein

Abenteuer der Erkenntnis. Zu dem Film von Rüdiger Sünner: »Anthroposophie. Rudolf Steiner und seine Wirkung«

Albert Schmelzer:Aktuelles Mittelalter. Zum Geschichtsunterricht der 11. Klasse an Waldorfschulen

Anne Weise:Alfred Bergel. Skizzen aus einem vergessenen Leben. Wien – Theresienstadt – Auschwitz.

An der Grenze zum verbotenen Land

Zu Peter Handkes 75. Geburtstag

Peter Handke wird 75 Jahre alt. Wie kann das sein? Ist jemand mit 75 nicht schon sehr alt? Nicht Peter Handke. Er bleibt jung in seinen Werken, und wenn man ab und zu ein Bild von ihm sieht, in immer vorgeschritteneren Jahren,... [mehr]

Peter Handke wird 75 Jahre alt. Wie kann das sein? Ist jemand mit 75 nicht schon sehr alt? Nicht Peter Handke. Er bleibt jung in seinen Werken, und wenn man ab und zu ein Bild von ihm sieht, in immer vorgeschritteneren Jahren, darf einen das nicht stören.

Dass er jung bleibt, bedeutet nicht, dass er etwa immer derselbe bleibt. Nein, er ist immer ein anderer, und keines seiner Werke gleicht einem vorherigen. Mit jedem Werk betritt er ein Gebiet, das er noch nicht kennt. Sein Alter zeigt sich höchstens als Zunahme an Weisheit.

Er hat viel veröffentlicht, und kaum jemand wird alles gelesen haben. Das erste, was ich vor vielen Jahren von ihm entdeckte, war ›Die Geschichte des Bleistifts‹ (1982). Ich empfand sie wie eine Offenbarung aus der Literatur, die einerseits real zur Erde gehört, aber als Kunst sich ins Übersinnliche schwingt – eine bezaubernde Welt zwischen Himmel und Erde, aus der man jedes Mal reich beschenkt zurückkehrt.

Auf dem Weg zum christlichen Miteinander. Ökumenischer Kirchentag in Berlin

Das gebrochene Bild

Johann Joachim Winkelmann (9. Dezember 1717 – 18. Juni 1768)

Zum ersten Mal begegnete mir Winckelmann in einem Buch der Weimarer Schriftstellerin Jutta Hecker (1904-2002). Ihre Biografie beginnt mit einer Beschreibung der Hafenstadt Triest vor 250 Jahren, und des Friedhofs, auf dem... [mehr]

Zum ersten Mal begegnete mir Winckelmann in einem Buch der Weimarer Schriftstellerin Jutta Hecker (1904-2002). Ihre Biografie beginnt mit einer Beschreibung der Hafenstadt Triest vor 250 Jahren, und des Friedhofs, auf dem später für Winckelmann ein Kenotaph errichtet wurde: »Winckelmann – das Wissen von heute rühmt ihn im Grunde nur noch als Begründer der Archäologie –, war er mehr? Und wie kam er hierher nach Triest? Nachdenklich schaust du umher: Rings um dich Stille und Stein und Schatten wie über diesem Namen Stille und Starre und Schatten. Und doch, wenige Schritte nur zurück, und da ist wieder heißes, sengendes Licht, Gelärm, Getriebe, Geschrei.«

Das große Rätsel

Das lesende Gehirn. Wie der Mensch zum Lesen kam – und was es in unseren Köpfen bewirkt

Detlef Ignasiak:Das literarische Jena. Autoren-Galerien und Dichter-Stätten

»Dein Wesen ist Handeln ...« Das Leben Felice Bauers (1887-1960)

Marie Luise Knott (Hg.), Thomas Brovot (Hg.) und Ulrich Blumenbach (Hg.):Denn wir haben Deutsch. Luthers Sprache aus dem Geist der Übersetzung

Lebendiger Sprachfluss

Walter Kappacher:Der Fliegenpalast