Auf ein Wort – irgend

Im Alltag kommt irgend so häufig vor, dass es einem kaum mehr besonders auffällt. Allerdings fast ausschließlich in Wortverbindungen und nur sehr selten als eigenständiges Wort. Irgendwo, irgendwie, irgendwer - aber irgend? »Wenn irgend möglich, komm sofort!« anstelle eines: »Wann immer möglich ...« hört sich eher abgehoben an, zumindest ungewohnt; bei Adorno aber kann man das irgend durchaus antreffen: »Nur die absolute Lüge hat noch die Freiheit, irgend die Wahrheit zu sagen«, heißt es in den >Minima Moralia<. ...

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die Drei 4, 2023

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