In seinem Beitrag ›Rudolf Steiners »Anknüpfen« an Aristoteles‹ in Heft 6/2025 dieser Zeitschrift unternahm es der Autor, den Nachweis dafür zu erbringen, dass bereits in der erkenntnistheoretischen Position, wie sie in Rudolf Steiners Aufsatz ›Einzig mögliche Kritik der atomistischen Begriffe‹ – geschrieben im Mai und Juni 1882 – vorliegt, an den Grundgedanken der aris-totelischen Ontologie angeknüpft wird. Dieser besagt, dass in jedem Ding der Sinnenwelt eine stoffliche und eine geistige Komponente vereinigt sind: ὕλη [hȳlē = Materie] und εἶδος [eidos = Idee, Urbild] oder μορφή [morphē = Form, Gestalt]. Weiter wurde dargelegt: Ebendiese erkenntnistheoretische Position muss schon der im Dezember 1881/Anfang Januar 1882 verfassten, nicht erhaltenen Rezension von du Bois-Reymonds Broschüre ›Grenzen des Naturerkennens. Die sieben Welträtsel. Zwei Vorträge‹ zugrunde gelegen haben. Und schließlich: Rudolf Steiner muss schon davor durch das Studium der entsprechenden Kapitel in Vincenz Knauers ›Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Neuzeit‹ (damals gerade in zweiter Auflage neu erschienen) so mit der aristotelischen Philosophie bekannt geworden sein, dass er einen verstehenden Zugang zur dieser gefunden hatte.