Artikel von Thomas Brunner

Auf dem Weg zu einem neuen Arbeitsbegriff

Zu ›Soziale Zukunft: Das Bedingungslose Grundeinkommen‹

»Wie wollen wir künftig miteinander leben und arbeiten?« – so regt ein neuer Sammelband aus dem Verlag Freies Geistesleben auf seinem Buchrücken den Leser zu einer vertieften Betrachtung der Thematik des Bedingungslosen... [mehr]

»Wie wollen wir künftig miteinander leben und arbeiten?« – so regt ein neuer Sammelband aus dem Verlag Freies Geistesleben auf seinem Buchrücken den Leser zu einer vertieften Betrachtung der Thematik des Bedingungslosen Grundeinkommens an. Der Herausgeber Philip Kovce spricht in seinem kurzen Vorwort davon, dass die Debatte Åtüberraschende Übereinstimmungen ebenso bereithält wie ärgerliche Missverständnisse«. Ersteres kann jeder Leser nachvollziehen, doch worin die »ärgerlichen Missverständnisse« bestehen bleibt leider ungewiss, zumal auch die Befürworter in vieler Hinsicht verschiedene Modelle und Positionen vertreten. In alphabetischer Reihenfolge sind 30 Plädoyers von Autorinnen und Autoren veröffentlicht, 21 von Befürwortern und 9 von Kritikern des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE).

Bildung nach Bologna

Das Ich und das Ding an sich. Zur Neuherausgabe des Hauptwerkes von Paul Amus

»Das Individuum entwickelt sich am konkreten Objekt, nicht am Standard«. Bildungsfragen: Im Gespräch mit Konrad Schily

Philip Kovce (Hg.) und Priddat Birger (Hg.):Den Menschen wiederfinden

Beiträge zur Lösung der Bildungsmisere*

* Philip Kovce, Birger Priddat (Hrsg.): Die Aufgabe
der Bildung: Aussichten der Universität, Metropolis
Verlag, Marburg 2015

Der Clown der vier Temperamente. Zum Tode von Frieder Nögge

Der ethische Individualismus des Liu Xiaobo

Bei Ling:Der Freiheit geopfert. Die Biografie des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo

Dietrich Spitta:Der soziale Organismus als Mysterium. Spirituelle Grundlagen des sozialen Lebens und seine künftige Entwicklung

Gelassene Dramatik

Einsicht & Initiative

Aspekte zur Sozialen Dreigliederung in methodischer Hinsicht

Im Rühjahr 1919 veröffentlicht Rudolf Steiner sein Buch »Die Kernpunkte der sozialen Frage - in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft« (CA 23). Bereits der Untertitel verdeutlicht, dass er mit dieser Schrift... [mehr]

Im Rühjahr 1919 veröffentlicht Rudolf Steiner sein Buch »Die Kernpunkte der sozialen Frage - in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft« (CA 23). Bereits der Untertitel verdeutlicht, dass er mit dieser Schrift nicht allein eine Anregung für die Tagespolitik seiner Zeit geben wollte, sondern etwas viel Grundlegenderes für die weitere Sozialentwicklung. Dass Steine auf dem großen Wiener Ost-West-Kongress im Juni 1922 davor sprach, »daß diese Veröffentlichung im Grunde mißverstandet worden ist auf allen Seiten«, weil sie als übliche sozial-utopische Schrift gelesen wurde, obwohl sie «als ein Appell nicht at das Denken über allerlei Einrichtungen, sondern als ein Appel an die unmittelbare Menschennatur gemeint«' war, wird häufig zitiert. Noch deutlicher äußerte er sich wenige Monate später im Rahmen einer Vortragsreihe zu Erziehungsfragen in Oxford: »Derjenige, der die »Kernpunkte der sozialen Frage« als ein Buch des Verstandes nimmt, versteht es nicht. Allein derjenige versteht es. der es als ein Willensbuch, als ein Herzensbuch nimmt, das gesprochen ist aus dem Leben heraus, aus demjenigen, was heute überall unter der Oberfläche des Daseins als die wichtigsten sozialen Impulse der Gegenwart genommen werden können.« Auf welchem Wege nun aber kann dieser »Appell an die unmittelbare Menschennatur« erfahren und geprüft werden, um selbstbestimmt beurteilen zu können, inwiefern diese 100 Jahre alte Schrift Motive enthält, die den gegenwärtigen Lebensnotwendigkeiten Entwicklungsimpulse zu vermitteln vermag?

Erich Fromm und seine Sozialpsychologie

Erneute Rassismusvorwürfe gegen Waldorfschulen. Vormundschaft über das Geistesleben