Artikel von Andreas Laudert
In einem Zeitungsinterview mit einem NATO-General begegnete mir das Wort »Eskalationsdominanz«: Man müsse dafür sorgen, dem Anderen immer in einer Position der Stärke zu begegnen. Zumindest die psychologische Argumentation ist vordergründig nachvollziehbar: In zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen kommt man manchmal zu dem Schluss, einen renitenten und mit Schikanen wirkenden Kontrahenten »mit den eigenen Waffen schlagen« zu müssen. Wenn alles andere nicht hilft und sämtliche eigenen Kompromissangebote ausgeschlagen oder als Schwäche gedeutet werden, muss man eben »die Sprache sprechen, die der Andere versteht«. Man muss seine Schwachstelle finden und ihn so zum Einlenken bewegen. ....