Artikel 1 - 12 von 561
Anzeigen:Alle Artikel
Rubrik:

Auroville-Tage im ›Schieferpark‹

Die »Stadt der Morgenröte« – Auroville – feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen, ist sie doch ein echtes 68er-Phänomen. Beruhend auf dem Integralen Yoga Sri Aurobindos (1872–1950) und seiner spirituellen Weggefährtin... [mehr]

Die »Stadt der Morgenröte« – Auroville – feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen, ist sie doch ein echtes 68er-Phänomen. Beruhend auf dem Integralen Yoga Sri Aurobindos (1872–1950) und seiner spirituellen Weggefährtin Mirra Alfassa (1878–1973), waren es in den ersten Jahren zumeist 68er aus dem globalen Nordwesten, auch Hippies, die vor einem halben Jahrhundert begannen, die südindische Wüste nördlich von Puducherry urbar zu machen, millionenfach Bäume zu pflanzen und – eine Zukunftsstadt aufzubauen.

Das Karma ordnen

Ein Seminar im Forum 3 Stuttgart zur anthroposophischen Karmaforschung

Steffen Hartmann (*1976), Musiker, Buchautor, Verleger und Dozent für Anthroposophie aus Hamburg, hat im Jahre 2014 in der Zeitschrift ›Die Gegenwart‹ einen Aufsatz zur Karmaerkenntnis im Lichte der »Michaelprophetie«... [mehr]

Steffen Hartmann (*1976), Musiker, Buchautor, Verleger und Dozent für Anthroposophie aus Hamburg, hat im Jahre 2014 in der Zeitschrift ›Die Gegenwart‹ einen Aufsatz zur Karmaerkenntnis im Lichte der »Michaelprophetie« Rudolf Steiners veröffentlicht. In diesem Aufsatz äußerte er sich erstmals öffentlich über seine diesbezüglichen Einsichten und Erfahrungen. Rudolf Steiner beschrieb diese Prophetie im Jahre 1924 wie folgt: »Es ist etwas, was leben sollte in den Herzen, in den Seelen derjenigen, die sich Anthroposophen nennen. Und das wird einem die Kraft geben, nun weiter zu wirken; denn diejenigen, die heute Anthroposophen sind, im ehrlichen, wahren Sinne Anthroposophen sind, die werden einen starken Drang haben, bald wiederum zur Erde herunterzukommen. Und innerhalb der Michael-Prophetie sieht man voraus, wie zahlreiche Anthroposophenseelen mit dem Ende des 20. Jahrhunderts wiederum zur Erde kommen, um das, was heute mit starker Kraft als anthroposophische Bewegung begründet werden soll, zur vollen Kulmination zu bringen.«

Wandern heißt Begegnen

Zur Ausstellung ›Wanderlust: Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir‹ in der Alten Nationalgalerie Berlin

Wer (heute) gekennzeichnete Wege geht, trifft auf andere Menschen, die schneller oder langsamer sind. Wer alleine wandert und sich unbekannte Pfade erschließt, begegnet neuen Räumen und: sich selbst. Die Begegnung mit sich... [mehr]

Wer (heute) gekennzeichnete Wege geht, trifft auf andere Menschen, die schneller oder langsamer sind. Wer alleine wandert und sich unbekannte Pfade erschließt, begegnet neuen Räumen und: sich selbst. Die Begegnung mit sich selbst mag auch der Grund dafür sein, dass sich im 19. Jahrhundert – in einer Zeit zunehmender Ich-Stärkung und wachsender Bedeutung des persönlichen Gefühls im Kontrast zur Industrialisierung – fast schon explosionsartig in Europa die Bewegung des Wanderns entwickelte. Die damalige Sehnsucht nach Entschleunigung schlägt die Brücke zur heutigen Zeit, in der das Interesse am Wandern als Mittel der Besinnung wieder zugenommen hat. »Wandern ist ein perfektes Kontrastprogramm, die Rückkehr zum menschlichen Maß, dem Maß des Schrittes, und zum natürlichen Zeitgeber, dem Licht der Sonne«, formulierte treffend der Journalist und Nachhaltigkeitsexperte Ulrich Grober in einem Interview des ›Wander Magazins‹.

Theater – Maschine

Der Regisseur und Bühnenbildner Ulrich Rasche hat einen Inszenierungsstil entwickelt, mit dem er Furore macht. Gerade wurde er zum zweiten Mal in Folge zum Berliner Theatertreffen eingeladen, wo alljährlich die zehn bemerkenswertesten... [mehr]

Der Regisseur und Bühnenbildner Ulrich Rasche hat einen Inszenierungsstil entwickelt, mit dem er Furore macht. Gerade wurde er zum zweiten Mal in Folge zum Berliner Theatertreffen eingeladen, wo alljährlich die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet werden. 2017 waren es Schillers ›Die Räuber‹ an den Münchner Kammerspielen, dieses Jahr seine Baseler Inszenierung von Georg Büchners ›Woyzeck‹.

