In Argentinien regiert seit zwei Jahren ein Mann, der den Staat abschaffen möchte. Javier Milei bezeichnet sich als Anarchokapitalist und proklamiert einen radikalen Libertarismus. Er schließt Ministerien, kürzt die Staatsausgaben und hebt Steuern auf. Denn für ihn ist klar: Der Staat ist der Grund allen Übels und hat das Land heruntergewirtschaftet. Überall auf der Welt machen sich Staaten für das Gedeihen der Wirtschaft verantwortlich. Milei wirft nun prominent die Frage auf, ob der Staat der richtige Akteur für diese Aufgabe ist. Kann er zum Wohle der Wirtschaft in diese lenkend und steuernd eingreifen – oder schafft er dadurch nur neue Probleme? Sollte man stattdessen ganz darauf verzichten, die Wirtschaft gestalten zu wollen, und alles den Kräften des freien Marktes überlassen? Oder gibt es eine dritte, bis jetzt noch übersehene Möglichkeit? ...