Zauberhafte Pop-Oper

Heutzutage ist es selten, dass man der Neuinszenierung einer Oper oder eines Theaterstücks noch etwas abgewinnen kann – dass man von einem Gesamtkunstwerk tief berührt wird, ist noch seltener. Umso überraschender erscheint... [mehr]

Heutzutage ist es selten, dass man der Neuinszenierung einer Oper oder eines Theaterstücks noch etwas abgewinnen kann – dass man von einem Gesamtkunstwerk tief berührt wird, ist noch seltener. Umso überraschender erscheint in diesem Sommer die Umsetzung des 2001 erschienenen Albums ›Vespertine‹ der isländischen Popsängerin Björk durch das Nationaltheater Mannheim.

»Ich bin kein Stein mehr«

Ein Theaterprojekt mit Geflüchteten im Berliner Theater im Delphi

Wir treten ein in den dicht gefüllten Zuschauerraum, klemmen uns hinter einen der Tische. Im Hintergrund – gegenüber von Bühne und Leinwand – liegt die Bar. Das klingt nach Luxuskino und tatsächlich ist dies ein früher... [mehr]

Wir treten ein in den dicht gefüllten Zuschauerraum, klemmen uns hinter einen der Tische. Im Hintergrund – gegenüber von Bühne und Leinwand – liegt die Bar. Das klingt nach Luxuskino und tatsächlich ist dies ein früher 870 Plätze fassender Kinosaal, das ›Ehemalige Stummfilmkino Delphi‹ in Berlin-Weissensee – jenem Bezirk, der seit der gleichnamigen Fernsehserie deutschlandweit bekannt ist.

Der neue Griechischprofessor

500 Jahre Melanchthons Antrittsrede in Wittenberg

Im Lutherjahr 2017 wurde viel über Martin Luther und den Thesenanschlag gesprochen, auch viel Unwesentliches. Denn es war ja nicht das Anschlagen der Thesen wichtig, sondern ihr Inhalt, der den Nerv der Zeit vor 500 Jahren... [mehr]

Im Lutherjahr 2017 wurde viel über Martin Luther und den Thesenanschlag gesprochen, auch viel Unwesentliches. Denn es war ja nicht das Anschlagen der Thesen wichtig, sondern ihr Inhalt, der den Nerv der Zeit vor 500 Jahren traf. Über Philipp Melanchthon (1497–1560) jedoch sprach kaum einer. Wie so oft, auch während seines Lebens, stand er – der äußerlich zart, klein und unscheinbar war – im Schatten Luthers, obwohl ohne ihn die Reformation kaum möglich gewesen wäre.

Das Ich tritt hervor

Eine Bildbegegnung

Zur Vorosterzeit war ich im Basler Kunstmuseum, und als ich vor dem Bild ›Jesus und die Samariterin‹ von Bonifacio de’ Pitati stand, kam mir eine Mitschrift von A. Lindeberg Östersund zum Vortrag vom 12. Januar 1910... [mehr]

Zur Vorosterzeit war ich im Basler Kunstmuseum, und als ich vor dem Bild ›Jesus und die Samariterin‹ von Bonifacio de’ Pitati stand, kam mir eine Mitschrift von A. Lindeberg Östersund zum Vortrag vom 12. Januar 1910 in den Sinn, den Rudolf Steiner im Rahmen seiner damaligen Vortragsreihe zum Johannes-Evangelium gehalten hat, und an deren Herausgabe als GA-Band 117a ich gerade arbeitete.

Wir müssen Waisen werden

Im Lazarus-Haus in Wuppertal ist am 13. Mai, am Himmelfahrtssonntag und Muttertag, meine Mutter gestorben. Es war ein friedlicher Tod ohne Schmerzen. Margarete, geb. Schneider, wurde im März 1925 geboren. Sie war ein, wie... [mehr]

Im Lazarus-Haus in Wuppertal ist am 13. Mai, am Himmelfahrtssonntag und Muttertag, meine Mutter gestorben. Es war ein friedlicher Tod ohne Schmerzen. Margarete, geb. Schneider, wurde im März 1925 geboren. Sie war ein, wie man so sagt, bildungsferner Mensch. Sie war einfach, war äußerlich nie mehr als Hausfrau gewesen, las selten anspruchsvolle Bücher, machte Brombeeren ein und buk immer den gleichen Kuchen. Sie war auch nicht verklärbar als dieser einfache Mensch, der sie war, sie war keine fröhlich-gütige Großmutter (aber eine geliebte), sie war auf den ersten Blick auch keine nahbare, Wärme verströmende Mutter für ihre vier Kinder, dafür war sie zu sehr geprägt von den spießigen 50er Jahren und mehr noch von den eigenen Wunden. Aber sie traf, wenn sie sich frei und angenommen fühlte, den Nerv der Dinge. Sie spürte, was in Menschen vorging, aber nur, wenn ihr Blick von sich absah.

Was will die ›Stiftung Rosenkreuz‹?

Die ›Stiftung Rosenkreuz‹ ist ein Kind des ›Lectorium Rosicrucianum‹. Einige Mitglieder dieser Gemeinschaft fühlten nach der Jahrtausendwende, dass etwas Neues ansteht. Sind vielleicht einzelne spirituelle, wissenschaftliche... [mehr]

Die ›Stiftung Rosenkreuz‹ ist ein Kind des ›Lectorium Rosicrucianum‹. Einige Mitglieder dieser Gemeinschaft fühlten nach der Jahrtausendwende, dass etwas Neues ansteht. Sind vielleicht einzelne spirituelle, wissenschaftliche und künstlerische Bemühungen an dem Punkt angelangt, dass sie über sich hinauswachsen können? Kann eine übergeordnete, gemeinschaftliche Frucht hervorgebracht werden? Ein unerforschter Raum schien sich bemerkbar zu machen. Von einer einzelnen Richtung würde er nicht ausgefüllt werden können. In Gedanken wie diesen lag Sprengkraft, und so gab es jahrelang Diskussionen innerhalb einer Gruppe des ›Lectorium Rosicrucianum‹, bis jemand sagte: »Errichtet doch eine Stiftung, die eigenständig ist und die die ›Nase in den Wind‹ hält.« Eine Satzung wurde formuliert (der Zusammenfluss des Christlichen und Hermetischen darin zum Ausdruck gebracht), überraschend fand sich ein Stifter … und 2007 war die ›Stiftung Rosenkreuz‹ geboren. Manche, die diesen Prozess aus gewissem Abstand beobachteten, sahen darin ein kurzlebiges Abenteuer, andere spürten, dass es eine Art Reifeprüfung sein könnte.

Erste Hammerschläge

Eine Tagung zu ›Anthroposophie – ein Fragment‹ am Goetheanum

Organisiert von der Sektion für schöne Wissenschaften fand vom 16. bis 18. März in Dornach eine von 120 Teilnehmern besuchte Tagung zu Rudolf Steiners nicht vollendeter Schrift ›Anthroposophie – ein Fragment‹ statt,... [mehr]

Organisiert von der Sektion für schöne Wissenschaften fand vom 16. bis 18. März in Dornach eine von 120 Teilnehmern besuchte Tagung zu Rudolf Steiners nicht vollendeter Schrift ›Anthroposophie – ein Fragment‹ statt, in welchem die Geisteswissenschaft »auf halber Höhe« zwischen Anthropologie und Theosophie verortet wird. Während die Anthropologie nur auf das physische Dasein des Menschen blickt, die Theosophie auf das Göttliche in ihm, nimmt die Anthroposophie eine mittlere Perspektive ein, die das Physische aus geistiger Sicht zu begreifen sucht. Die Sinne des Menschen, seine Lebensvorgänge und seine Gestalt werden als Wirkungen und Offenbarungen übersinnlicher Welten beschrieben. Die schriftliche Ausarbeitung des schon 1909 in Vorträgen Referierten gestaltete sich für Rudolf Steiner jedoch so schwierig, dass das Buch Fragment blieb und erst 1951 erstmals veröffentlicht wurde.

Zwerge in Riesenheim

Ein paar Thesen vorweg: Die Erde ruft heute nach einem bewussten Dialog mit ihren Bewohnern. Die Zeit ist reif für eine spirituelle Ökologie – eine Ökologie der Wahrhaftigkeit (im Zeitalter medialer Manipulation)... [mehr]

Ein paar Thesen vorweg: Die Erde ruft heute nach einem bewussten Dialog mit ihren Bewohnern. Die Zeit ist reif für eine spirituelle Ökologie – eine Ökologie der Wahrhaftigkeit (im Zeitalter medialer Manipulation) und des Gewahrseins (im Zeitalter virtueller »Realitäten«). Sie soll konkret und persönlich sein, erwachsend aus einer »Ökologie der Sinneswahrnehmungen«, einem Erfassen des Wechselspiels zwischen Kräften und Wesen. Den Resonanzboden hierfür schaffen wir durch die seelische Beobachtung der Natur, d.h. durch Aufmerksamkeitsschulung im Inneren und am Äußeren. Dies übt man überall da, wo es (Jahres-)Zeit gibt: Sie öffnet sich dadurch zum Raum. Ein ideales Feld für diese Kunst bietet uns die elementarkräftige norwegische Natur mit ihrer menschenbezogenen Lichtoffenheit.